Foto: Anna Logue

    News aus dem Jahr 2017

  • Prof. Michèle Tertilt, Ph.D. zum Fellow der Econometric Society gewählt

    Prof. Michèle Tertilt, Ph.D., Professorin für Makroökonomie an der Mannheimer Abteilung Volkswirtschafts­lehre seit 2010, zählt zu den international renommiertesten Wissenschaft­lerinnen auf ihrem Fach­gebiet. Nun wurde sie zum Fellow der Econometric Society gewählt. „Die Aufnahme in diesen angesehenen Wissenschafts­zirkel ist für mich eine bedeutende Auszeichnung, über die ich mich sehr freue. Ich hoffe auch, dass dadurch das hohe Ansehen der Volkswirtschafts­lehre der Universität Mannheim weiter gestärkt wird“, sagte die Ökonomin.

    Die 1930 gegründete Econometric Society ist eine internationale wissenschaft­liche Gesellschaft, die Forscherinnen und Forscher vereinigt, um die Wirtschafts­theorie als Teildisziplin der VWL in ihrer Verbindung zur Statistik und Mathematik voranzutreiben. Einmal im Jahr wählt sie aus einem kleinen Kreis nominierter Wissenschaft­ler neue Fellows. Unter den rund 700 aktiven Fellows sind nur zehn weitere in Deutschland tätig. Der Gesellschaft gehören so renommierte Wissenschaft­ler an wie Carl Christian Freiherr von Weizsäcker und Joseph E. Stiglitz sowie zahlreiche weitere Wirtschafts­nobelpreisträger.

    Schwerpunkt der wissenschaft­lichen Arbeit von Michèle Tertilt sind Analysen zum Einfluss familiärer Beziehungen auf die Wirtschaft. Darüber hinaus hat sie einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von Konsumentenkrediten und -insolvenzen geleistet. In diesem Jahr erhielt sie für ihre Forschungs­ergebnisse den Yrjö Jahnsson Award 2017 – als erste Wissenschaft­lerin der Universität Mannheim und als zweite Frau überhaupt. 2013 wurde sie in das Herausgebergremium des Review of Economic Studies berufen, eine der fünf führenden Zeitschriften der gesamten Wirtschafts­wissenschaften weltweit. Im gleichen Jahr bekam sie als erste Frau den angesehenen Gossen-Preis des Vereins für Socialpolitik. Für ihr Projekt Gender Differences: A Macroeconomic Perspective erhielt sie 2012 einen Starting Grant des Europäischen Forschungs­rates ERC.

     

    Kontakt:
    Prof. Michèle Tertilt, Ph.D.
    Abteilung Volkswirtschafts­lehre
    Universität Mannheim
    L7, 3-5
    Tel. +49-621-181-1902
    E-Mail: tertilt(at)uni-mannheim.de

     

    05-12-2017  9:36

  • Abteilung Volkswirtschafts­lehre und Fach­bereich Wirtschafts­wissenschaften der Universität Bonn etablieren neuen Sonderforschungs­bereich/Transregio

    DFG fördert die Forschung zu gesellschaft­lichen Herausforderungen aus ökonomischer Perspektive mit zunächst rund neun Millionen Euro

     

    Wie lässt sich Chancengleichheit fördern? Wie sollten Märkte angesichts der Internationalisierung und Digitalisierung reguliert werden? Wie kann ein stabiles Finanzsystem gestaltet werden? Ein neuer Sonderforschungs­bereich/Transregio unter Beteiligung der Universitäten Bonn und Mannheim wird Antworten auf diese Fragen geben. Die Deutsche Forschungs­gemeinschaft (DFG) fördert das Forschungs­programm in den nächsten vier Jahren mit rund neun Millionen Euro.

    „Heute ist ein erfolgreicher Tag für die Universität. Ich freue mich, dass wir gleich zwei Förderzusagen bekommen haben. Dies ist einzigartig in der Geschichte der Universität Mannheim. Neben der Verlängerung des SFB 884 haben wir auch den Zuschlag für einen neuen Sonderforschungs­bereich in den Wirtschafts­wissenschaften mit der Universität Bonn erhalten. Damit sind die Mannheimer Wirtschafts- und Sozial­wissenschaft­ler ihrem Ziel, unter die Top 10 der weltweit führenden Forschungs­einrichtungen zu gehören, einen schönen Schritt näher gekommen“, sagt Rektor Prof. Dr. Ernst-Ludwig von Thadden.

    Der neue Sonderforschungs­bereich SFB/TR 224 „Ökonomische Perspektiven auf gesellschaft­liche Herausforderungen: Chancengleichheit, Markt­regulierung und Finanz­markt­stabilität“ umfasst drei Säulen. Im Zentrum der ersten Säule stehen Familien- und Bildungs­politik. Die Wissenschaft­ler wollen untersuchen, welche Maßnahmen die Chancengleichheit fördern, indem sie den Einfluss von Geschlecht und sozioökonomischem Hintergrund auf individuelle Fähigkeiten verringern.

    Um Markt­regulierung vor dem Hintergrund von Internationalisierung und Digitalisierung geht es in der zweiten Säule. Neben dem Beheben von Ineffizienzen stehen Ziele wie Schutz von Konsumenten, Sicherung des Zugangs bestimmter gesellschaft­licher Gruppen zu bestimmten Produkten oder Dienstleistungen und die Verringerung von Umweltschäden im Mittelpunkt. Ein Beispiel ist die empirische Bewertung von konkreten Maßnahmen zur Umsetzung von Klimazielen.

    Die dritte Säule des neuen SFBs befasst sich mit der Regulierung von Finanzmärkten. Speziell geht es um die Wechselwirkungen zwischen individuellen Finanzentscheidungen, systemischen Risiken und staatlichen Eingriffen in diese Märkte. Die Wissenschaft­ler untersuchen beispielsweise, inwieweit die Regulierung von bestimmten Finanzmärkten zu einer Verlagerung von Aktivitäten und damit von Risiken in weniger regulierte Bereiche führt.

    „Auf der Basis des breiten Methodenspektrums der theoretischen und empirischen Wirtschafts­forschung entwickelt der SFB neue institutionelle Lösungen und Politikmaßnahmen“, sagt der SFB-Sprecher und Professor für Mathematische Ökonomie Dr. Sven Rady vom Fach­bereich Wirtschafts­wissenschaften der Universität Bonn. „Die beiden Standorte Bonn und Mannheim ergänzen sich hervorragend und ermöglichen eine international sichtbare Forschung, mit der die Volkswirtschafts­lehre als Sozial­wissenschaft in den Blick rückt, die zur Bewältigung gesellschaft­licher Herausforderungen beiträgt“, ergänzt Prof. Dr. Martin Peitz, stellvertretender Sprecher des SFB und Inhaber der Professur für Angewandte Ökonomik an der Mannheimer Abteilung Volkswirtschafts­lehre.

    Sonderforschungs­bereiche sind langfristige, auf die Dauer von bis zu zwölf Jahren angelegte Forschungs­einrichtungen der Hochschulen, die jeweils eine Förderung über vier Jahre erhalten. Sie ermöglichen die gemeinsame Bearbeitung innovativer, anspruchsvoller und aufwendiger Forschungs­vorhaben. Sie dienen der institutionellen Schwerpunkt- und Strukturbildung und bestehen aus einer Vielzahl von Teil­projekten.

     

    Kontakt:

    Prof. Dr. Martin Peitz
    Abteilung Volkswirtschafts­lehre
    Universität Mannheim
    Tel. 0621/181-1835
    E-Mail: martin.peitz(at)gmail.com

     

    01-12-2017  12:42

  • Sonderforschungs­bereich 884 „Political Economy of Reforms“ unter Beteiligung der Abteilung Volkswirtschafts­lehre wird für weitere vier Jahre gefördert

    Der Mannheimer Sonderforschungs­bereich „Political Economy of Reforms“ wird in den kommenden vier Jahren mit 10 Millionen Euro durch die Deutsche Forschungs­gemeinschaft (DFG) gefördert. Der 2010 gegründete SFB erhielt nach einer ersten Verlängerung 2014 nun die Zusage für die dritte und letzte Phase.

    Der Sonderforschungs­bereich 884 „Political Economy of Reforms“ widmet sich unter der Leitung des Politik­wissenschaft­lers Prof. Dr. Thomas König den Gründen für Erfolg und Scheitern von Reformen. Wie bildet der Wähler seine Meinung über Erfolg und Scheitern von Reformen? Wie beeinflusst die Wählermeinung die Entscheidung von Parteien und Regierungen, Reformen vorzubereiten, zu verhandeln und eventuell zu verabschieden? Und wie lassen sich die vielen Ursachen für Erfolg und Scheitern von Reformen am besten beurteilen? Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen wurde unter anderem der innovative German Internet Panel eingerichtet und es werden Feldexperimente in Afrika und Asien durchgeführt. Zahlreiche Wissenschaft­lerinnen und Wissenschaft­ler der Abteilung Volkswirtschafts­lehre tragen in allen drei Forschungs­linien mit mehreren Teil­projekten zu den Ergebnissen des SFB bei.

    Zur ausführlichen Pressemitteilung

     

    01-12-2017  10:02

  • Feier der Absolventinnen und Absolventen am 14. Oktober 2017 / Graduation ceremony on 14th Oktober 2017

    Feier der Absolventinnen und Absolventen am 14. Oktober 2017

    Am Samstag, dem 14.10.2017, findet ab 15:00 Uhr im Hörsaal M 003 (im Mittelbau des Schlosses) die diesjährige Absolvent(inn)enfeier der volkswirtschaft­lichen Abteilung statt. Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Streb werden Prof. Dr. Orzen und Herr Prof. Dr. Bjelicic, als Vertreter von ABSOLVENTUM, die Festreden halten. Zwei Vertreter der Absolvent(inn)en steuern Grußadressen bei. Den festlichen Höhepunkt wird wie immer die Übergabe der Schmuckurkunden an die Absolvent(inn)en bilden. Im Anschluss sind alle Gäste zu einem Sektempfang in der ehemaligen Lehr­buchsammlung eingeladen. Die Feier wird von Harfenmusik umrahmt.



    Graduation ceremony on 14th October 2017

    The graduation ceremony for our Bachelor and Master graduates will take place on Saturday, 14th October 2017, 3:00 pm in the lecture hall M 003 (in the central block of the castle). The celebration will be introduced by Jochen Streb, followed by speeches from Henrik Orzen, Borislav Bjelicic (representative of ABSOLVENTUM), and representatives of the graduates. After handing over the certificates to the graduates, everyone is invited to a champagne reception. The celebration will be accompanied by harp music.

     

    20-09-2017 09:41

  • Handels­blatt-Ranking: Mannheimer Abteilung Volkswirtschafts­lehre ist erneut forschungs­stärkste VWL-Fakultät in Deutschland

    Zum dritten Mal innerhalb von sechs Jahren Spitzenplatz im bundes­weiten Vergleich


    Das Handels­blatt hat in seinem aktuellen VWL-Ranking die Mannheimer Abteilung erneut als forschungs­stärkste volkswirtschaft­liche Fakultät in Deutschland ausgewiesen. Nach 2011 und 2013 nimmt sie damit zum dritten Mal innerhalb von sechs Jahren die führende Position in Deutschland ein. Das hat noch keine andere Fakultät erreicht. Das Handels­blatt-Ranking wird alle zwei Jahre erstellt. Es basiert auf den Publikations­leistungen der Wissenschaft­lerinnen und Wissenschaft­ler in den letzten 10 Jahren und gilt im deutschsprachigen Raum als das führende Forschungs­ranking in der Volkswirtschafts­lehre.

    „Das aktuelle Handels­blatt-Ranking bestätigt einmal mehr unsere auf Qualität ausgerichtete Strategie“, freut sich Prof. Dr. Jochen Streb, Sprecher der Abteilung Volkswirtschafts­lehre. „Ich beglückwünsche meine Kolleginnen und Kollegen zu diesem gemeinschaft­lich erreichten Erfolg: hochrangige Forschung beflügelt sich gegenseitig. Sie ist das Fundament für Politik­beratung auf höchstem Niveau und Grundlage für die exzellente Ausbildung unserer Studierenden und Doktoranden.“

    „Wir rekrutieren mittlerweile in allen Teilgebieten der Volkswirtschafts­lehre herausragende Wissenschaft­lerinnen und Wissenschaft­ler aus aller Welt. Diese erfolgreich auf die Forschung ausgerichtete Berufungs­politik werden wir weiter fortsetzen. Unser Ziel ist es, uns dauerhaft als eine der in Europa führenden Universitäten in Volkswirtschafts­lehre zu etablieren“, ergänzt Prof. Dr. Ernst-Ludwig von Thadden, Rektor der Universität Mannheim.

    Seit 2006 analysiert das Handels­blatt regelmäßig die Forschungs­leistung der im deutschsprachigen Raum tätigen oder dorther stammenden Volkswirtinnen und Volkswirte. Grundlage ist eine Datenbank, in der inzwischen Veröffentlichungen in über 2.200 der weltweit renommiertesten Fach­zeitschriften erfasst sind. Dabei werden nicht alle Veröffentlichungen gleichrangig bewertet, sondern der Wert jeder einzelnen Publikation wird in Abhängigkeit von der Qualität und Reputation des jeweiligen Journals bestimmt. Über 3.000 Forscherinnen und Forscher haben sich 2017 an dem Ranking beteiligt.


    Kontakt: 
    Prof. Dr. Jochen Streb
    Abteilung Volkswirtschafts­lehre
    Tel. 0621 – 181 / 1776
    E-Mail: streb(at)uni-mannheim.de

     

    15-09-2017 10:48

  • Prof. Klaus Adam, Ph.D. in Wissenschaft­lichen Beirat des Bundes­finanz­ministeriums gewählt

    Prof. Klaus Adam, Ph.D., Inhaber des Lehr­stuhls für VWL, Internationale Wirtschafts­beziehungen, ist zum Mitglied des Wissenschaft­lichen Beirats beim Bundes­ministerium der Finanzen gewählt worden. Der Wissenschaft­liche Beirat des Bundes­finanz­ministeriums berät und unterstützt politische Entscheidungs­träger durch wissenschaft­lich fundierte Gutachten und Analysen in verschiedensten Themengebieten.

    Klaus Adam wurde 1971 geboren und studierte an der Universität Bonn Volkswirtschafts­lehre. Im Anschluss promovierte er am Europäischen Hochschul­institut in Florenz, wo er den Rotary-Preis für die beste VWL-Promotion der Universität der Jahre 1999-2002 erhielt. Er wurde an der Goethe-Universität Frankfurt habilitiert und arbeitete im Anschluss mehrere Jahre bei der Europäischen Zentralbank. Seit 2008 ist er Professor für Internationale Wirtschafts­beziehungen an der Universität Mannheim. Im Jahr 2011 erhielt er einen der renommierten Starting Grants des European Research Council. Klaus Adam ist zudem Forschungs­professor bei der Deutschen Bundes­bank und Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.

    Kontakt:
    Prof. Klaus Adam, Ph.D.
    Universität Mannheim
    Abteilung Volkswirtschafts­lehre
    Tel. +49-621-181 1808
    E-Mail (Sekretariat): sekretariatadam(at)uni-mannheim.de

     

    14-09-2017 15:32

  • Abteilung Volkswirtschafts­lehre begrüßt drei neue Juniorprofessoren zum Herbst-/Wintersemester 2017

    Die Abteilung Volkswirtschafts­lehre wird im Herbst-/Wintersemester 2017 um drei neue Juniorprofessoren verstärkt:

    Prof. Andreas Gulyas, Ph.D. übernimmt die Juniorprofessur für Makroökonomik. Gulyas studierte Volkswirtschafts­lehre sowie Statistik in Wien; seinen Doktorgrad erwarb er an der University of California, Los Angeles. Gulyas arbeitet bevorzugt auf den Gebieten Makroökonomie, Arbeits­markt­ökonomie, Suchtheorie und Numerische Methoden.

    Prof. Duk Gyoo Kim, Ph.D. ist neuer Inhaber der Juniorprofessur für Theoretische Finanz­wissenschaft. Kim erwarb Master­abschlüsse in Volkswirtschafts­lehre zunächst an der Yonsei University, Korea sowie im Anschluss an der Cornell University, USA. An letzterer promovierte er auch im Jahr 2015 und war seitdem als Postdoctoral Scholar am California Institute of Technology tätig. Kims bevorzugte Forschungs­gebiete sind Finanz­wissenschaft, Politische Ökonomie sowie experimentelle Ökonomik. 

    Prof. Dr. Matthias Meier ist künftig auf der neu eingerichteten Juniorprofessur für Geld und Währung tätig. Er studierte Volkswirtschafts­lehre in Köln und promovierte an der Universität Bonn. Meiers Forschungs­schwerpunkte liegen in den Bereichen Makroökonomie, Makroökonometrie und Computational Economics. Meier erhält während der Laufzeit seiner Juniorprofessur ergänzend ein Foscolo Europe Top-Up Fellowship, um das sich die Abteilung erfolgreich unter volkswirtschaft­lichen Abteilungen aus 14 europäischen Ländern beworben hatte.

     

    01-09-2017 10:08

  • Ringvorlesung im Herbstsemester 2017 beginnt am 20. September

    Am Mittwoch, dem 20. September, beginnt die von der Fach­schaft VWL organisierte Ringvorlesung des Herbstsemesters 2017. Sie steht in diesem Semester unter dem Motto „Entwicklungs­ökonomik – Herausforderungen. Chancen. Lösungen?„. Die Vorträge beginnen jeweils um 19.00 Uhr und finden im Hörsaal M 003 im Mittelbau des Schlossgebäudes statt. Studierende aller Fakultäten sowie externe Gäste sind zu allen Veranstaltungen herzlich eingeladen. Termine und Themen der einzelnen Veranstaltungen finden Sie auf dieser Seite.

     

    28-08-2017 13:52

  • Von New York City nach Mannheim: Rückkehr­förderung für Wirtschafts­wissenschaft­ler Christoph Rothe

    Professor Dr. Christoph Rothe erhält eine Rückkehr­förderung in Höhe von knapp 100.000 Euro für seinen Wechsel von der New Yorker Columbia University an die Universität Mannheim
     

    Seit Juli 2017 ist Christoph Rothe neuer Professor für Statistik an der Abteilung Volkswirtschafts­lehre. Der Ökonometrie-Experte tauschte Manhattan gegen Mannheim und kam nach fünfjähriger Forschungs­tätigkeit an der New Yorker Columbia University zurück nach Deutschland. „Mannheim bietet für mich als Ökonom ein sehr attraktives Forschungs­umfeld. Ich freue mich über die zusätzliche Förderung, die mir beim Aufbau meiner Forschungs­arbeiten in Deutschland hilft“, so Rothe. 

    Knapp 100.000 Euro erhält der Wissenschaft­ler von der gemeinsamen Initiative der German Scholars Organization und der Carl-Zeiss-Stiftung im Rahmen des Programms „Rückkehr deutscher Wissenschaft­ler aus dem Ausland“. Damit kann er unter anderem zusätzliche Mitarbeiterstellen sowie Gast- und Forschungs­aufenthalte finanzieren. 

    „Das Wissenschaft­ler-Rückkehr­programm ermöglicht den geförderten Universitäten genau das, was ihnen ausländische Spitzen­universitäten oft voraushaben: die nötige finanzielle Flexibilität, um hochkarätigen Kandidatinnen und Kandidaten wie Christoph Rothe ein attraktives Angebot vorlegen zu können. Wir freuen uns, dass das Programm einschließlich der Universität Mannheim inzwischen 15 Hochschulen unterstützen konnte“, so Dr. Anne Schreiter, Geschäftsführerin der German Scholars Organization.

    Rothes Schwerpunkt ist die Ökonometrie. Dieses Teilgebiet der VWL hat die Aufgabe, wirtschafts­wissenschaft­liche Zusammenhänge zu quantifizieren, Hypothesen und Modelle zu testen und Prognosen abzugeben oder die Auswirkungen der Änderung von Parametern zu simulieren. Eines seiner aktuellen Forschungs­interessen ist die sogenannte Regressions-Diskontinuitäts-Analyse, eine der wenigen neuen Methoden der empirischen VWL, die in den vergangenen 15 Jahren aufkamen. In einem aktuellen Projekt entwickelt er am Beispiel Brasiliens neue Methoden in der Arbeits­markt­forschung, um festzustellen, wie sich der Bezug von Arbeits­losen­unterstützung auf die Dauer der Arbeits­losigkeit auswirkt. 

    Ausgewählte Stationen:
    2012 – 2017: Assistant Professor an der Columbia University, New York, USA
    2009 – 2012: Assistant Professor an der Toulouse School of Economics, Frankreich 
    2009: Promotion an der Universität Mannheim
     

    Kontakt: 
    Prof. Dr. Christoph Rothe
    Professur für Statistik
    Universität Mannheim
    Tel. 0621 181-1921
    E-Mail: rothe(at)vwl.uni-mannheim.de

     

    03-08-2017 12:31

  • Abteilung Volkswirtschafts­lehre trauert um Prof. em. Dr. Horst Stenger

    Die Mitglieder der Abteilung Volkswirtschafts­lehre trauern um Prof. em. Dr. Horst Stenger. Der frühere Inhaber des Lehr­stuhls für Statistik verstarb am Montag, dem 29. Mai 2017, im Alter von 82 Jahren.  

    Professor Stenger nahm im Jahr 1971 den Ruf auf den Lehr­stuhl für Statistik an und hielt der Abteilung in den folgenden 32 Jahren die Treue. Seine Arbeits­schwerpunkte lagen insbesondere in den Gebieten Stichprobentheorie und Spieltheorie. Dazu veröffentlichte er zahlreiche Aufsätze in führenden internationalen Fach­zeitschriften sowie Buchbeiträge und Fach­bücher. Er promovierte und habilitierte im Fach Mathematik an der Ludwig-Maximilian-Universität in München. Im Anschluss folgte eine Anstellung an der Georg-August-Universität Göttingen, bevor er an die Universität Mannheim wechselte. Neben seinen vielfältigen Aktivitäten in Forschung und Lehre lag ihm immer auch die Weiter­entwicklung der Abteilung am Herzen, die er unter anderem in den akademischen Jahren 1974/75 und 1984/85 als Dekan leitete. Auch nach seiner Emeritierung war er noch über 10 Jahre lang in seinen Forschungs­projekten aktiv tätig.

    Die Mitglieder der Abteilung Volkswirtschafts­lehre werden Prof. em. Dr. Horst Stenger ein ehrendes Andenken bewahren.

     

    01-06-2017 17:50

  • CHE-Ranking 2017: Spitzenplatz für die Mannheimer Abteilung Volkswirtschafts­lehre – Bewerbungen für das Herbstsemester sind bis zum 15. Juli möglich

    VWL zählt bekanntermaßen zu den spannendsten Studien­fächern. Aber wo ist der beste Ort für ein VWL-Studium in Deutschland? Geht es nach der neuen Print-Ausgabe des ZEIT-Studien­führers und den darin wiedergegebenen Ergebnissen des CHE-Rankings 2017 liegt eine Antwort nahe: Mannheim!

    In allen vier ausgewiesenen Kategorien – Studien­situation insgesamt, Abschluss in angemessener Zeit, Lehr­angebot und wissenschaft­liche Veröffentlichungen – liegt die Mannheimer Abteilung Volkswirtschafts­lehre in der Spitzengruppe. Das schafft keine andere der untersuchten Fakultäten. Im Studierenden­urteil über die „Studien­situation insgesamt“ erzielt sie den bundes­weit besten Wert. Aber auch die Professoren sind sich einig: Auf die Frage „Welche fünf Universitäten in Deutschland – bitte ohne Nennung der eigenen Hochschule – sind Ihrer Einschätzung nach in Ihrem Fach … führend in der Forschung?“ geben 82,2 Prozent der Hochschul­lehrer die Antwort Mannheim und setzen die Schlosshochschule damit auf den ersten Platz. 

    „Die Ergebnisse des Rankings bestätigen unsere Anstrengungen in Forschung und Lehre und sind uns ein Ansporn für die Zukunft“, kommentiert Universitäts-Rektor Professor Dr. Ernst-Ludwig von Thadden, der selbst Volkswirt ist. Online unter http://ranking.zeit.de können zahlreiche weitere Kategorien verglichen werden, wobei die Mannheimer Abteilung VWL insgesamt 18mal in der Spitzengruppe platz­iert ist. 

    Das CHE-Ranking ist das umfassendste und detaillierteste Ranking im deutschsprachigen Raum. Jedes Jahr wird ein Drittel der Fächer neu untersucht. 2017 sind dies die Fächer BWL, Jura, Soziale Arbeit, VWL, Wirtschafts­informatik, Wirtschafts­ingenieurwesen, Wirtschafts­recht und Wirtschafts­wissenschaften. Neben Fakten zu Studium, Lehre, Ausstattung und Forschung umfasst das Ranking Urteile von Studierenden zu den Studien­bedingungen an ihrer Hochschule sowie Urteile von Professoren über die Forschungs­reputation der Fakultäten. Die Ergebnisse sind im Internet unter http://ranking.zeit.de verfügbar sowie nachzulesen in der Print-Ausgabe des ZEIT-Studien­führers.

     

    24-05-2017 10:03

  • Prof. Michèle Tertilt, Ph.D. erhält Yrjö Jahnsson Award 2017

    Höchste Auszeichnung in den Wirtschafts­wissenschaften in Europa

    Prof. Michèle Tertilt, Ph.D. erhält den Yrjö Jahnsson Award 2017 für ihre Forschungs­leistungen auf dem Gebiet der Makroökonomie, insbesondere für ihre Analysen zum Einfluss familiärer Beziehungen auf die Wirtschaft. Das Auswahlkomitee würdigte auch ihre Untersuchungen zur Wechselwirkung zwischen wirtschaft­lichem Wachstum und der Stärkung der Frauenrechte. Tertilt habe zudem einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von Konsumentenkrediten und -insolvenzen geleistet, so die Jury. 

    Michèle Tertilt ist die erste Wissenschaft­lerin der Universität Mannheim und die zweite Frau überhaupt, die mit dem Yrjö Jahnsson Award ausgezeichnet wird. Der Preis wird seit 1993 alle zwei Jahre von der finnischen Yrjö Jahnsson-Stiftung gemeinsam mit der European Economic Association (EEA) verliehen und ist mit 20.000 Euro dotiert. Er geht an europäische Ökonomen unter 45 Jahren, die einen besonderen Beitrag zur theoretischen und angewandten Forschung für die Wirtschaft in Europa geleistet haben. Michèle Tertilt teilt die Auszeichnung in diesem Jahr mit Prof. Ran Spiegler (Universität Tel Aviv und University College London). Der Preis wird beim jährlichen Kongress der EEA im August 2017 in Lissabon offiziell übergeben werden.

    Der Rektor der Universität Mannheim, Prof. Dr. Ernst-Ludwig von Thadden, beglückwünschte Michèle Tertilt zu ihrem Erfolg: „Der Yrjö Jahnsson Award ist der angesehenste Preis für Wirtschafts­wissenschaft­ler im europäischen Raum. Ich bin stolz darauf, dass Michèle Tertilt an der volkswirtschaft­lichen Abteilung der Universität Mannheim lehrt und forscht und gratuliere ihr herzlich.“

    Michèle Tertilt hat 13 Jahre in den USA geforscht. Nach dem Studium in Bielefeld promovierte sie an der University of Minnesota. Es folgte eine Stelle als Assistant Professor an der Stanford University, bevor sie den Ruf an die Universität Mannheim annahm, wo sie seit 2010 tätig ist. 2013 wurde sie – als erster in Deutschland lehr­ender Wissenschaft­ler überhaupt – in das Herausgebergremium des Review of Economic Studies berufen, eine der fünf führenden Zeitschriften in den Wirtschafts­wissenschaften weltweit. Im gleichen Jahr bekam sie als erste Frau den angesehenen Gossen-Preis des Vereins für Socialpolitik. Für ihr Projekt „Gender Differences: A Macroeconomic Perspective“ erhielt sie 2012 einen Starting Grant des Europäischen Forschungs­rates ERC.

      
    Kontakt:

    Prof. Michèle Tertilt, Ph.D.
    Abteilung Volkswirtschafts­lehre
    Universität Mannheim
    Tel. +49-621-181-1902
    E-Mail: tertilt(at)uni-mannheim.de

     

    18-04-2017 14:08

  • Master program: New specialization in Competition and Regulation Economics – Application now open until April 30

    Starting in fall 2017, the Department of Economics will introduce the new 2-year Master’s program „Competition and Regulation Economics“ combining academic excellence with real-world relevance.

    This high-quality program offers specialized compulsory courses in Markets and Strategies, Empirical Industrial Organization, Competition Law, and the Interdisciplinary Competition and Regulation Seminar, complemented by a large number of electives and a tailor-made lecture series with talks by leading competition and regulation practitioners. Students benefit from various possibilities for internships, excursions, and other interactions with our partners Bundes­netzagentur, German Monopolies Commission, Competition Commission of Singapore, Deutsche Bahn, Deutsche Telekom, CompassLexecon, CRA, etc. Courses are taught by one of the world-leading faculties in the areas of competition and regulation economics, which are all members of the Mannheim Centre for Competition and Innovation (MaCCI). Career opportunities for graduates are excellent, e.g. in competition and regulatory authorities, companies in regulated sectors such as energy and telecommunications or consultancies.

    Contact:
    Sebastian Herdtweck, M.Sc.
    Tel.: +49 621 181 1763
    Fax: +49 621 181 2042
    E-mail: econgrad(at)uni-mannheim.de

     

    06-04-2017 12:35

  • Herausragende Qualität der Studien­gänge: Bachelor- und Master­studien­gang ohne Auflagen und ohne Empfehlungen reakkreditiert

    Nach der erfolgreichen Erstakkreditierung ihrer Studien­gänge im Jahr 2011 hat die Abteilung Volkswirtschafts­lehre im Frühjahrssemester 2016 das Reakkreditierungs­verfahren für den Bachelor- und Master­studien­gang durchlaufen. Die Akkreditierungs­kommission von evalag (Evaluations­agentur Baden-Württemberg) hat beide Studien­gänge im Februar 2017 reakkreditiert.

    Zitat aus dem Resümee der Gutachtergruppe:

    „... Die Gutachtergruppe würdigt den Einsatz der Hochschul­leitung, der Programm­verantwortlichen und der Lehr­enden bei der Ausgestaltung, der laufenden Organisation und der Weiter­entwicklung der Studien­gänge. Die im Rahmen der Begehung vorgefundenen Studien­bedingungen und die Infrastruktur sind ausgezeichnet und personell ist die Abteilung hervorragend aufgestellt.

    ... Stets war zu erkennen, dass die Abteilung sich intensiv mit den Empfehlungen der Akkreditierungs­kommission, die im Rahmen der Erstakkreditierung ausgesprochen worden sind, auseinandergesetzt hat und ihre Studien­gänge seitdem erfolgreich weiterentwickelt hat. 

    Das breite interdisziplinäre Angebot der anspruchsvollen Studien­gänge, das erkennbare Engagement der Lehr­enden, der Hochschul­leitung und der Studierenden an der Universität sowie der nationale und internationale Vernetzungs­grad der Hochschule überzeugten die Gutachtergruppe von der Fundiertheit und Attraktivität der Studien­gangs­konzepte. ...“

    Es handelt sich um das erste Akkreditierungs­verfahren in der Geschichte der evalag und an der Universität Mannheim, in dem weder eine Auflage noch eine Empfehlung für weitere Verbesserungen ausgesprochen wurden. 
      

    Akkreditierungs­urkunde Bachelor­studien­gang

    Akkreditierungs­urkunde Master­studien­gang

     

    25-02-2017 15:38

  • Prof. Dr. Jochen Streb ist neuer Sprecher der Abteilung Volkswirtschafts­lehre

    Am 1. Februar 2017 hat Prof. Dr. Jochen Streb, Inhaber des Lehr­stuhls für Wirtschafts­geschichte, das Amt des Sprechers der Abteilung Volkswirtschafts­lehre von seinem Vorgänger, Prof. Dr. Carsten Trenkler, übernommen. Stellvertretender Abteilungs­sprecher ist weiterhin Prof. Harald Fadinger, Ph.D. Der Abteilungs­vorstand wird komplettiert durch die beiden Studien­dekane Prof. Tom Krebs, Ph. D. und Prof. Dr. Henrik Orzen, die ihre Ämter ebenfalls fortführen.

     

    01-02-2017 12:13

  • Prof. Michelle Sovinsky, Ph.D. erhält ERC Consolidator Grant in Höhe von 1,2 Millionen Euro / Prof. Michelle Sovinsky, Ph.D. receives ERC Consolidator Grant worth 1.2 million Euros

    Prof. Michelle Sovinsky, Ph.D., Inhaberin des Lehr­stuhls für VWL, Wirtschafts­theorie und Behavioral Economics hat einen Consolidator Grant des Europäischen Forschungs­rates (ERC) für ihr Projekt FORENSICS erhalten. Darin untersucht sie das ökonomische Verhalten von Unternehmen und Konsumenten in Bezug auf Märkte, zu denen bzw. über die es nur begrenzt Zugang und Informationen gibt – wie Drogen oder Produktfälschungen. Mit dem Consolidator Grant ist eine Förderung von über 1,2 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren verbunden.

    Vergangene Woche hat die deutsche Regierung Cannabis als Arznei auf Kassenrezept zugelassen. Damit wird Schwerkranken künftig eine Behandlung mit der Droge ermöglicht. Über die vollständige Legalisierung von Cannabis – für medizinische Zwecke und für den persönlichen Gebrauch – denken neben Deutschland auch etwa zwanzig andere Länder nach. Doch diese Pläne werfen einige Fragen auf: Wenn Cannabis legalisiert wird, wie ändert sich das Konsumverhalten von Teenagern in Bezug auf Alkohol und Zigaretten? Und welche Auswirkungen wird diese Entwicklung auf die Gesundheit der Bevölkerung und die Steuereinnahmen eines Staates haben? Die Ersetzbarkeit von legalen und illegalen Produkten ist eine der Fragen, denen Prof. Michelle Sovinsky in ihrem EU-geförderten Projekt nachgeht. „Politiker wollen wissen, ob eine Erhöhung der Steuersätze auf Cannabis einen Einfluss auf den Konsum anderer Produkte haben würde“, erklärt Sovinsky.

    Illegale Produkte wie Rauschgift sind dabei nur ein Aspekt des Forschungs­vorhabens der amerikanischen Wissenschaft­lerin. Darüber hinaus beschäftigt sie sich mit nicht identifizierten Wettbewerbern und dem Markt für Produktfälschungen. Sie illustriert dessen Mechanismen am Beispiel von Luxushandtaschen. „Der Einfluss von Produktfälschern auf die strategischen Entscheidungen eines Unternehmens ist noch kaum erforscht“, sagt Sovinsky. Dabei liegt der Umsatz, der weltweit mit kopierter Ware erzielt wird, laut der Internationalen Handels­kammer bei 600 Milliarden US-Dollar im Jahr. Manche Hersteller wie Louis Vuitton veröffentlichen auf ihren Webseiten Hinweise, wie man eine Original-Handtasche von einer Fälschung unterscheidet. Andere freuen sich über kostenfreie Werbung – fundiertes wissenschaft­liches Wissen über das ökonomische Verhalten der Markenhersteller gibt es jedoch nicht.

    Ein weiterer Teilaspekt des ERC-Projekts sind illegale Wettbewerbs­praktiken: Was passiert beispielsweise, wenn ein großer Computer­chip-Hersteller einen kleineren Wettbewerber aus dem Markt drängt – auch wenn das mit Hilfe legaler Mittel geschieht? Dazu untersucht Sovinsky das Vorgehen des Markt­riesen Intel gegenüber dem kleineren Wettbewerber Advanced Micro Devices (AMD). 2005 klagte AMD gegen den Branchenführer, weil dieser zahlreiche Unternehmen davon abgehalten haben soll, Geschäfte mit AMD zu machen.

    „Mein Ziel ist es, Entscheidungs­trägern in der Politik konkrete Parameter an die Hand zu geben, um die Mechanismen der unbeobachteten Märkte besser einzuschätzen“, sagt die Volkswirtin. Dazu entwickelt sie, gestützt auf empirische Daten, neue Modelle zur Erklärung ökonomischen Verhaltens von Unternehmen und Konsumenten. „Mein Projekt hat das Potenzial, gesellschaft­liche Debatten anzuregen“, ist Sovinsky überzeugt. Im vergangenen Jahr fanden ihre Forschungs­ergebnisse zur Legalisierung von Cannabis etwa viel Beachtung in der italienischen Presse und trugen zur politischen Diskussion im ganzen Land bei. Anhand eines von ihr entwickelten ökonomischen Modells zeigte sie, dass der Cannabis-Konsum bei Minderjährigen steigen würde, wenn die Droge legal erhältlich wäre, aber dass man ihren Verbrauch mithilfe von Steuern regulieren kann.

    Der Rektor der Universität Mannheim, Prof. Dr. Ernst-Ludwig von Thadden, gratulierte Prof. Michelle Sovinsky zu ihrem Erfolg: „Wir sind stolz darauf, dass eine weitere Wissenschaft­lerin unserer Universität mit dem renommierten ERC-Grant ausgezeichnet wurde. In den vergangenen sechs Jahren hat die Mannheimer VWL insgesamt vier ERC-Grants erhalten. Die Preise bestätigen den hervorragenden Ruf, den die Universität Mannheim auf dem Gebiet der Wirtschafts­wissenschaften international genießt“.

    Zur Person
    Michelle Sovinsky ist seit 2015 Professorin für Volkswirtschafts­lehre an der Universität Mannheim. Zuvor absolvierte sie Forschungs­aufenthalte unter anderem in Australien, den Niederlanden und Italien. Zwischen 2009 und 2015 war sie als Associate Professor in der Schweiz tätig. Sie veröffentlichte zahlreiche Beiträge in renommierten internationalen Fach­zeitschriften, dar­unter American Economic Review, International Economic Review und Econometrica.

    Über den ERC Consolidator Grant
    Jedes Jahr wählt der European Research Council (ERC) der Europäischen Union die vielversprechendsten Forschungs­projekte aus, um sie mit einem Consolidator Grant zu fördern. Die Preise richten sich an exzellente Wissenschaft­ler/innen, deren Promotion zwischen sieben und zwölf Jahre zurückliegt. Die individuelle Förderung kann bis zu zwei Millionen Euro betragen.


    Kontakt:
    Prof. Michelle Sovinsky, Ph.D.
    Abteilung Volkswirtschafts­lehre
    Universität Mannheim
    D-68131 Mannheim
    Tel. +49 621 / 181-1832
    E-Mail: msovinsky@econ.uni-mannheim.de
    http://sovinsky.vwl.uni-mannheim.de



    Prof. Michelle Sovinsky, Ph.D. has been awarded a Consolidator Grant from the European Research Council (ERC) for her project entitled FORENSICS. The project addresses three markets in which unobserved behavior plays a crucial role: illicit drugs, co­unterfeit products and illegal competition. The grant amounts to 1.2 million Euros and is awarded for a period of five years.

    Last week, the German government voted to legalize marijuana, or cannabis, for medicinal purposes. Severely ill patients are now able to obtain the drug legally with a prescription. Germany joins more than 20 other countries that are currently exploring the possible benefits of legalization of cannabis – both for medicinal purposes and for personal use. Yet their plans raise a number of questions: If marijuana is legalized, how will teenagers for example change their use of other products, such as alcohol and cigarettes? And what implications will that have on health and tax revenues? Substitution between illicit and licit products is one of the topics addressed by Michelle Sovinsky in her ERC awarded project. “For policy makers it is extremely valuable to know whether an increase in marijuana taxes today will impact use across a portfolio of products in the future,” says Sovinsky.

    Illicit products such as drugs are just one part of Sovinsky’s ERC awarded project. The second research focus concerns product co­unterfeits and markets with unknown competitors. She illustrates its mechanisms on the example of luxury handbags. “We do not know a lot about how firms react to their rivals selling co­unterfeit products,” says Sovinsky. At the same time, the global turnover of fake products amounts to 600 billion US-dollars, according to the International Chamber of Commerce. Some of the luxury product makers such as Louis Vuitton give hints on their websites how to distinguish fake handbags from real ones. Others are happy about free advertising. Yet solid scientific findings about their economic behavior are still lacking.

    A third aspect of Michelle Sovinsky's research concentrates on illegal competition: when firms use legal means in an illegal way. What happens for example, when a large computer chip producer attempts to force a small rival out of the market – even if it happens by means of legal practices? Here, Sovinsky’s research is based on the real case of competition between market leader Intel and its smaller rival Advanced Micro Devices (AMD). Back in 2005, AMD sued Intel citing questionable business tactics Intel had been using against AMD.

    “My goal is to give policy makers tangible tools that accurately reflect the unobserved nature of this type of markets,” says the US-American researcher. To achieve this she collects empirical data and develops models to draw conclusions about the economic behavior of companies and consumers: “My project has the potential to make a sizeable impact on politics and society”, says Sovinsky. Last year for example, her research results were part of an ongoing debate in Italy about whether or not to legalize marijuana. Her publication was widely cited and commented on in leading Italian newspapers. The paper showed that marijuana consumption amongst teenagers would grow if the drug was legally available, but that their use could be controlled by tax rates.

    Prof. Dr. Ernst-Ludwig von Thadden, President of the University of Mannheim, congratulated Michelle Sovinsky on her award: “We are very proud that yet another scientist from our university has received this prestigious ERC grant. Over the past six years the Department of Economics in Mannheim has received four ERC grants. The awards confirm the excellent reputation in the field of economics that the University of Mannheim enjoys internationally.”

    About the award winner
    Michelle Sovinsky was appointed professor at the University of Mannheim in 2015, following research stays in Australia, the Netherlands and Italy. Between 2009 and 2015 she worked as associate professor in Switzerland. She is the author of a number of publications in renowned science journals such as American Economic Review, International Economic Review and Econometrica.

    About the ERC Consolidator Grants 
    The ERC Consolidator Grants are awarded to outstanding researchers of any nationality and age, with at least seven and up to 12 years of experience after their PhD, and a scientific track record showing great promise. Maximum individual funding is two million Euros per grant awarded for up to five years.


    Contact:
    Prof. Michelle Sovinsky, Ph.D.
    Department of Economics
    University of Mannheim
    D-68131 Mannheim
    Phone: +49 621 181-1832
    E-Mail: msovinsky@econ.uni-mannheim.de
    http://sovinsky.vwl.uni-mannheim.de

     

    31-01-2017 10:34

    News aus dem Jahr 2016

  • CDSE student Jan Sebastian Nimczik has won the 2016 Econ JM Best Paper Award by Unicredit & Universities Foundation

    CDSE student Jan Sebastian Nimczik has received the 2016 Econ Job Market Best Paper Award by the the Unicredit & Universities Foundation for his paper “Job Mobility Networks and Endogenous Labor Markets”. He is the third Mannheim Ph.D.-student to receive the prize in three consecutive years.

    This year's competition aimed at PhD candidates and PhD graduates participating in the Economics Job Market 2017 during the American Economic Association Annual Meeting. The award is endowed with a prize money of € 2,000.

    As a winner, Jan Sebastian Nimczik will have the possibility to present his paper during the annual symposium of the Spanish Economic Association in Bilbao from 15th to 17th December 2016 with the Foundation covering all travel expenses.

    Jan Sebastian Nimczik's paper had only recently been honored with the Young Labour Economist Prize 2016, awarded from the European Association of Labour Economists.

     

    29-11-2016 14:38

  • Prof. Klaus Adam, Ph.D. zum Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften gewählt

    Prof. Klaus Adam, Ph.D., Inhaber des Lehr­stuhls für VWL, Internationale Wirtschafts­beziehungen, ist zum ordentlichen Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften gewählt worden. Die Akademie würdigt damit seine hervorragenden wissenschaft­lichen Leistungen, insbesondere auf dem Gebiet der Geld- und Fiskalpolitik.

    Klaus Adam wurde 1971 geboren und studierte an der Universität Bonn Volkswirtschafts­lehre. Im Anschluss promovierte er am Europäischen Hochschul­institut in Florenz, wo er den Rotary-Preis für die beste VWL-Promotion der Universität der Jahre 1999-2002 erhielt. Er wurde an der Goethe-Universität Frankfurt habilitiert und arbeitete im Anschluss mehrere Jahre bei der Europäischen Zentralbank. Seit 2008 ist er Professor für Internationale Wirtschafts­beziehungen an der Universität Mannheim. Im Jahr 2011 erhielt er einen der renommierten Starting Grants des European Research Council. Klaus Adam ist zudem Forschungs­professor bei der Deutschen Bundes­bank.

    Die 1909 gegründete Heidelberger Akademie der Wissenschaften verfolgt das Ziel, die herausragenden Wissenschaft­ler des Landes zum fächer­übergreifenden Gespräch und gemeinsamer Grundlagenforschung zusammenzuführen. Dazu veranstaltet sie insbesondere wissenschaft­liche Tagungen sowie öffentliche Vortragsreihen und fördert den wissenschaft­lichen Nachwuchs. Die Akademie umfasst derzeit etwa 200 ordentliche und 80 korrespondierende Mitglieder fast aller Wissenschafts­disziplinen.


    Kontakt:
    Prof. Klaus Adam, Ph.D.
    Universität Mannheim
    Abteilung Volkswirtschafts­lehre
    Tel. +49-621-181 1808
    E-Mail (Sekretariat): sekretariatadam(at)uni-mannheim.de

     

    23-11-2016 12:27

  • Prof. Klaus Adam, Ph.D. mit dem Carl-Menger-Preis 2016 ausgezeichnet

    Prof. Klaus Adam, Ph.D., Inhaber des Lehr­stuhls für VWL, Internationale Wirtschafts­beziehungen, ist Preisträger des mit 20.000 Euro dotierten Carl-Menger-Preises 2016.

    Klaus Adam erhält den Preis für seine innovativen wissenschaft­lichen Arbeiten, mit denen er zum besseren Verständnis von Vermögenspreis­bewertungen, der Geldpolitik nahe der Nullzinsgrenze sowie des Zusammenwirkens von Geld- und Fiskalpolitik beigetragen hat. Seine aktive Beteiligung an der wirtschafts­politischen Diskussion hat darüber hinaus klärende Antworten zu aktuellen geldpolitischen Fragen geliefert.

    Klaus Adam wurde 1971 geboren und studierte an der Universität Bonn Volkswirtschafts­lehre. Im Anschluss promovierte er am Europäischen Hochschul­institut in Florenz, wo er den Rotary-Preis für die beste VWL-Promotion der Universität der Jahre 1999-2002 erhielt. Er wurde an der Goethe-Universität Frankfurt habilitiert und arbeitete im Anschluss mehrere Jahre bei der Europäischen Zentralbank. Seit 2008 ist er Professor für Internationale Wirtschafts­beziehungen an der Universität Mannheim. Im Jahr 2011 erhielt er einen der renommierten Starting Grants des European Research Council. Klaus Adam ist zudem Forschungs­professor bei der Deutschen Bundes­bank.

    Der nach dem österreichischen Ökonomen und Mitbegründer der österreichischen Schule benannte Carl-Menger-Preis wird von der Deutschen Bundes­bank, der Österreichischen Nationalbank sowie der Schweizerischen Nationalbank gemeinsam gestiftet und ist mit 20.000 Euro dotiert. Der Carl-Menger-Preis wird alle zwei Jahre vom Verein für Socialpolitik für innovative, internationale Forschungs­leistungen auf den Gebieten der monetären Makroökonomie, Geldpolitik und Währungs­politik vergeben.

     

    06-09-2016 14:54

  • Attraktive Neuerungen im Bachelor­studien­gang zum Herbstsemester 2016 - Bewerbung ist noch bis zum 15. Juli möglich

    Die Abteilung Volkswirtschafts­lehre führt zum Herbstsemester 2016 einige attraktive Neuerungen im Bachelor­studien­gang ein, von denen alle Studierenden profitieren können, die in 2016 ihr VWL-Studium in Mannheim beginnen (Studien­anfänger und Hochschul­wechsler):

    • Der Wahl­bereich des Studiums (sog. Spezialisierungs­bereich) wird um 12 auf nunmehr 65 bis 73 ECTS-Punkte (also mehr als ein volles Studien­jahr) erweitert. Dies erlaubt künftig noch weiter gehende Schwerpunktsetzungen und eine noch bessere individuelle Profilierung des Studien­abschlusses. 
    • Die Wirtschafts­geschichte ist künftig Bestandteil des ersten Studien­semesters. Sie bildet gemeinsam mit den „Grundlagen der Volkswirtschafts­lehre“ eine ideale Einführung in das Fach.
    • Der maximale Umfang interdisziplinärer Veranstaltungen im Rahmen des Spezialisierungs­bereichs wird von 36 auf 48 ECTS-Punkte erhöht. Damit werden auch größere Beifächer noch attraktiver und ganz allgemein erhöht sich die Vereinbarkeit von Beifach und Auslands­studium.
    • Gleichwohl ist es nach wie vor möglich, sich im Studium rein auf volkswirtschaft­liche Veranstaltungen zu konzentrieren.
    • Die Gestaltungs­optionen in den Beifächern Betriebs­wirtschafts­lehre, Politik­wissenschaft und Psychologie wurden nochmals erweitert.

    Damit wurde der Bachelor­studien­gang, der sich durch eine klare Struktur, eine qualitativ hochwertige Ausbildung, vielfältige Wahl­möglichkeiten, exzellente Studien­bedingungen und international kompatible Semesterzeiten (die ein Auslands­semester deutlich erleichtern) auszeichnet, nochmals verbessert. Bereits in der bisherigen Struktur des Studien­gangs ohne die oben beschriebenen Verbesserungen würden 92% der jüngsten Absolventinnen und Absolventen das VWL-Studium in Mannheim einer ihnen nahe stehenden Person empfehlen.

    In unserem online-Studien­führer wird bereits auf den aktualisierten Teil der Regelungen verwiesen. Sofern Sie auf eigene Faust das VWL-Web durchstöbern, achten Sie bitte darauf, dass Sie in den Bereichen „Wichtige Regeln und Prüfungs­ordnung“ sowie „Fach­studien­beratung“ die für Sie geltenden Seiten mit dem Vermerk „Einschreibung ab 2016“ verwenden.  

    Sie sind sich noch nicht 100 Prozent sicher über das richtige Studien­fach? Lesen Sie hier, warum das Studium der Volkswirtschafts­lehre in Mannheim die richtige Entscheidung für Sie sein kann.

     

    21-06-2016 14:23

  • Stiftung Geld und Währung unterstützt die Universität Mannheim bei der Einrichtung eines neuen Forschungs­schwerpunktes mit 1,5 Millionen Euro

    Graduiertenkolleg „Geld und Währung“ an der Graduate School of Economics and Social Sciences (GESS) startet im September 2016


    Die Doktoranden­ausbildung an der Graduate School of Economics and Social Sciences (GESS) der Universität Mannheim wird mit dem Graduiertenkolleg „Geld und Währung“ künftig um einen interdisziplinären Schwerpunkt erweitert. Die „Stiftung Geld und Währung“ fördert dabei Promovierende mit Stipendien in Gesamthöhe von 1,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren. Rund 20 Doktorandinnen und Doktoranden können jährlich in das Programm aufgenommen werden.

    Durch die Zusammenarbeit von renommierten Juristen, Volks- und Betriebs­wirten sollen Doktoranden nach internationalen Standards ausgebildet und praktisch verwertbare Er­kenntnisse im Bereich Geld und Währung produziert werden. Langfristiges Ziel ist es, die Expertise in diesem Themen­bereich in Forschung und Praxis systematisch auszubauen. „Das Promotions-Stipendien­programm erlaubt es uns, unsere exzellente Forschung und Ausbildung auf dem Gebiet „Geld und Währung“ weiter voranzutreiben und die GESS als eine der führenden Graduiertenschulen in Deutschland auf diesem Gebiet zu etablieren“, erklärt Professor Klaus Adam, Inhaber des Lehr­stuhls für Volkswirtschafts­lehre, Internationale Wirtschafts­beziehungen, der die Federführung bei der Konzeption des Graduiertenkollegs innehatte.

    Im Zuge der Erweiterung des Ausbildungs­programms der GESS und der stärkeren Verzahnung der Jura mit den Bereichen BWL und VWL soll nicht nur das Kursangebot im Doktoranden­programm weiter ausgebaut werden, es sollen auch zusätzliche Stellen für Juniorprofessoren geschaffen werden. Darüber hinaus sollen Kurse der Bereiche VWL, BWL und Jura für die Promotions­studierenden der jeweils anderen Fach­bereiche geöffnet werden, gemeinsame fächer­übergreifende Veranstaltungen stattfinden und studien­begleitende Workshops mit Praktikern durchgeführt werden.

    Am Graduiertenkolleg „Geld und Währung“ beteiligt sind die Abteilung Volkswirtschafts­lehre mit dem Center for Doctoral Studies in Economics (CDSE), die Betriebs­wirtschafts­lehre mit dem Bereich Finance am Center for Doctoral Studies in Business (CDSB) sowie die Abteilung Rechts­wissenschaft mit sieben Professoren, die einen Forschungs­schwerpunkt im Themengebiet Geldpolitik und Finanzwesen haben.

    Die Graduate School of Economics and Social Sciences wurde 2007 im Rahmen der Exzellenz­initiative des Bundes und der Länder gegründet. Sie gliedert sich in die drei Zentren Center for Doctoral Studies in Business (CDSB), Center for Doctoral Studies in Economics (CDSE) und Center for Doctoral Studies in Social and Behavioral Sciences (CDSS). Dabei ist die GESS die einzige Graduiertenschule in Deutschland, die den Austausch von Ideen und Forschungs­ansätzen über die Grenzen der Einzeldisziplinen hinweg fördert. Die Ausbildung erfolgt auf höchstem internationalem Niveau.

    Die Stiftung Geld und Währung, die auf der Grundlage eines speziellen Bundes­gesetzes tätig ist, hat das Ziel, das Bewusstsein in der Öffentlichkeit für die Bedeutung stabilen Geldes zu erhalten und zu fördern. Das Stiftungs­vermögen stammt aus dem Verkauf der 1-DM-Goldmünzen im Jahr 2001, die aus Anlass der Einführung des Euro-Bargelds zum Gedenken an die D-Mark ausgegeben wurden. Ihrem Auftrag kommt die Stiftung vor allem als Förderin der Wissenschaften nach. Sie initiiert und unterstützt ausgewählte Projekte, die sich der ökonomischen und juristischen Forschung und Lehre auf dem Gebiet des Geld-, Währungs- und Notenbankwesens widmen und einen Beitrag zur wissenschaft­lichen Fundierung und breiten Verankerung einer stabilitäts­orientierten Notenbankpolitik leisten. „Mit der jetzigen Vereinbarung bietet die Universität Mannheim jungen Wissenschaft­lerinnen und Wissenschaft­lern exzellente Rahmenbedingungen für einen neuen attraktiven Forschungs­schwerpunkt von hoher Politikrelevanz, der auch im internationalen Kontext neue Maßstäbe setzen wird“, betont Gerhard Ziebarth, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Geld und Währung.


    Kontakt:
    Prof. Klaus Adam, Ph.D.
    Universität Mannheim
    Abteilung Volkswirtschafts­lehre
    Tel. +49-621-181 1808
    E-Mail (Sekretariat): putz(at)uni-mannheim.de


    Katja Bär
    Leitung Kommunikation und Fundraising
    Pressesprecherin
    Universität Mannheim
    Tel. +49 (0) 621 / 181-1013
    E-Mail: baer(at)uni-mannheim.de

     

    24-05-2016 13:40

  • Professor Achim Wambach, Ph.D. übernimmt Professur für Volkswirtschafts­lehre

    Professor Achim Wambach, Ph.D. übernimmt am 1. April eine Professur für Volkswirtschafts­lehre an der Universität Mannheim. Gleichzeitig tritt er sein Amt als Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschafts­forschung (ZEW) an. Professor Achim Wambach, Ph.D. folgt damit auf Prof. Dr. Clemens Fuest, der zum 31. März an das ifo Institut in München gewechselt ist.

    „Es freut uns sehr, dass Professor Wambach den Ruf an die Universität Mannheim angenommen hat. Die bereits bisher ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen Universität und ZEW wird hierdurch noch intensiver und der Wissenschafts­standort Mannheim weiter gestärkt“, sagte der Rektor der Universität Mannheim, Prof. Dr. Ernst- Ludwig von Thadden, anlässlich der Vertrags­unterzeichnung im ZEW.

    Achim Wambach war zuvor Professor für Volkswirtschafts­lehre und Direktor des Instituts für Wirtschafts­politik an der Universität zu Köln. Er hat in Köln Physik und Mathematik studiert und anschließend an der Universität Oxford in Physik promoviert. Nach einem Master of Science in Economics an der London School of Economics hat er sich in München für das Fach Volkswirtschafts­lehre habilitiert. Von 2001 bis 2005 war er Professor für Volkswirtschafts­lehre an der Universität Erlangen-Nürnberg, bevor er nach Köln wechselte.

    In seiner Forschung beschäftigt sich Achim Wambach mit Informations­problemen auf Märkten. Dabei arbeitet er mit Methoden des Markt­designs und beschäftigt sich unter anderem mit Auktions-, Energie-, Telekommunikations- und Versicherungs­märkten.

    2014 wurde Achim Wambach zum Mitglied der Monopol­kommission ernannt. Neben zahlreichen weiteren Ämtern ist er seit 2006 Mitglied im wissenschaft­lichen Beirat beim Bundes­ministerium für Wirtschaft und Energie und war in den Jahren 2012 bis 2015 Vorsitzender dieses Beirats. Achim Wambach ist designierter Vorsitzender des Vereins für Socialpolitik.

     

    01-04-2016 07:48

  • QS Subject Rankings 2016: Abteilung Volkswirtschafts­lehre ist eine der 50 besten VWL-Fakultäten weltweit

    Im „QS World University Rankings by Subject“ hat sich die Abteilung Volkswirtschafts­lehre der Universität Mannheim unter den 50 weltbesten Fakultäten ihres Fach­gebiets platz­iert. In dem am 22.03.2016 von der Firma QS Quacquarelli Symonds veröffentlichten Fächerranking konnte die Abteilung Volkswirtschafts­lehre zudem im Bundes­vergleich den ersten Platz erzielen und ist als einzige deutsche Fakultät in der Gruppe der besten 50 vertreten.

    „Diese Platz­ierung unter den 50 besten volkswirtschaft­lichen Fakultäten der Welt ist ein weiterer erfreulicher Beleg für die hervorragende Qualität unserer Forschung und Lehre“, kommentiert Prof. Dr. Carsten Trenkler, Sprecher der Mannheimer Abteilung Volkswirtschafts­lehre. „Einen solchen Platz erlangt man nur durch herausragende, weltweit rezipierte Forschungs­leistungen, eine breite internationale Anerkennung durch Fach­kollegen und eine Ausbildungs­qualität, die Arbeitgeber nachhaltig überzeugt. Ich beglückwünsche an diesem Tag alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Abteilung zu diesem Erfolg.“

    Die Spitzenposition der Kern­bereiche der Universität Mannheim wurde in den letzten Jahren bereits in anderen Rankings sichtbar. So erreicht die Universität Mannheim bspw. im aktuellen Förderatlas der Deutschen Forschungs­gemeinschaft in den Wirtschafts- und Sozial­wissenschaften mit einer Fördersumme von 23,6 Millionen Euro den ersten Platz.

    Dass die Forschung an der Universität Mannheim auf Augenhöhe mit internationalen Spitzen­universitäten ist, belegten im letzten Jahr auch die Ergebnisse des internationalen Times Higher Education World University Rankings 2015/2016. Bewertet wurden die fünf Bereiche Lehre, Forschung, Forschungs­einfluss, Internationalität und Wissenstransfer. Gleich in vier der fünf Kategorien hat die Universität Mannheim hervorragend abgeschnitten: In den Bereichen Forschung (Research) und Forschungs­einfluss (Citations) gehört die Universität Mannheim zu den besten 20 Prozent weltweit. In der Wertung Wissenstransfer (Industry Income) ist sie sogar unter den besten 10 Prozent platz­iert. Auch im Bereich Internationalisierung (International Outlook) schneidet die Universität Mannheim hervorragend ab.

    Das „QS World University Rankings by Subject“ wird jährlich online veröffentlicht und bezieht Reputations­umfragen, bibliometrische Analysen sowie Arbeitgeber­befragungen mit in die Bewertung ein. Das ausführliche Ranking ist abrufbar unter:

    http://www.topuniversities.com/subject-rankings/2016

     

    23-03-2016 13:43

  • Abteilung Volkswirtschafts­lehre trauert um ihren emeritierten Kollegen Prof. Dr. Hans H. Nachtkamp

    Am 5. März 2016 verstarb Prof. Dr. Hans H. Nachtkamp im Alter von 85 Jahren. Er war von 1974 bis 1995 Inhaber des Lehr­stuhls für Volkswirtschafts­lehre I und vertrat in diesem Zeitraum an der Abteilung Volkswirtschafts­lehre der Universität Mannheim das Fach Finanz­wissenschaft in Forschung und Lehre.

    Nach seinem Abitur 1950 schlug Prof. Dr. Hans H. Nachtkamp zunächst eine nicht-wissenschaft­liche Laufbahn ein. Er schloss eine kaufmännische Lehre ab und war anschließend kaufmännischer Angestellter in verschiedenen Unternehmen. Im Sommersemester 1959 nahm er das Studium der Volkswirtschafts­lehre an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster auf und beendete es bereits im Wintersemester 1962/63 als Diplom-Volkswirt. Es folgte eine wissenschaft­liche Laufbahn mit Dissertation und Habilitation in Münster bei seinem akademischen Lehrer Prof. Dr. Herbert Timm. Im Januar 1974 erhielt Prof. Dr. Hans H. Nachtkamp einen Ruf auf den Lehr­stuhl Volkswirtschafts­lehre I der Universität Mannheim und wurde im Juli 1974 zum ordentlichen Professor ernannt.

    Er war „mit Leib und Seele“ Finanz­wissenschaft­ler. Themen wie Besteuerung und Subventionen öffneten ihm nicht nur den Weg zur Mittelstandpolitik, sondern auch in die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Er war Mitglied im Vorstand des Instituts für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim und Anfang der 1990er Jahre Mitglied der Experten­kommission Wohnungs­politik im Bundes­ministerium für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau. Es war ihm stets ein besonderes Anliegen, wissenschaft­liche Er­kenntnisse auf praxisbezogene Fragestellungen anzuwenden. So gründete er 1982 das wohnungs- und immobilienwirtschaft­liche Seminar, das bis heute mit regem Interesse von Vertreterinnen und Vertretern von Wohnungs­bau­gesellschaften und Stadtverwaltungen, Wissenschaft­lerinnen und Wissenschaft­lern sowie Studierenden aus unterschiedlichen Disziplinen besucht wird.

    Große Verdienste hat Prof. Dr. Hans H. Nachtkamp beim Aufbau der wirtschafts­wissenschaft­lichen Fakultät der Universität Dresden erworben. So organisierte er Anfang der 1990er Jahre die Lehre von Mannheimer Wissenschaft­lern in Dresden: Die „Reisenden in Sachen VWL“ absolvierten dabei jeweils eine Woche Lehre abwechselnd in Dresden und Mannheim, wobei sie an beiden Orten doppelte Veranstaltungen unterrichten mussten, um den kompletten Vorlesungs­stoff vermitteln zu können. Die TU Dresden dankte Prof. Dr. Hans H. Nachtkamp sein enormes Engagement später mit der Bestellung zum Honorarprofessor.

    Auch nach seiner Entpflichtung 1995 blieb er der Volkswirtschafts­lehre verbunden. Mit vollem Herzen widmete er sich dem wohnungs- und immobilienwirtschaft­lichen Seminar, und solange ihm dies möglich war, besuchte er die Vorträge und nahm rege an den Diskussionen teil.

    Als Jugendlicher träumte Prof. Dr. Hans H. Nachtkamp oft vom Studium der Musik und der Schauspielerei, stand auch selbst einmal für Schillers „Räuber“ auf der Bühne. Und auch wenn er später in der Wissenschaft seine wahre Berufung fand, widmete er sich, wann immer es ihm die knappe Zeit erlaubte, dem Orgelspiel und der Liturgie-Kunde. Vor allem der Gregorianische Choral faszinierte ihn, und so beschäftigte er sich nach seiner Emeritierung gerne mit der Restitution mittelalterlicher Melodien. Sein Motto: „Wer behauptet denn ernsthaft, ein gestandener Mensch könne nur in einem Fach arbeiten!“

    Die Mitglieder der Abteilung Volkswirtschafts­lehre werden ihrem Kollegen, akademischen Lehrer und Freund ein ehrendes Andenken bewahren.

     

    10-03-2016 07:27

    News aus dem Jahr 2015

  • CDSE student Christoph Siemroth has won the 2015 Econ JM Best Paper Award by Unicredit & Universities Foundation

    CDSE student Christoph Siemroth has received the 2015 Econ Job Market Best Paper Award by the the Unicredit & Universities Foundation for his paper on “The informational content of prices when policy makers react to financial markets”.

    The competition aimed at PhD candidates and PhD graduates participating in the Economics Job Market 2016 during the American Economic Association Annual Meeting. The award is endowed with a prize money of € 2,000.

    As a winner Christoph Siemroth will have the possibility to present his paper during the annual symposium of the Spanish Economic Association in Girona from 10 to 12 December 2015 with the Foundation covering all travel expenses.

    Christoph Siemroth is the second prize winner after Stefan Weiergräber, who won the Econ Job Market Best Paper Award in 2014, when it was awarded for the first time.

     

    20-11-2015 13:59

  • Dr. Carsten Jentsch in das Elite­programm der Landes­stiftung Baden-Württemberg aufgenommen

    Zur Unterstützung seiner Forschungs­arbeit über Zeitreihen­modellierung dynamischer Netzwerke erhält Dr. Carsten Jentsch 88.000 Euro aus dem Elite­programm für Postdoktorandinnen und Postdoktoranden der Landes­stiftung Baden-Württemberg.

    Dr. Carsten Jentsch wurde im Dezember 2010 an der TU Braunschweig promoviert und ist seit 2011 als Postdoktorand an der Mannheimer Abteilung Volkswirtschafts­lehre tätig. Im Wintersemester 2014/15 hat er die Professur für Mathematische Statistik an der Universität Bayreuth vertreten und seit Februar 2015 vertritt er den Lehr­stuhl für Statistik in Mannheim. Seine Forschungs­schwerpunkte liegen in den Bereichen multivariate und frequenz­basierte Zeitreihenanalyse, Bootstrap­verfahren für abhängige Daten, Statistische Analyse von Textdaten sowie Stochastische Netzwerke. Im Rahmen des von der Landes­stiftung unterstützten Forschungs­vorhabens wird er stochastische Modelle für dynamische Netzwerke entwickeln und hierfür statistische Methoden herleiten. Dabei werden Modellierungs­ansätze aus der Zeitreihenanalyse zur Anwendung kommen, um dynamische Netzwerke zu beschreiben. Damit sollen insbesondere statistische Methoden entwickelt werden, die eine Analyse von Abhängigkeiten über die Zeit in Netzwerken ermöglichen.

    Mit dem Elite­programm unterstützt die Landes­stiftung Baden-Württemberg außergewöhnliche Forschungs­vorhaben und besonders engagierte und be­fähigte Nachwuchs­wissenschaft­ler/innen auf ihrem Weg zur Hochschul­professur. Die Landes­stiftung arbeitet dabei mit der Heidelberger Akademie der Wissenschaften zusammen. Erst 2014 war ein weiteres Mitglied der Abteilung, Prof. Katja Maria Kaufmann, Ph.D., in das Elite­programm der Landes­stiftung aufgenommen worden.


    Kontakt:
    Dr. Carsten Jentsch
    Abteilung Volkswirtschafts­lehre
    Universität Mannheim
    L 7, 3-5
    68131 Mannheim
    Tel.: 0621 181 1938
    eMail: cjentsch(at)mail.uni-mannheim.de

     

    30-10-2015 10:30

  • Prof. Ulrich Wagner, Ph.D. erhält den Erik Kempe Award

    Für seinen Aufsatz „Industry Compensation under Relocation Risk: A Firm-level Analysis of the EU Emissions Trading Scheme“ hat Prof. Ulrich Wagner, Ph.D. den Erik Kampe Award 2015 erhalten. Die Europäische Vereinigung der Umwelt- und Ressourcenökonomen und die Universität Umeå in Schweden haben ihn und die drei Co-Autoren Ralf Martin, Mirabelle Muuls und Laure de Preux (alle drei Imperial College London) für „einen signifikanten Beitrag zum Verständnis und zur Lösung eines wichtigen wirtschaft­lichen Problems“ ausgezeichnet, wie es in der Begründung der Jury heißt. Der Preis ist mit 100.000 Schwedischen Kronen (umgerechnet 10.700 Euro) dotiert.

    Die prämierte Studie beschäftigt sich mit dem Europäischen Zertifikathandel für CO2 Emissionen. Durch den Kauf von Zertifikaten entstehen den beteiligten Firmen zusätzliche Kosten. Um eine Standortverlagerung ins Ausland zu verhindern, erhalten Firmen in bestimmten Industriezweigen den Großteil der benötigten Zertifikate umsonst. Die Studie zeigt, dass die aktuellen Kriterien der Europäischen Kommission für die Zuteilung von Gratiszertifikaten zu großzügig sind und dass es effizientere Regeln für eine Kostenkompensation gäbe. Die Jury würdigte, dass die Untersuchung und die gefundenen Ergebnisse nicht nur akademischen Wert haben, sondern auch für politische Entscheider im Hinblick auf eine effektivere Klimapolitik relevant sind. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse der Studie im August 2014 in der renommierten Zeitschrift „American Economic Review“.

    Durch die Unterstützung der Kempe Foundation wurde der Erik Kempe Award in Environmental and Resource Economics im Jahr 1995 ins Leben gerufen und wird seither alle zwei Jahre an den Autor einer herausragenden Studie zu einem umweltökonomischen Thema vergeben. Voraussetzung ist, dass durch den Award ausgezeichnete Studien in einer wissenschaft­lichen Fach­zeitschrift veröffentlicht wurden und mindestens einer der Autoren in Europa arbeitet. Gewinner des Erik Kempe Awards werden dazu eingeladen, an der Universität Umeå Lesungen und Seminare zu halten.

    Prof. Ulrich Wagner, Ph.D. hat seit August den Lehr­stuhl für VWL, Quantitative Ökonomik an der Universität Mannheim inne. Seine Forschungs­schwerpunkte liegen in den Bereichen Umweltökonomik, Industrieökonomik und Finanz­wissenschaft.


    Kontakt
    Prof. Ulrich Wagner, Ph.D.
    Lehr­stuhl für VWL, Quantitative Ökonomik 
    Tel.  +49 (0)621 / 181-1420
    Web: wagner.vwl.uni-mannheim.de

     

    28-10-2015 14:11

  • DFG-Bewilligungen: Universität Mannheim auf Platz eins in den Sozial- und Verhaltens­wissenschaften

    Der DFG-Förderatlas 2015 zeigt: Keine andere deutsche Universität hat von 2011 bis 2013 mehr DFG-Gelder in den Sozial- und Verhaltens­wissenschaften eingeworben als die Universität Mannheim. Mit einer Fördersumme von 23,6 Millionen Euro belegt die Universität Mannheim im aktuellen Förderatlas der Deutschen Forschungs­gemeinschaft mit ihren profilbildenden Kern­bereichen den ersten Platz.

    8,1 Millionen Euro der Gesamtsumme hat die Universität Mannheim allein in den Wirtschafts­wissenschaften eingeworben und hat damit die Universität Bonn und die HU Berlin auf die Ränge zwei und drei verwiesen.

    Im Forschungs­feld Sozial­wissenschaften, das sich aus den drei Fächern Soziologie, Kommunikations- sowie Politik­wissenschaft zusammensetzt, belegt Mannheim mit 13,1 Millionen Euro Fördersumme Rang zwei, knapp hinter der Universität Bremen.

    „Ich bin sehr stolz auf diese Universität“, kommentiert der Rektor Prof. Dr. Ernst-Ludwig von Thadden das Ergebnis. „In den Statistiken der Gesamtfördersummen, die von den großen Volumina in den Natur- und Lebens­wissenschaften und der Medizin dominiert werden, gerät die Universität Mannheim leicht ins Hintertreffen. Doch die großen Fragen der Sozial- und Verhaltens­wissenschaften – wie verhält sich der Einzelne, was bewegt Gesellschaft und Politik und wie funktioniert die Wirtschaft? – sind für eine Gesellschaft von größter Bedeutung, und hier dokumentiert der neue Förderatlas die Führungs­position unserer Universität in Deutschland eindrucksvoll. Dies ist auch das Ergebnis der konsequenten Profilbildung der Universität Mannheim seit über zehn Jahren.“

    Was wurde gefördert?

    Die Universität Mannheim profitiert bei der Förderung insbesondere von der Sichtbarkeit des Mannheimer Zentrums für Europäische Sozialforschung (MZES), der größten sozial­wissenschaft­lichen Forschungs­einrichtung einer deutschen Universität. Rund 100 Forscherinnen und Forscher untersuchen am MZES soziale und politische Entwicklungen in Europa. Dazu kommen der DFG-Sonderforschungs­bereich 884 zur „Politischen Ökonomie von Reformen“, der SFB Transregio „Governance and the Efficiency of  Economic Systems“ und die Graduiertenschule GESS der Exzellenz­initiative, in der Doktorandinnen und Doktoranden in den Wirtschafts- und Sozial­wissenschaften ausgebildet werden.

    In der Psychologie ist die Forschergruppe „Entscheiden im Kontext“ zu nennen, deren Projekte erforschen, wie wir Entscheidungen treffen: etwa, wenn wir verschiedene Informationen wie die Qualität und den Preis eines Produktes gegeneinander abwägen. In den Wirtschafts­wissenschaften sind neben den genannten Großforschungs­projekten vor allem das mit der Universität Heidelberg betriebene Graduiertenkolleg für Statistik: „Statistische Modellierung komplexer Systeme und Prozesse“ und das DFG-Schwerpunkt­programm zu Finanzmärkten und Makroökonomie zu nennen.

    Mit rund 7 Millionen Euro Förderung im Berichtszeitraum ist der Sonderforschungs­bereich „Politische Ökonomie von Reformen“ Spitzenreiter der Mannheimer Drittmittel­projekte. Das interdisziplinäre 60-köpfige Team um Prof. Dr. Thomas König setzt sich zusammen aus Politik­wissenschaft­lern, Soziologen, Volkswirten und Informatikern. Gemeinsam untersuchen sie die Ursachen für Erfolg und Scheitern von Reformen, die individuellen Interessen von Wählern, Interessengruppen, Parteien und Regierungen sowie ihre jeweilige Rolle im politischen Prozess.

    Weitere Informationen zum DFG Förderatlas:
    Der DFG Förderatlas erscheint alle drei Jahre und ist die umfassendste Zahlen- und Datensammlung zur öffentlich finanzierten Forschung in Deutschland. In der aktuellen Ausgabe wurde der Zeitraum 2011 bis 2013 erfasst. Der Förderatlas 2015 ist über die Website der DFG erhältlich. Die Tabelle auf S. 126 des PDF gibt Mannheims DFG-Bewilligungen wieder.

    Kontakt:
    Katja Bär
    Universität Mannheim
    Leiterin Kommunikation und Fundraising
    Pressesprecherin
    Tel. ++49 (0) 621 / 181 - 1013
    E-Mail: baer@uni-mannheim.de

     

    14-09-2015 14:28

  • Jahreskongress der European Economic Association findet an der Universität Mannheim statt – Über 1.000 Teilnehmer erwartet, dar­unter mehrere Nobelpreisträger und zahlreiche weltweit führende Ökonomen

    Vom 24. bis 27. August findet an der Universität Mannheim der 30. Jahreskongress der European Economic Association (EEA) statt. Hierfür haben sich bereits über 1.000 Teilnehmer registriert, dar­unter auch mehrere Nobelpreisträger sowie zahlreiche weltweit führende Ökonomen.

    Einer der bekanntesten Wissenschaft­ler der Tagung wird Jean Tirole sein. Der französische Ökonom und ehemalige Präsident der European Economic Association ist 2014 mit dem Wirtschafts­nobelpreis ausgezeichnet worden. 2011 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Mannheim. Bei der Plenarsitzung am Donnerstag wird er mit Jean-Charles Rochet (Zürich), Nobelpreisträger Eric Maskin (Harvard) und Sir John Vickers (Oxford) über „Market Failures and Public Policy“ diskutieren.

    Die Presidential Address, in diesem Jahr gehalten von EEA-Präsidentin Rachel Griffith (Manchester), thematisiert die steigende Anzahl von Menschen mit schwerem Übergewicht (Adipositas). Giancarlo Corsetti (Cambridge) wird in der Schumpeter Lecture auf Geldpolitik und sogenannte „self-fullfilling debt crises“ eingehen, also Schuldenkrisen, die aus der Furcht vor einer Krise resultieren. Ilya Segal (Stanford) wird in der Marshall Lecture über Eigentumsrechte und Verhandlungs­poker sprechen.

    Die EZB-Podiumsdiskussion trägt den Titel „Non-Standard Monetary Policy Measures“. Hier diskutieren Sir Charles Bean (ehemaliger Deputy Governor für Geldpolitik, Bank of England), Vítor Constâncio (EZB-Vizepräsident), Lucrezia Reichlin (London Business School) und Hyun Song Shin (Ökonomischer Berater und Leiter der Abteilung Research der Bank for International Settlements). In einer weiteren Session wird die Rolle der verschiedenen ökonomischen Theorien in der Eurokrise untersucht. Diskutieren werden Markus Brunnermeier und Harold James (beide Princeton), Volker Nocke (Mannheim) und Peter Praet (Mitglied des EZB-Direktoriums).

    In der Session „Academia to Public Policy: What Should we Teach our Students?” debattieren Sir Charles Bean, Margaret Bray (beide LSE), Andreu Mas-Colell (Wirtschafts- und Wissenschafts­minister der Regierung Katalonien und Ökonomieprofessor an der Universität Pompeu Fabra in Barcelona) und Nobelpreisträger Sir Christopher Pissarides (LSE).

    Die Invited Sessions bieten die Möglichkeit, sich zu weiteren ökonomischen und gesellschaft­lichen Themen zu informieren, unter anderem aus den Gebieten Wirtschafts­politik und kindliche Entwicklung, Innovation und Wirtschafts­geschichte, Entwicklungs­politik, internationale Handels­politik, ökonomische Geografie, behavioristische Industrieökonomik, dynamische Mikroökonometrie, Industriedynamik, Finanzkrisen, Wachstum und Einkommensverteilung, Sozial­versicherungs­programme und Arbeits­markt, Kommunikation in Spielen sowie Asset Pricing. Viele weitere ökonomische Themen werden in den Contributed Sessions behandelt. In mehr als 1.000 Präsentationen stellen internationale Ökonomen wichtige Anwendungs­felder der Volkswirtschafts­lehre vor, bspw. in den Gebieten Geldpolitik, Finanzregulierung, Steuerpolitik, Gesundheitsökonomie, Familienpolitik, Erziehung, Arbeits­markt­politik, Produktivität, Handels­politik, Klimawandel, Migrations­politik, Mindest­lohn, Armut, soziale Ungleichheit sowie Wachstum und Entwicklung. Andere Sessions richten den Fokus auf aktuelle Entwicklungen in der ökonomischen Theorie, der Ökonometrie, der experimentellen Ökonomie und der Ökonomiegeschichte. Die Vorträge skizzieren Lösungs­wege für die Zukunft der Angewandten Volkswirtschafts­lehre und der Politikanalyse.

    Weitere Informationen zu den einzelnen Vorträgen, den wissenschaft­lichen Artikeln und zum Programm finden Sie unter www.eeassoc.org. Bei Fragen zur Akkreditierung wenden Sie sich bitte an Gemma Prunner-Thomas, EEA General Manager, congress@eeassoc.org.

    Wenn Sie ein Interview mit einem Wissenschaft­ler vereinbaren möchten, kontaktieren Sie bitte Romesh Vaitilingam (Medienberater der EEA), romesh@vaitilingam.com.

    Die European Economic Association (EEA) ist eine internationale Wissenschafts­vereinigung mit mehr als 3.100 Mitgliedern. Der Organisation beitreten kann jeder, der sich beruflich oder privat mit Ökonomie beschäftigt oder an Fragen der Ökonomie interessiert ist. Die EEA unterstützt die wissenschaft­liche Forschung und hat das Ziel, die Kommunikation und den Austausch zwischen Forschern, Dozenten, Doktoranden und Studierenden der Ökonomie zu verbessern. Der Jahreskongress soll insbesondere eine Plattform für ökonomische Diskussionen bieten. Sechsmal jährlich veröffentlicht die EEA das Journal of the European Economic Associatiation (JEEA). Weitere Informationen zur EEA finden Sie unter www.eeassoc.org oder erhalten Sie per e-Mail an Gemma Prunner-Thomas, admin@eeassoc.org.

     

    18-08-2015 12:50

  • Bachelor­studien­gang startet mit zwei attraktiven Verbesserungen in das Herbstsemester 2015

    Die Abteilung Volkswirtschafts­lehre hat auch im akademischen Jahr 2014/15 an der weiteren Verbesserung ihres Bachelor­studien­gangs gearbeitet und startet mit zwei attraktiven Neuerungen in das Herbstsemester 2015:

    • Ab dem Herbstsemester 2015 erhalten die Studierenden der Volkswirtschafts­lehre eine weitgehend eigenständige mathematische Grundausbildung. Nur die Finanzmathematik wird künftig noch gemeinsam mit Studierenden anderer Fach­richtungen besucht. Die neu eingerichtete Veranstaltung Analysis und Lineare Algebra A wendet sich ausschließlich an Studierende der VWL und vermittelt noch gezielter die für das erfolgreiche Studium der VWL erforderlichen mathematischen Kompetenzen. (Hier finden Sie Erläuterungen zu den von uns aus der Gymnasialstufe vorausgesetzten Kenntnissen sowie Empfehlungen zu deren Auffrischung.)
    • Im Rahmen des Beifachs Betriebs­wirtschafts­lehre können ab dem Herbstsemester 2015 auch einzelne Wahl­veranstaltungen besucht werden. Aktuelle Informationen finden Sie auf dieser Webseite.

    Bewerbungen zum Studien­start im Herbst 2015 sind noch bis zum 15. Juli möglich.

    Sie sind sich noch nicht 100% sicher, ob VWL das richtige Studien­fach für Sie ist? Oder Mannheim der richtige Ort für Ihr VWL-Studium? Vielleicht helfen Ihnen diese Argumente bei der Abwägung. Unser online-Studien­führer stellt Ihnen darüber hinaus weitere Informationen und Entscheidungs­grundlagen zur Verfügung. Informationen zu unseren konkurrenzlos vielfältigen Austausch­programmen finden Sie im online-Auslands­studien­führer. Wenden Sie sich bei Fragen gerne an unser Studien­gang­management.

     

    25-06-2015 13:25

  • Prof. Anna Raute, Ph.D. hat den UWIN Best Paper Award on Gender Economics erhalten

    Prof. Anna Raute, Ph.D., Inhaberin der Juniorprofessur für Volkswirtschafts­lehre, Angewandte Finanz­wissenschaft hat den diesjährigen UWIN Best Paper Award on Gender Economics erhalten. Sie wurde damit für ihre Arbeit „Do financial incentives affect fertility – Evidence from a reform in maternity leave benefits“ ausgezeichnet, verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. Prof. Raute untersucht in ihrer Arbeit die Auswirkungen des 2007 in Deutschland eingeführten einkommensabhängigen Elterngelds auf die Geburtenzahlen.

    Der bereits zum fünften Mal ausgeschriebene Best Paper Award auf dem Gebiet der Ökonomik der Geschlechter­verhältnisse wurde vergeben von der Stiftung UniCredit & Universities (UniCredit & Universities Knight of Labor Ugo Foscolo Foundation). Ziel dieser im Jahr 2009 gegründeten Stiftung ist die Förderung von Studien und Initiativen zur Vertiefung des akademischen Wissens in den Bereichen Finanzen, Wirtschaft, Recht, Politik und Sozial­wissenschaften.

    Kontakt:
    Prof. Anna Raute, Ph.D.
    Telefon: +49-621-181-1813
    E-Mail: raute(at)uni-mannheim.de

  • Dr. Toni Stocker mit dem Lehr­preis der Universität Mannheim ausgezeichnet

    Dr. Toni Stocker, seit 2007 als Akademischer Rat für das Lehr­gebiet Statistik an der Abteilung Volkswirtschafts­lehre tätig, hat den Lehr­preis der Universität Mannheim in der Kategorie Juniorprofessor/innen und promovierte Mitglieder des Mittelbaus erhalten. Die Auszeichnung wurde ihm im Rahmen des Universitäts­tags am 29. April verliehen. Mit dem Lehr­preis würdigt die Universität Dozentinnen und Dozenten, die sich durch beispielgebende Maßnahmen qualitätsvoller Lehre ausgezeichnet haben – insbesondere durch Lehr­veranstaltungen mit besonders hohem persönlichen Einsatz und/oder besonders hoher didaktischer Qualität.

    Dr. Stocker überzeugte die Auswahl­kommission aufgrund seiner stets äußerst klaren Darstellung komplexer Zusammenhänge, seines effektiven und konzertierten Einsatzes verschiedenster Medien und durch sein ausgeklügeltes innovatives Übungs­konzept, bei dem sich die Studierenden selbstständig entsprechend Wissensstand und Interessen in Kleingruppen einteilen, so dass effektives Lernen ermöglicht wird. Der Erfolg von Dr. Stockers Konzept wird auch durch hervorragende Lehr­evaluationen dokumentiert. Im Jahr 2010 hat er für innovative Ansätze in der Lehre bereits den ersten Preis im Wettbewerb „Lehr­idee“ der Universität erhalten.

    Kontakt:
    Universität Mannheim
    Abteilung Volkswirtschafts­lehre
    Dr. Toni Stocker
    68131 Mannheim
    Tel.: +49 621 181 3963
    e-Mail: stocker(at)rumms.uni-mannheim.de

     

    04-05-2015 12:42

  • Prof. Michèle Tertilt, Ph.D. zum Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gewählt

    Die Mannheimer VWL-Professorin Michèle Tertilt wurde zum Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Sie gehört der Akademie nunmehr als korrespondierendes Mitglied der Philosophisch-historischen Klasse an. Laut Satzung müssen die Mitglieder der Akademie zu einer „wesentlichen Erweiterung des Wissensbestandes“ ihres Faches beigetragen haben. Mitglied kann zudem nur werden, wer auf Vorschlag von Akademie­mitgliedern ohne äußeres Zutun und ausschließlich nach seinem wissenschaft­lichen Ansehen gewählt wird.

    Prof. Michèle Tertilt, Ph.D. ist seit 2010 Lehr­stuhl­inhaberin an der Mannheimer Abteilung Volkswirtschafts­lehre. Die Schwerpunkte ihrer vorwiegend makroökonomischen Forschung liegen in den Bereichen Entwicklungs- und Familienökonomie. Zudem beschäftigt sich Prof. Tertilt auch mit dem Thema Konsumentenkredite und -insolvenzen. Sie zählt zu den forschungs­stärksten Wissenschaft­lern ihrer Generation.

    Die Bayerische Akademie der Wissenschaften ist die größte und eine der ältesten Wissenschafts­akademien in Deutschland. Sie ist zugleich Gelehr­tengemeinschaft und Forschungs­einrichtung von internationalem Rang. In 37 Kommissionen betreibt sie langfristige Grundlagenforschung im geistes- und natur­wissenschaft­lichen Fächerspektrum. Die Akademie bietet Spitzen­wissenschaft­lerinnen und -wissenschaft­lern ein Netzwerk für den interdisziplinären Austausch und wendet sich mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Gesprächsabenden an das wissenschaft­liche Fach­publikum sowie die interessierte Öffentlichkeit.

     

    Kontakt:
    Prof. Michèle Tertilt, Ph.D.
    Abteilung Volkswirtschafts­lehre
    Universität Mannheim
    Tel.: +49 (0)621 181-1902
    E-Mail: tertilt(at)uni-mannheim.de

     

    12-03-2015 07:30

  • Joint Summer School of SFB/TR 15 and GESS to be held in August

    We are very happy to announce this year's joint summer school of the Collaborative Research Center SFB/TR 15 „Governance and the Efficiency of Economic Systems“ and the University of Mannheim Graduate School of Economic and Social Sciences (GESS). It will take place at the idyllic Bronnbach Monastery from August 02 – August 07, 2015 and will be taught by Professor Liran Einav from Stanford University, who is a leading researcher in his field. The major purpose of the summer school is to provide a coherent view of the theory-based empirical analysis of markets with asymmetric information. The summer school is intended for graduate students and postdoctoral researchers.

    Further information is available at http://www.vwl.uni-mannheim.de/summerschool2015/.

     

    23-02-2015 12:48

  • Prof. em. Dr. Eberhard Wille erneut in Sachverständigenrat berufen

    Bundes­gesundheits­minister Hermann Gröhe hat den Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen im Dezember neu berufen. Zu Mitgliedern ernannt wurden der Allgemeinmediziner Prof. Dr. Ferdinand Gerlach (Universität Frankfurt), der Gesundheitsökonom Prof. Dr. Wolfgang Greiner (Universität Bielefeld), die Internistin und Nephrologin Prof. Dr. Marion Haubitz (Universität Hannover), die Pflege­wissenschaft­lerin Prof. Dr. Gabriele Meyer (Universität Halle), der Gesundheitsökonom Prof. Dr. Jonas Schreyögg (Universität Hamburg), die Pharmakologin Prof. Dr. Petra Thürmann (Universität Witten-Herdecke) sowie der Gesundheitsökonom Prof. Dr. Eberhard Wille (Emeritus Universität Mannheim).

    Prof. Wille wurde auf der konstituierenden Sitzung des Sachverständigenrats Ende Januar erneut zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Er gehört dem Sachverständigenrat un­unterbrochen seit 1993 an und war von 2002 bis 2012 Vorsitzender dieses Gremiums.

    Der Sachverständigenrat hat die Aufgabe, im Abstand von zwei Jahren Gutachten zur Entwicklung der gesundheitlichen Versorgung mit ihren medizinischen und wirtschaft­lichen Auswirkungen zu erstellen und darin auch Möglichkeiten und Wege zur Weiter­entwicklung des Gesundheitswesens aufzuzeigen. Im Jahr 2015 wird er ein Sondergutachten zur Entwicklung des Krankengeldes vorlegen.

     

    04-02-2015 10:20