Foto: Anna Logue

News der Abteilung Volkswirtschafts­lehre

    News aus dem Jahr 2018

  • Schmölders-Preis 2018 für Prof. Dr. Jochen Streb

    Der Mannheimer Wirtschafts­historiker Jochen Streb erhielt gemeinsam mit Sibylle Lehmann-Hasemeyer von der Universität Hohenheim den Schmölders-Preis 2018 für ihre Forschung über die Finanzierung von Innovationen im deutschen Kaiserreich.

    In dem gemeinsam verfassten Paper „The Berlin Stock Exchange in Imperial Germany – A Market for New Technology?“ gehen die Wissenschaft­ler der Frage nach, wie innovative deutsche Unternehmen des späten 19. Jahrhunderts an der Berliner Börse ihre neuartigen Geschäftsideen finanzieren konnten.* Der mit 3.000 Euro dotierte Preis wird jährlich von der Schmölders-Stiftung für Verhaltensforschung im Wirtschafts­leben gestiftet. Die beiden Wirtschafts­historiker erhielten den Preis auf der Jahrestagung des wirtschafts­historischen Ausschusses des Vereins für Socialpolitik.

    Ihre gemeinsame Studie zeigt, dass die Finanzierung von Innovationen durch den Verkauf von Beteiligungen keineswegs eine neuartige Entwicklung des späten 20. Jahrhunderts ist. Ganz im Gegenteil: Wer im Kaiserreich mit einer neuen Idee an die Börse ging, hatte gute Chancen, dort über Aktien das nötige Kapital zu sammeln. Für Gründer war die Berliner Börse somit eine wichtige Finanzierungs­quelle, so das Ergebnis der Studie. Bislang galt vielmehr das deutsche Bankensystem als die treibende Kraft hinter dem Wachstum der deutschen Industrie.

    Dabei gelang es den Start-Ups der Kaiserzeit, die Geldgeber von ihrer Innovations­fähigkeit durch Patente zu überzeugen: Von insgesamt 474 Unternehmen, die zwischen 1892 und 1913 an die Berliner Börse gingen, besaßen fast vierzig Prozent entweder bereits vor dem Börsengang Patente oder erwarben diese innerhalb von fünf Jahren danach. Das Erlangen von Patenten wird als Zeichen der Innovations­fähigkeit gewertet.

    Der Verein für Socialpolitik ist die größte Vereinigung von Wirtschafts­wissenschaft­ler/-innen im deutschsprachigen Raum. Zielsetzung des Vereins ist sowohl die Förderung der Wissenschaft im Bereich der wirtschafts- und sozialpolitischen Problemlösung als auch die internationale Kooperation der Fach­wissenschaft. Die Fach­jury des Schmölders-Preises prämiert Arbeiten, deren Veröffentlichung nicht länger als drei Jahre zurückliegt und die sich durch Originalität sowie hohes wissenschaft­liches Niveau auszeichnen.

     

    *Sibylle Lehmann-Hasemeyer and Jochen Streb: The Berlin Stock Exchange in Imperial Germany – A Market for New Technology? , American Economic Review 2016, Vol. 106(11), 3558-3576.

     

    Kontakt:
    Prof. Dr. Jochen Streb
    Lehr­stuhl für Wirtschafts­geschichte
    Abteilung Volkswirtschafts­lehre
    Universität Mannheim
    Tel: +49 621-181-1932
    E-Mail: streb(at)uni-mannheim.de

     

    21.03.2018   7:49

  • Ringvorlesung im Frühjahrssemester 2018 beginnt am 28. Februar

    Am Mittwoch, dem 28. Februar, beginnt die von der Fach­schaft VWL organisierte Ringvorlesung des Frühjahrssemesters 2018. Sie steht in diesem Semester unter dem Motto „The New Normal? – Aktuelle Themen der Makroökonomie“. Die Vorträge beginnen jeweils um 19.00 Uhr und finden im Hörsaal SN 169 im Schlossgebäude statt. Studierende aller Fakultäten sowie externe Gäste sind zu allen Veranstaltungen herzlich eingeladen. Termine und Themen der einzelnen Veranstaltungen finden Sie auf dieser Seite.

     

    07-02-2018  11:08

  • THE Subject Ranking: Mannheim in europäischer Spitze in den Wirtschafts­wissenschaften

    Im Times Higher Education Ranking by Subject erreicht die Universität Mannheim im Bereich Wirtschafts­wissenschaften europaweit Platz 4 und weltweit Platz 20.

    Nach ihrem sehr guten Ergebnis im Times Higher Education World University Ranking schneidet die Universität Mannheim auch in den fach­bezogenen Einzelrankings hervorragend ab: Im Bereich Wirtschafts­wissenschaften erreicht sie weltweit Platz 20, verbessert sich damit im Vergleich zum Vorjahr um drei Ränge und ist nach den britischen Elite-Universitäten Oxford, London Business School und Cambridge die viertbeste Universität in ganz Europa in diesem Feld.

    Der Rektor der Universität Mannheim, Prof. Dr. Ernst-Ludwig von Thadden, kommentiert: „Dass wir in diesem Jahr das hervorragende Ergebnis aus dem vergangenen Jahr noch verbessern konnten, freut mich sehr. Die Universität hat sich in den vergangenen Jahren mit ihren begrenzten Ressourcen konsequent auf ihre Stärken fokussiert, hat ohne Wenn und Aber auf Qualität gesetzt und sich in ihren Zielen und Strukturen kompromisslos an internationalen Standards gemessen. Mittlerweile sind wir nicht nur deutschland­weit die erste Adresse in den Wirtschafts- und Sozial­wissenschaften, sondern liegen auch in Europa ganz vorne.“

    Das THE World University Ranking ist das weltweit einzige Ranking, das forschungs­intensive Universitäten in ihren Kernaufgaben Lehre, Forschung, Forschungs­einfluss, Wissenstransfer und Internationalisierung insgesamt bewertet. Für die aktuelle Ausgabe des Rankings wurden 980 Universitäten aus 79 Ländern untersucht, davon 41 aus Deutschland. Die Ergebnisse beruhen auf Befragungen von Wissenschaft­lern sowie Zitationen aus wissenschaft­lichen Veröffentlichungen und statistischen Erhebungen, die von den Hochschulen zur Verfügung gestellt werden. Es gehört seit Jahren zu den international anerkanntesten Rankings im Hochschul­bereich.

     

    31-01-2018  12:21

  • ERC Consolidator Grant für Prof. Dr. Christoph Rothe

    Professor Dr. Christoph Rothe, Inhaber des Lehr­stuhls für Statistik, hat einen Consolidator Grant des Europäischen Forschungs­rates (ERC) in Höhe von 880.000 Euro erhalten. In seinem Projekt entwickelt er ein optimiertes Modell der so genannten Regressions-Diskontinuitäts-Analyse, einer neuen Methode der empirischen Wirtschafts­wissenschaften.

    Viele staatliche Gesetze und Regulierungen sind so konzipiert, dass an einer bestimmten Schwelle eine Änderung greift: Wer beispielsweise mehr als 450 Euro verdient, ist voll versicherungs- und steuerpflichtig. Die Arbeits­losen­unterstützung steht Menschen zu, die eine bestimmte Zahl von Arbeits­stunden in der Woche nicht überschreiten. Und ein festgelegter numerus clausus entscheidet, ob jemand einen Studien­platz bekommt oder nicht. Die so genannte Regressions-Diskontinuitäts-Analyse setzt genau an solchen Schwellen an und ermöglicht es, Bewerber und Kandidaten zu vergleichen, die knapp über oder unter dieser Grenze liegen. Über solche Vergleiche lassen sich kausale Aussagen erstellen, etwa darüber, wie sich der Bezug von Arbeits­losen­unterstützung auf die Dauer der Arbeits­losigkeit auswirkt.

    Diese neue Methode der empirischen Wirtschafts­wissenschaften wurde erst in den vergangenen 15 Jahren systematisch entwickelt. Inzwischen ist sie eines der am häufigsten verwendeten Instrumente der empirischen Wirtschafts­forschung – vor allem, wenn man kausale Zusammenhänge erforschen will, aber nicht experimentieren kann. Für die Weiter­entwicklung und Optimierung dieser Methode hat Prof. Dr. Christoph Rothe einen Consolidator Grant des Europäischen Forschungs­rates (ERC) in Höhe von 880.000 Euro erhalten. Mit Hilfe der ERC-Förderung will er in den kommenden vier Jahren die Regressions-Diskontinuitäts-Analyse verbessern, erweitern und ihre Anwendungs­möglichkeiten stärker ausweiten. Immer häufiger haben Forscher in den Sozial­wissenschaften beispielsweise mit massiven Datensätzen zu tun, die mehrere Tausend Variablen umfassen. Ein weiteres Problem sind nicht exakte Daten, die von Antragsstellern häufig so hingebogen werden, dass sie den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. „Mein Ziel ist es, die theoretische Forschung so voranzutreiben, dass Empiriker die Technik sinnvoll nutzen können, insbesondere bei komplexen Themengebieten“, sagt der 36-jährige Statistik-Experte der Abteilung Volkswirtschafts­lehre.

    Der Rektor der Universität Mannheim, Prof. Dr. Ernst-Ludwig von Thadden, gratulierte Professor Rothe zu seinem Erfolg: „Wir freuen uns über die ERC-Förderung für einen weiteren Wissenschaft­ler unserer Universität. In den vergangenen sechs Jahren hat die Mannheimer VWL-Fakultät insgesamt fünf ERC-Grants erhalten. Die Preise machen deutlich, dass die Universität Mannheim in den Wirtschafts­wissenschaften zu den besten Forschungs­einrichtungen in Europa gehört.“

    Christoph Rothe ist seit Juli 2017 Professor für Statistik an der Abteilung Volkswirtschafts­lehre der Universität Mannheim. Nach seiner Promotion 2009 in Mannheim und anschließenden Professuren in Toulouse und an der New Yorker Columbia University kehrte er an die Schlosshochschule zurück. Rothes Schwerpunkt ist die Ökonometrie – ein Teilgebiet der Wirtschafts­wissenschaften, das die ökonomische Theorie sowie mathematische Methoden und statistische Daten zusammenführt.

    Jedes Jahr wählt der European Research Council (ERC) der Europäischen Union die vielversprechendsten Forschungs­projekte aus, um sie mit einem Consolidator Grant zu fördern. Die Preise richten sich an exzellente Wissenschaft­ler/innen, deren Promotion zwischen sieben und zwölf Jahre zurückliegt. Die individuelle Förderung kann bis zu zwei Millionen Euro betragen. Insgesamt hat der ERC in dieser Runde 630 Millionen Euro an 329 Preisträger ausgeschüttet.
    Weitere Informationen:
    https://erc.europa.eu/news/erc-2017-consolidator-grants-results

     

    Kontakt:
    Prof. Dr. Christoph Rothe
    Abteilung Volkswirtschafts­lehre
    Universität Mannheim
    Tel. 0621 181-1921
    E-Mail: rothe(at)vwl.uni-mannheim.de

     

    02-01-2018  10:27

    News aus dem Jahr 2017

  • Prof. Michèle Tertilt, Ph.D. zum Fellow der Econometric Society gewählt

    Prof. Michèle Tertilt, Ph.D., Professorin für Makroökonomie an der Mannheimer Abteilung Volkswirtschafts­lehre seit 2010, zählt zu den international renommiertesten Wissenschaft­lerinnen auf ihrem Fach­gebiet. Nun wurde sie zum Fellow der Econometric Society gewählt. „Die Aufnahme in diesen angesehenen Wissenschafts­zirkel ist für mich eine bedeutende Auszeichnung, über die ich mich sehr freue. Ich hoffe auch, dass dadurch das hohe Ansehen der Volkswirtschafts­lehre der Universität Mannheim weiter gestärkt wird“, sagte die Ökonomin.

    Die 1930 gegründete Econometric Society ist eine internationale wissenschaft­liche Gesellschaft, die Forscherinnen und Forscher vereinigt, um die Wirtschafts­theorie als Teildisziplin der VWL in ihrer Verbindung zur Statistik und Mathematik voranzutreiben. Einmal im Jahr wählt sie aus einem kleinen Kreis nominierter Wissenschaft­ler neue Fellows. Unter den rund 700 aktiven Fellows sind nur zehn weitere in Deutschland tätig. Der Gesellschaft gehören so renommierte Wissenschaft­ler an wie Carl Christian Freiherr von Weizsäcker und Joseph E. Stiglitz sowie zahlreiche weitere Wirtschafts­nobelpreisträger.

    Schwerpunkt der wissenschaft­lichen Arbeit von Michèle Tertilt sind Analysen zum Einfluss familiärer Beziehungen auf die Wirtschaft. Darüber hinaus hat sie einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von Konsumentenkrediten und -insolvenzen geleistet. In diesem Jahr erhielt sie für ihre Forschungs­ergebnisse den Yrjö Jahnsson Award 2017 – als erste Wissenschaft­lerin der Universität Mannheim und als zweite Frau überhaupt. 2013 wurde sie in das Herausgebergremium des Review of Economic Studies berufen, eine der fünf führenden Zeitschriften der gesamten Wirtschafts­wissenschaften weltweit. Im gleichen Jahr bekam sie als erste Frau den angesehenen Gossen-Preis des Vereins für Socialpolitik. Für ihr Projekt Gender Differences: A Macroeconomic Perspective erhielt sie 2012 einen Starting Grant des Europäischen Forschungs­rates ERC.

     

    Kontakt:
    Prof. Michèle Tertilt, Ph.D.
    Abteilung Volkswirtschafts­lehre
    Universität Mannheim
    L7, 3-5
    Tel. +49-621-181-1902
    E-Mail: tertilt(at)uni-mannheim.de

     

    05-12-2017  9:36

  • Abteilung Volkswirtschafts­lehre und Fach­bereich Wirtschafts­wissenschaften der Universität Bonn etablieren neuen Sonderforschungs­bereich/Transregio

    DFG fördert die Forschung zu gesellschaft­lichen Herausforderungen aus ökonomischer Perspektive mit zunächst rund neun Millionen Euro

     

    Wie lässt sich Chancengleichheit fördern? Wie sollten Märkte angesichts der Internationalisierung und Digitalisierung reguliert werden? Wie kann ein stabiles Finanzsystem gestaltet werden? Ein neuer Sonderforschungs­bereich/Transregio unter Beteiligung der Universitäten Bonn und Mannheim wird Antworten auf diese Fragen geben. Die Deutsche Forschungs­gemeinschaft (DFG) fördert das Forschungs­programm in den nächsten vier Jahren mit rund neun Millionen Euro.

    „Heute ist ein erfolgreicher Tag für die Universität. Ich freue mich, dass wir gleich zwei Förderzusagen bekommen haben. Dies ist einzigartig in der Geschichte der Universität Mannheim. Neben der Verlängerung des SFB 884 haben wir auch den Zuschlag für einen neuen Sonderforschungs­bereich in den Wirtschafts­wissenschaften mit der Universität Bonn erhalten. Damit sind die Mannheimer Wirtschafts- und Sozial­wissenschaft­ler ihrem Ziel, unter die Top 10 der weltweit führenden Forschungs­einrichtungen zu gehören, einen schönen Schritt näher gekommen“, sagt Rektor Prof. Dr. Ernst-Ludwig von Thadden.

    Der neue Sonderforschungs­bereich SFB/TR 224 „Ökonomische Perspektiven auf gesellschaft­liche Herausforderungen: Chancengleichheit, Markt­regulierung und Finanz­markt­stabilität“ umfasst drei Säulen. Im Zentrum der ersten Säule stehen Familien- und Bildungs­politik. Die Wissenschaft­ler wollen untersuchen, welche Maßnahmen die Chancengleichheit fördern, indem sie den Einfluss von Geschlecht und sozioökonomischem Hintergrund auf individuelle Fähigkeiten verringern.

    Um Markt­regulierung vor dem Hintergrund von Internationalisierung und Digitalisierung geht es in der zweiten Säule. Neben dem Beheben von Ineffizienzen stehen Ziele wie Schutz von Konsumenten, Sicherung des Zugangs bestimmter gesellschaft­licher Gruppen zu bestimmten Produkten oder Dienstleistungen und die Verringerung von Umweltschäden im Mittelpunkt. Ein Beispiel ist die empirische Bewertung von konkreten Maßnahmen zur Umsetzung von Klimazielen.

    Die dritte Säule des neuen SFBs befasst sich mit der Regulierung von Finanzmärkten. Speziell geht es um die Wechselwirkungen zwischen individuellen Finanzentscheidungen, systemischen Risiken und staatlichen Eingriffen in diese Märkte. Die Wissenschaft­ler untersuchen beispielsweise, inwieweit die Regulierung von bestimmten Finanzmärkten zu einer Verlagerung von Aktivitäten und damit von Risiken in weniger regulierte Bereiche führt.

    „Auf der Basis des breiten Methodenspektrums der theoretischen und empirischen Wirtschafts­forschung entwickelt der SFB neue institutionelle Lösungen und Politikmaßnahmen“, sagt der SFB-Sprecher und Professor für Mathematische Ökonomie Dr. Sven Rady vom Fach­bereich Wirtschafts­wissenschaften der Universität Bonn. „Die beiden Standorte Bonn und Mannheim ergänzen sich hervorragend und ermöglichen eine international sichtbare Forschung, mit der die Volkswirtschafts­lehre als Sozial­wissenschaft in den Blick rückt, die zur Bewältigung gesellschaft­licher Herausforderungen beiträgt“, ergänzt Prof. Dr. Martin Peitz, stellvertretender Sprecher des SFB und Inhaber der Professur für Angewandte Ökonomik an der Mannheimer Abteilung Volkswirtschafts­lehre.

    Sonderforschungs­bereiche sind langfristige, auf die Dauer von bis zu zwölf Jahren angelegte Forschungs­einrichtungen der Hochschulen, die jeweils eine Förderung über vier Jahre erhalten. Sie ermöglichen die gemeinsame Bearbeitung innovativer, anspruchsvoller und aufwendiger Forschungs­vorhaben. Sie dienen der institutionellen Schwerpunkt- und Strukturbildung und bestehen aus einer Vielzahl von Teil­projekten.

     

    Kontakt:

    Prof. Dr. Martin Peitz
    Abteilung Volkswirtschafts­lehre
    Universität Mannheim
    Tel. 0621/181-1835
    E-Mail: martin.peitz(at)gmail.com

     

    01-12-2017  12:42

  • Sonderforschungs­bereich 884 „Political Economy of Reforms“ unter Beteiligung der Abteilung Volkswirtschafts­lehre wird für weitere vier Jahre gefördert

    Der Mannheimer Sonderforschungs­bereich „Political Economy of Reforms“ wird in den kommenden vier Jahren mit 10 Millionen Euro durch die Deutsche Forschungs­gemeinschaft (DFG) gefördert. Der 2010 gegründete SFB erhielt nach einer ersten Verlängerung 2014 nun die Zusage für die dritte und letzte Phase.

    Der Sonderforschungs­bereich 884 „Political Economy of Reforms“ widmet sich unter der Leitung des Politik­wissenschaft­lers Prof. Dr. Thomas König den Gründen für Erfolg und Scheitern von Reformen. Wie bildet der Wähler seine Meinung über Erfolg und Scheitern von Reformen? Wie beeinflusst die Wählermeinung die Entscheidung von Parteien und Regierungen, Reformen vorzubereiten, zu verhandeln und eventuell zu verabschieden? Und wie lassen sich die vielen Ursachen für Erfolg und Scheitern von Reformen am besten beurteilen? Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen wurde unter anderem der innovative German Internet Panel eingerichtet und es werden Feldexperimente in Afrika und Asien durchgeführt. Zahlreiche Wissenschaft­lerinnen und Wissenschaft­ler der Abteilung Volkswirtschafts­lehre tragen in allen drei Forschungs­linien mit mehreren Teil­projekten zu den Ergebnissen des SFB bei.

    Zur ausführlichen Pressemitteilung

     

    01-12-2017  10:02

  • Feier der Absolventinnen und Absolventen am 14. Oktober 2017 / Graduation ceremony on 14th Oktober 2017

    Feier der Absolventinnen und Absolventen am 14. Oktober 2017

    Am Samstag, dem 14.10.2017, findet ab 15:00 Uhr im Hörsaal M 003 (im Mittelbau des Schlosses) die diesjährige Absolvent(inn)enfeier der volkswirtschaft­lichen Abteilung statt. Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Streb werden Prof. Dr. Orzen und Herr Prof. Dr. Bjelicic, als Vertreter von ABSOLVENTUM, die Festreden halten. Zwei Vertreter der Absolvent(inn)en steuern Grußadressen bei. Den festlichen Höhepunkt wird wie immer die Übergabe der Schmuckurkunden an die Absolvent(inn)en bilden. Im Anschluss sind alle Gäste zu einem Sektempfang in der ehemaligen Lehr­buchsammlung eingeladen. Die Feier wird von Harfenmusik umrahmt.



    Graduation ceremony on 14th October 2017

    The graduation ceremony for our Bachelor and Master graduates will take place on Saturday, 14th October 2017, 3:00 pm in the lecture hall M 003 (in the central block of the castle). The celebration will be introduced by Jochen Streb, followed by speeches from Henrik Orzen, Borislav Bjelicic (representative of ABSOLVENTUM), and representatives of the graduates. After handing over the certificates to the graduates, everyone is invited to a champagne reception. The celebration will be accompanied by harp music.

     

    20-09-2017 09:41

  • Handels­blatt-Ranking: Mannheimer Abteilung Volkswirtschafts­lehre ist erneut forschungs­stärkste VWL-Fakultät in Deutschland

    Zum dritten Mal innerhalb von sechs Jahren Spitzenplatz im bundes­weiten Vergleich


    Das Handels­blatt hat in seinem aktuellen VWL-Ranking die Mannheimer Abteilung erneut als forschungs­stärkste volkswirtschaft­liche Fakultät in Deutschland ausgewiesen. Nach 2011 und 2013 nimmt sie damit zum dritten Mal innerhalb von sechs Jahren die führende Position in Deutschland ein. Das hat noch keine andere Fakultät erreicht. Das Handels­blatt-Ranking wird alle zwei Jahre erstellt. Es basiert auf den Publikations­leistungen der Wissenschaft­lerinnen und Wissenschaft­ler in den letzten 10 Jahren und gilt im deutschsprachigen Raum als das führende Forschungs­ranking in der Volkswirtschafts­lehre.

    „Das aktuelle Handels­blatt-Ranking bestätigt einmal mehr unsere auf Qualität ausgerichtete Strategie“, freut sich Prof. Dr. Jochen Streb, Sprecher der Abteilung Volkswirtschafts­lehre. „Ich beglückwünsche meine Kolleginnen und Kollegen zu diesem gemeinschaft­lich erreichten Erfolg: hochrangige Forschung beflügelt sich gegenseitig. Sie ist das Fundament für Politik­beratung auf höchstem Niveau und Grundlage für die exzellente Ausbildung unserer Studierenden und Doktoranden.“

    „Wir rekrutieren mittlerweile in allen Teilgebieten der Volkswirtschafts­lehre herausragende Wissenschaft­lerinnen und Wissenschaft­ler aus aller Welt. Diese erfolgreich auf die Forschung ausgerichtete Berufungs­politik werden wir weiter fortsetzen. Unser Ziel ist es, uns dauerhaft als eine der in Europa führenden Universitäten in Volkswirtschafts­lehre zu etablieren“, ergänzt Prof. Dr. Ernst-Ludwig von Thadden, Rektor der Universität Mannheim.

    Seit 2006 analysiert das Handels­blatt regelmäßig die Forschungs­leistung der im deutschsprachigen Raum tätigen oder dorther stammenden Volkswirtinnen und Volkswirte. Grundlage ist eine Datenbank, in der inzwischen Veröffentlichungen in über 2.200 der weltweit renommiertesten Fach­zeitschriften erfasst sind. Dabei werden nicht alle Veröffentlichungen gleichrangig bewertet, sondern der Wert jeder einzelnen Publikation wird in Abhängigkeit von der Qualität und Reputation des jeweiligen Journals bestimmt. Über 3.000 Forscherinnen und Forscher haben sich 2017 an dem Ranking beteiligt.


    Kontakt: 
    Prof. Dr. Jochen Streb
    Abteilung Volkswirtschafts­lehre
    Tel. 0621 – 181 / 1776
    E-Mail: streb(at)uni-mannheim.de

     

    15-09-2017 10:48

  • Prof. Klaus Adam, Ph.D. in Wissenschaft­lichen Beirat des Bundes­finanz­ministeriums gewählt

    Prof. Klaus Adam, Ph.D., Inhaber des Lehr­stuhls für VWL, Internationale Wirtschafts­beziehungen, ist zum Mitglied des Wissenschaft­lichen Beirats beim Bundes­ministerium der Finanzen gewählt worden. Der Wissenschaft­liche Beirat des Bundes­finanz­ministeriums berät und unterstützt politische Entscheidungs­träger durch wissenschaft­lich fundierte Gutachten und Analysen in verschiedensten Themengebieten.

    Klaus Adam wurde 1971 geboren und studierte an der Universität Bonn Volkswirtschafts­lehre. Im Anschluss promovierte er am Europäischen Hochschul­institut in Florenz, wo er den Rotary-Preis für die beste VWL-Promotion der Universität der Jahre 1999-2002 erhielt. Er wurde an der Goethe-Universität Frankfurt habilitiert und arbeitete im Anschluss mehrere Jahre bei der Europäischen Zentralbank. Seit 2008 ist er Professor für Internationale Wirtschafts­beziehungen an der Universität Mannheim. Im Jahr 2011 erhielt er einen der renommierten Starting Grants des European Research Council. Klaus Adam ist zudem Forschungs­professor bei der Deutschen Bundes­bank und Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.

    Kontakt:
    Prof. Klaus Adam, Ph.D.
    Universität Mannheim
    Abteilung Volkswirtschafts­lehre
    Tel. +49-621-181 1808
    E-Mail (Sekretariat): sekretariatadam(at)uni-mannheim.de

     

    14-09-2017 15:32

  • Abteilung Volkswirtschafts­lehre begrüßt drei neue Juniorprofessoren zum Herbst-/Wintersemester 2017

    Die Abteilung Volkswirtschafts­lehre wird im Herbst-/Wintersemester 2017 um drei neue Juniorprofessoren verstärkt:

    Prof. Andreas Gulyas, Ph.D. übernimmt die Juniorprofessur für Makroökonomik. Gulyas studierte Volkswirtschafts­lehre sowie Statistik in Wien; seinen Doktorgrad erwarb er an der University of California, Los Angeles. Gulyas arbeitet bevorzugt auf den Gebieten Makroökonomie, Arbeits­markt­ökonomie, Suchtheorie und Numerische Methoden.

    Prof. Duk Gyoo Kim, Ph.D. ist neuer Inhaber der Juniorprofessur für Theoretische Finanz­wissenschaft. Kim erwarb Master­abschlüsse in Volkswirtschafts­lehre zunächst an der Yonsei University, Korea sowie im Anschluss an der Cornell University, USA. An letzterer promovierte er auch im Jahr 2015 und war seitdem als Postdoctoral Scholar am California Institute of Technology tätig. Kims bevorzugte Forschungs­gebiete sind Finanz­wissenschaft, Politische Ökonomie sowie experimentelle Ökonomik. 

    Prof. Dr. Matthias Meier ist künftig auf der neu eingerichteten Juniorprofessur für Geld und Währung tätig. Er studierte Volkswirtschafts­lehre in Köln und promovierte an der Universität Bonn. Meiers Forschungs­schwerpunkte liegen in den Bereichen Makroökonomie, Makroökonometrie und Computational Economics. Meier erhält während der Laufzeit seiner Juniorprofessur ergänzend ein Foscolo Europe Top-Up Fellowship, um das sich die Abteilung erfolgreich unter volkswirtschaft­lichen Abteilungen aus 14 europäischen Ländern beworben hatte.

     

    01-09-2017 10:08

  • Ringvorlesung im Herbstsemester 2017 beginnt am 20. September

    Am Mittwoch, dem 20. September, beginnt die von der Fach­schaft VWL organisierte Ringvorlesung des Herbstsemesters 2017. Sie steht in diesem Semester unter dem Motto „Entwicklungs­ökonomik – Herausforderungen. Chancen. Lösungen?„. Die Vorträge beginnen jeweils um 19.00 Uhr und finden im Hörsaal M 003 im Mittelbau des Schlossgebäudes statt. Studierende aller Fakultäten sowie externe Gäste sind zu allen Veranstaltungen herzlich eingeladen. Termine und Themen der einzelnen Veranstaltungen finden Sie auf dieser Seite.

     

    28-08-2017 13:52

  • Von New York City nach Mannheim: Rückkehr­förderung für Wirtschafts­wissenschaft­ler Christoph Rothe

    Professor Dr. Christoph Rothe erhält eine Rückkehr­förderung in Höhe von knapp 100.000 Euro für seinen Wechsel von der New Yorker Columbia University an die Universität Mannheim
     

    Seit Juli 2017 ist Christoph Rothe neuer Professor für Statistik an der Abteilung Volkswirtschafts­lehre. Der Ökonometrie-Experte tauschte Manhattan gegen Mannheim und kam nach fünfjähriger Forschungs­tätigkeit an der New Yorker Columbia University zurück nach Deutschland. „Mannheim bietet für mich als Ökonom ein sehr attraktives Forschungs­umfeld. Ich freue mich über die zusätzliche Förderung, die mir beim Aufbau meiner Forschungs­arbeiten in Deutschland hilft“, so Rothe. 

    Knapp 100.000 Euro erhält der Wissenschaft­ler von der gemeinsamen Initiative der German Scholars Organization und der Carl-Zeiss-Stiftung im Rahmen des Programms „Rückkehr deutscher Wissenschaft­ler aus dem Ausland“. Damit kann er unter anderem zusätzliche Mitarbeiterstellen sowie Gast- und Forschungs­aufenthalte finanzieren. 

    „Das Wissenschaft­ler-Rückkehr­programm ermöglicht den geförderten Universitäten genau das, was ihnen ausländische Spitzen­universitäten oft voraushaben: die nötige finanzielle Flexibilität, um hochkarätigen Kandidatinnen und Kandidaten wie Christoph Rothe ein attraktives Angebot vorlegen zu können. Wir freuen uns, dass das Programm einschließlich der Universität Mannheim inzwischen 15 Hochschulen unterstützen konnte“, so Dr. Anne Schreiter, Geschäftsführerin der German Scholars Organization.

    Rothes Schwerpunkt ist die Ökonometrie. Dieses Teilgebiet der VWL hat die Aufgabe, wirtschafts­wissenschaft­liche Zusammenhänge zu quantifizieren, Hypothesen und Modelle zu testen und Prognosen abzugeben oder die Auswirkungen der Änderung von Parametern zu simulieren. Eines seiner aktuellen Forschungs­interessen ist die sogenannte Regressions-Diskontinuitäts-Analyse, eine der wenigen neuen Methoden der empirischen VWL, die in den vergangenen 15 Jahren aufkamen. In einem aktuellen Projekt entwickelt er am Beispiel Brasiliens neue Methoden in der Arbeits­markt­forschung, um festzustellen, wie sich der Bezug von Arbeits­losen­unterstützung auf die Dauer der Arbeits­losigkeit auswirkt. 

    Ausgewählte Stationen:
    2012 – 2017: Assistant Professor an der Columbia University, New York, USA
    2009 – 2012: Assistant Professor an der Toulouse School of Economics, Frankreich 
    2009: Promotion an der Universität Mannheim
     

    Kontakt: 
    Prof. Dr. Christoph Rothe
    Professur für Statistik
    Universität Mannheim
    Tel. 0621 181-1921
    E-Mail: rothe(at)vwl.uni-mannheim.de

     

    03-08-2017 12:31

  • Abteilung Volkswirtschafts­lehre trauert um Prof. em. Dr. Horst Stenger

    Die Mitglieder der Abteilung Volkswirtschafts­lehre trauern um Prof. em. Dr. Horst Stenger. Der frühere Inhaber des Lehr­stuhls für Statistik verstarb am Montag, dem 29. Mai 2017, im Alter von 82 Jahren.  

    Professor Stenger nahm im Jahr 1971 den Ruf auf den Lehr­stuhl für Statistik an und hielt der Abteilung in den folgenden 32 Jahren die Treue. Seine Arbeits­schwerpunkte lagen insbesondere in den Gebieten Stichprobentheorie und Spieltheorie. Dazu veröffentlichte er zahlreiche Aufsätze in führenden internationalen Fach­zeitschriften sowie Buchbeiträge und Fach­bücher. Er promovierte und habilitierte im Fach Mathematik an der Ludwig-Maximilian-Universität in München. Im Anschluss folgte eine Anstellung an der Georg-August-Universität Göttingen, bevor er an die Universität Mannheim wechselte. Neben seinen vielfältigen Aktivitäten in Forschung und Lehre lag ihm immer auch die Weiter­entwicklung der Abteilung am Herzen, die er unter anderem in den akademischen Jahren 1974/75 und 1984/85 als Dekan leitete. Auch nach seiner Emeritierung war er noch über 10 Jahre lang in seinen Forschungs­projekten aktiv tätig.

    Die Mitglieder der Abteilung Volkswirtschafts­lehre werden Prof. em. Dr. Horst Stenger ein ehrendes Andenken bewahren.

     

    01-06-2017 17:50

  • CHE-Ranking 2017: Spitzenplatz für die Mannheimer Abteilung Volkswirtschafts­lehre – Bewerbungen für das Herbstsemester sind bis zum 15. Juli möglich

    VWL zählt bekanntermaßen zu den spannendsten Studien­fächern. Aber wo ist der beste Ort für ein VWL-Studium in Deutschland? Geht es nach der neuen Print-Ausgabe des ZEIT-Studien­führers und den darin wiedergegebenen Ergebnissen des CHE-Rankings 2017 liegt eine Antwort nahe: Mannheim!

    In allen vier ausgewiesenen Kategorien – Studien­situation insgesamt, Abschluss in angemessener Zeit, Lehr­angebot und wissenschaft­liche Veröffentlichungen – liegt die Mannheimer Abteilung Volkswirtschafts­lehre in der Spitzengruppe. Das schafft keine andere der untersuchten Fakultäten. Im Studierenden­urteil über die „Studien­situation insgesamt“ erzielt sie den bundes­weit besten Wert. Aber auch die Professoren sind sich einig: Auf die Frage „Welche fünf Universitäten in Deutschland – bitte ohne Nennung der eigenen Hochschule – sind Ihrer Einschätzung nach in Ihrem Fach … führend in der Forschung?“ geben 82,2 Prozent der Hochschul­lehrer die Antwort Mannheim und setzen die Schlosshochschule damit auf den ersten Platz. 

    „Die Ergebnisse des Rankings bestätigen unsere Anstrengungen in Forschung und Lehre und sind uns ein Ansporn für die Zukunft“, kommentiert Universitäts-Rektor Professor Dr. Ernst-Ludwig von Thadden, der selbst Volkswirt ist. Online unter http://ranking.zeit.de können zahlreiche weitere Kategorien verglichen werden, wobei die Mannheimer Abteilung VWL insgesamt 18mal in der Spitzengruppe platz­iert ist. 

    Das CHE-Ranking ist das umfassendste und detaillierteste Ranking im deutschsprachigen Raum. Jedes Jahr wird ein Drittel der Fächer neu untersucht. 2017 sind dies die Fächer BWL, Jura, Soziale Arbeit, VWL, Wirtschafts­informatik, Wirtschafts­ingenieurwesen, Wirtschafts­recht und Wirtschafts­wissenschaften. Neben Fakten zu Studium, Lehre, Ausstattung und Forschung umfasst das Ranking Urteile von Studierenden zu den Studien­bedingungen an ihrer Hochschule sowie Urteile von Professoren über die Forschungs­reputation der Fakultäten. Die Ergebnisse sind im Internet unter http://ranking.zeit.de verfügbar sowie nachzulesen in der Print-Ausgabe des ZEIT-Studien­führers.

     

    24-05-2017 10:03

  • Prof. Michèle Tertilt, Ph.D. erhält Yrjö Jahnsson Award 2017

    Höchste Auszeichnung in den Wirtschafts­wissenschaften in Europa

    Prof. Michèle Tertilt, Ph.D. erhält den Yrjö Jahnsson Award 2017 für ihre Forschungs­leistungen auf dem Gebiet der Makroökonomie, insbesondere für ihre Analysen zum Einfluss familiärer Beziehungen auf die Wirtschaft. Das Auswahlkomitee würdigte auch ihre Untersuchungen zur Wechselwirkung zwischen wirtschaft­lichem Wachstum und der Stärkung der Frauenrechte. Tertilt habe zudem einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von Konsumentenkrediten und -insolvenzen geleistet, so die Jury. 

    Michèle Tertilt ist die erste Wissenschaft­lerin der Universität Mannheim und die zweite Frau überhaupt, die mit dem Yrjö Jahnsson Award ausgezeichnet wird. Der Preis wird seit 1993 alle zwei Jahre von der finnischen Yrjö Jahnsson-Stiftung gemeinsam mit der European Economic Association (EEA) verliehen und ist mit 20.000 Euro dotiert. Er geht an europäische Ökonomen unter 45 Jahren, die einen besonderen Beitrag zur theoretischen und angewandten Forschung für die Wirtschaft in Europa geleistet haben. Michèle Tertilt teilt die Auszeichnung in diesem Jahr mit Prof. Ran Spiegler (Universität Tel Aviv und University College London). Der Preis wird beim jährlichen Kongress der EEA im August 2017 in Lissabon offiziell übergeben werden.

    Der Rektor der Universität Mannheim, Prof. Dr. Ernst-Ludwig von Thadden, beglückwünschte Michèle Tertilt zu ihrem Erfolg: „Der Yrjö Jahnsson Award ist der angesehenste Preis für Wirtschafts­wissenschaft­ler im europäischen Raum. Ich bin stolz darauf, dass Michèle Tertilt an der volkswirtschaft­lichen Abteilung der Universität Mannheim lehrt und forscht und gratuliere ihr herzlich.“

    Michèle Tertilt hat 13 Jahre in den USA geforscht. Nach dem Studium in Bielefeld promovierte sie an der University of Minnesota. Es folgte eine Stelle als Assistant Professor an der Stanford University, bevor sie den Ruf an die Universität Mannheim annahm, wo sie seit 2010 tätig ist. 2013 wurde sie – als erster in Deutschland lehr­ender Wissenschaft­ler überhaupt – in das Herausgebergremium des Review of Economic Studies berufen, eine der fünf führenden Zeitschriften in den Wirtschafts­wissenschaften weltweit. Im gleichen Jahr bekam sie als erste Frau den angesehenen Gossen-Preis des Vereins für Socialpolitik. Für ihr Projekt „Gender Differences: A Macroeconomic Perspective“ erhielt sie 2012 einen Starting Grant des Europäischen Forschungs­rates ERC.

      
    Kontakt:

    Prof. Michèle Tertilt, Ph.D.
    Abteilung Volkswirtschafts­lehre
    Universität Mannheim
    Tel. +49-621-181-1902
    E-Mail: tertilt(at)uni-mannheim.de

     

    18-04-2017 14:08

  • Master program: New specialization in Competition and Regulation Economics – Application now open until April 30

    Starting in fall 2017, the Department of Economics will introduce the new 2-year Master’s program „Competition and Regulation Economics“ combining academic excellence with real-world relevance.

    This high-quality program offers specialized compulsory courses in Markets and Strategies, Empirical Industrial Organization, Competition Law, and the Interdisciplinary Competition and Regulation Seminar, complemented by a large number of electives and a tailor-made lecture series with talks by leading competition and regulation practitioners. Students benefit from various possibilities for internships, excursions, and other interactions with our partners Bundes­netzagentur, German Monopolies Commission, Competition Commission of Singapore, Deutsche Bahn, Deutsche Telekom, CompassLexecon, CRA, etc. Courses are taught by one of the world-leading faculties in the areas of competition and regulation economics, which are all members of the Mannheim Centre for Competition and Innovation (MaCCI). Career opportunities for graduates are excellent, e.g. in competition and regulatory authorities, companies in regulated sectors such as energy and telecommunications or consultancies.

    Contact:
    Sebastian Herdtweck, M.Sc.
    Tel.: +49 621 181 1763
    Fax: +49 621 181 2042
    E-mail: econgrad(at)uni-mannheim.de

     

    06-04-2017 12:35

  • Herausragende Qualität der Studien­gänge: Bachelor- und Master­studien­gang ohne Auflagen und ohne Empfehlungen reakkreditiert

    Nach der erfolgreichen Erstakkreditierung ihrer Studien­gänge im Jahr 2011 hat die Abteilung Volkswirtschafts­lehre im Frühjahrssemester 2016 das Reakkreditierungs­verfahren für den Bachelor- und Master­studien­gang durchlaufen. Die Akkreditierungs­kommission von evalag (Evaluations­agentur Baden-Württemberg) hat beide Studien­gänge im Februar 2017 reakkreditiert.

    Zitat aus dem Resümee der Gutachtergruppe:

    „... Die Gutachtergruppe würdigt den Einsatz der Hochschul­leitung, der Programm­verantwortlichen und der Lehr­enden bei der Ausgestaltung, der laufenden Organisation und der Weiter­entwicklung der Studien­gänge. Die im Rahmen der Begehung vorgefundenen Studien­bedingungen und die Infrastruktur sind ausgezeichnet und personell ist die Abteilung hervorragend aufgestellt.

    ... Stets war zu erkennen, dass die Abteilung sich intensiv mit den Empfehlungen der Akkreditierungs­kommission, die im Rahmen der Erstakkreditierung ausgesprochen worden sind, auseinandergesetzt hat und ihre Studien­gänge seitdem erfolgreich weiterentwickelt hat. 

    Das breite interdisziplinäre Angebot der anspruchsvollen Studien­gänge, das erkennbare Engagement der Lehr­enden, der Hochschul­leitung und der Studierenden an der Universität sowie der nationale und internationale Vernetzungs­grad der Hochschule überzeugten die Gutachtergruppe von der Fundiertheit und Attraktivität der Studien­gangs­konzepte. ...“

    Es handelt sich um das erste Akkreditierungs­verfahren in der Geschichte der evalag und an der Universität Mannheim, in dem weder eine Auflage noch eine Empfehlung für weitere Verbesserungen ausgesprochen wurden. 
      

    Akkreditierungs­urkunde Bachelor­studien­gang

    Akkreditierungs­urkunde Master­studien­gang

     

    25-02-2017 15:38

  • Prof. Dr. Jochen Streb ist neuer Sprecher der Abteilung Volkswirtschafts­lehre

    Am 1. Februar 2017 hat Prof. Dr. Jochen Streb, Inhaber des Lehr­stuhls für Wirtschafts­geschichte, das Amt des Sprechers der Abteilung Volkswirtschafts­lehre von seinem Vorgänger, Prof. Dr. Carsten Trenkler, übernommen. Stellvertretender Abteilungs­sprecher ist weiterhin Prof. Harald Fadinger, Ph.D. Der Abteilungs­vorstand wird komplettiert durch die beiden Studien­dekane Prof. Tom Krebs, Ph. D. und Prof. Dr. Henrik Orzen, die ihre Ämter ebenfalls fortführen.

     

    01-02-2017 12:13

  • Prof. Michelle Sovinsky, Ph.D. erhält ERC Consolidator Grant in Höhe von 1,2 Millionen Euro / Prof. Michelle Sovinsky, Ph.D. receives ERC Consolidator Grant worth 1.2 million Euros

    Prof. Michelle Sovinsky, Ph.D., Inhaberin des Lehr­stuhls für VWL, Wirtschafts­theorie und Behavioral Economics hat einen Consolidator Grant des Europäischen Forschungs­rates (ERC) für ihr Projekt FORENSICS erhalten. Darin untersucht sie das ökonomische Verhalten von Unternehmen und Konsumenten in Bezug auf Märkte, zu denen bzw. über die es nur begrenzt Zugang und Informationen gibt – wie Drogen oder Produktfälschungen. Mit dem Consolidator Grant ist eine Förderung von über 1,2 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren verbunden.

    Vergangene Woche hat die deutsche Regierung Cannabis als Arznei auf Kassenrezept zugelassen. Damit wird Schwerkranken künftig eine Behandlung mit der Droge ermöglicht. Über die vollständige Legalisierung von Cannabis – für medizinische Zwecke und für den persönlichen Gebrauch – denken neben Deutschland auch etwa zwanzig andere Länder nach. Doch diese Pläne werfen einige Fragen auf: Wenn Cannabis legalisiert wird, wie ändert sich das Konsumverhalten von Teenagern in Bezug auf Alkohol und Zigaretten? Und welche Auswirkungen wird diese Entwicklung auf die Gesundheit der Bevölkerung und die Steuereinnahmen eines Staates haben? Die Ersetzbarkeit von legalen und illegalen Produkten ist eine der Fragen, denen Prof. Michelle Sovinsky in ihrem EU-geförderten Projekt nachgeht. „Politiker wollen wissen, ob eine Erhöhung der Steuersätze auf Cannabis einen Einfluss auf den Konsum anderer Produkte haben würde“, erklärt Sovinsky.

    Illegale Produkte wie Rauschgift sind dabei nur ein Aspekt des Forschungs­vorhabens der amerikanischen Wissenschaft­lerin. Darüber hinaus beschäftigt sie sich mit nicht identifizierten Wettbewerbern und dem Markt für Produktfälschungen. Sie illustriert dessen Mechanismen am Beispiel von Luxushandtaschen. „Der Einfluss von Produktfälschern auf die strategischen Entscheidungen eines Unternehmens ist noch kaum erforscht“, sagt Sovinsky. Dabei liegt der Umsatz, der weltweit mit kopierter Ware erzielt wird, laut der Internationalen Handels­kammer bei 600 Milliarden US-Dollar im Jahr. Manche Hersteller wie Louis Vuitton veröffentlichen auf ihren Webseiten Hinweise, wie man eine Original-Handtasche von einer Fälschung unterscheidet. Andere freuen sich über kostenfreie Werbung – fundiertes wissenschaft­liches Wissen über das ökonomische Verhalten der Markenhersteller gibt es jedoch nicht.

    Ein weiterer Teilaspekt des ERC-Projekts sind illegale Wettbewerbs­praktiken: Was passiert beispielsweise, wenn ein großer Computer­chip-Hersteller einen kleineren Wettbewerber aus dem Markt drängt – auch wenn das mit Hilfe legaler Mittel geschieht? Dazu untersucht Sovinsky das Vorgehen des Markt­riesen Intel gegenüber dem kleineren Wettbewerber Advanced Micro Devices (AMD). 2005 klagte AMD gegen den Branchenführer, weil dieser zahlreiche Unternehmen davon abgehalten haben soll, Geschäfte mit AMD zu machen.

    „Mein Ziel ist es, Entscheidungs­trägern in der Politik konkrete Parameter an die Hand zu geben, um die Mechanismen der unbeobachteten Märkte besser einzuschätzen“, sagt die Volkswirtin. Dazu entwickelt sie, gestützt auf empirische Daten, neue Modelle zur Erklärung ökonomischen Verhaltens von Unternehmen und Konsumenten. „Mein Projekt hat das Potenzial, gesellschaft­liche Debatten anzuregen“, ist Sovinsky überzeugt. Im vergangenen Jahr fanden ihre Forschungs­ergebnisse zur Legalisierung von Cannabis etwa viel Beachtung in der italienischen Presse und trugen zur politischen Diskussion im ganzen Land bei. Anhand eines von ihr entwickelten ökonomischen Modells zeigte sie, dass der Cannabis-Konsum bei Minderjährigen steigen würde, wenn die Droge legal erhältlich wäre, aber dass man ihren Verbrauch mithilfe von Steuern regulieren kann.

    Der Rektor der Universität Mannheim, Prof. Dr. Ernst-Ludwig von Thadden, gratulierte Prof. Michelle Sovinsky zu ihrem Erfolg: „Wir sind stolz darauf, dass eine weitere Wissenschaft­lerin unserer Universität mit dem renommierten ERC-Grant ausgezeichnet wurde. In den vergangenen sechs Jahren hat die Mannheimer VWL insgesamt vier ERC-Grants erhalten. Die Preise bestätigen den hervorragenden Ruf, den die Universität Mannheim auf dem Gebiet der Wirtschafts­wissenschaften international genießt“.

    Zur Person
    Michelle Sovinsky ist seit 2015 Professorin für Volkswirtschafts­lehre an der Universität Mannheim. Zuvor absolvierte sie Forschungs­aufenthalte unter anderem in Australien, den Niederlanden und Italien. Zwischen 2009 und 2015 war sie als Associate Professor in der Schweiz tätig. Sie veröffentlichte zahlreiche Beiträge in renommierten internationalen Fach­zeitschriften, dar­unter American Economic Review, International Economic Review und Econometrica.

    Über den ERC Consolidator Grant
    Jedes Jahr wählt der European Research Council (ERC) der Europäischen Union die vielversprechendsten Forschungs­projekte aus, um sie mit einem Consolidator Grant zu fördern. Die Preise richten sich an exzellente Wissenschaft­ler/innen, deren Promotion zwischen sieben und zwölf Jahre zurückliegt. Die individuelle Förderung kann bis zu zwei Millionen Euro betragen.


    Kontakt:
    Prof. Michelle Sovinsky, Ph.D.
    Abteilung Volkswirtschafts­lehre
    Universität Mannheim
    D-68131 Mannheim
    Tel. +49 621 / 181-1832
    E-Mail: msovinsky@econ.uni-mannheim.de
    http://sovinsky.vwl.uni-mannheim.de



    Prof. Michelle Sovinsky, Ph.D. has been awarded a Consolidator Grant from the European Research Council (ERC) for her project entitled FORENSICS. The project addresses three markets in which unobserved behavior plays a crucial role: illicit drugs, co­unterfeit products and illegal competition. The grant amounts to 1.2 million Euros and is awarded for a period of five years.

    Last week, the German government voted to legalize marijuana, or cannabis, for medicinal purposes. Severely ill patients are now able to obtain the drug legally with a prescription. Germany joins more than 20 other countries that are currently exploring the possible benefits of legalization of cannabis – both for medicinal purposes and for personal use. Yet their plans raise a number of questions: If marijuana is legalized, how will teenagers for example change their use of other products, such as alcohol and cigarettes? And what implications will that have on health and tax revenues? Substitution between illicit and licit products is one of the topics addressed by Michelle Sovinsky in her ERC awarded project. “For policy makers it is extremely valuable to know whether an increase in marijuana taxes today will impact use across a portfolio of products in the future,” says Sovinsky.

    Illicit products such as drugs are just one part of Sovinsky’s ERC awarded project. The second research focus concerns product co­unterfeits and markets with unknown competitors. She illustrates its mechanisms on the example of luxury handbags. “We do not know a lot about how firms react to their rivals selling co­unterfeit products,” says Sovinsky. At the same time, the global turnover of fake products amounts to 600 billion US-dollars, according to the International Chamber of Commerce. Some of the luxury product makers such as Louis Vuitton give hints on their websites how to distinguish fake handbags from real ones. Others are happy about free advertising. Yet solid scientific findings about their economic behavior are still lacking.

    A third aspect of Michelle Sovinsky's research concentrates on illegal competition: when firms use legal means in an illegal way. What happens for example, when a large computer chip producer attempts to force a small rival out of the market – even if it happens by means of legal practices? Here, Sovinsky’s research is based on the real case of competition between market leader Intel and its smaller rival Advanced Micro Devices (AMD). Back in 2005, AMD sued Intel citing questionable business tactics Intel had been using against AMD.

    “My goal is to give policy makers tangible tools that accurately reflect the unobserved nature of this type of markets,” says the US-American researcher. To achieve this she collects empirical data and develops models to draw conclusions about the economic behavior of companies and consumers: “My project has the potential to make a sizeable impact on politics and society”, says Sovinsky. Last year for example, her research results were part of an ongoing debate in Italy about whether or not to legalize marijuana. Her publication was widely cited and commented on in leading Italian newspapers. The paper showed that marijuana consumption amongst teenagers would grow if the drug was legally available, but that their use could be controlled by tax rates.

    Prof. Dr. Ernst-Ludwig von Thadden, President of the University of Mannheim, congratulated Michelle Sovinsky on her award: “We are very proud that yet another scientist from our university has received this prestigious ERC grant. Over the past six years the Department of Economics in Mannheim has received four ERC grants. The awards confirm the excellent reputation in the field of economics that the University of Mannheim enjoys internationally.”

    About the award winner
    Michelle Sovinsky was appointed professor at the University of Mannheim in 2015, following research stays in Australia, the Netherlands and Italy. Between 2009 and 2015 she worked as associate professor in Switzerland. She is the author of a number of publications in renowned science journals such as American Economic Review, International Economic Review and Econometrica.

    About the ERC Consolidator Grants 
    The ERC Consolidator Grants are awarded to outstanding researchers of any nationality and age, with at least seven and up to 12 years of experience after their PhD, and a scientific track record showing great promise. Maximum individual funding is two million Euros per grant awarded for up to five years.


    Contact:
    Prof. Michelle Sovinsky, Ph.D.
    Department of Economics
    University of Mannheim
    D-68131 Mannheim
    Phone: +49 621 181-1832
    E-Mail: msovinsky@econ.uni-mannheim.de
    http://sovinsky.vwl.uni-mannheim.de

     

    31-01-2017 10:34