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News der Abteilung Volkswirtschafts­lehre

News aus dem Jahr 2022

  • Ringvorlesung im Herbstsemester 2022 beginnt am 11. Oktober

    Am Mittwoch, dem 11. Oktober, beginnt die von der Fach­schaft VWL organisierte Ringvorlesung des Herbstsemesters 2022. Sie steht in diesem Semester unter dem Motto „Economics of war and crisis“. Die Vorträge finden vor Ort oder über Zoom statt. Studierende aller Fakultäten sowie externe Gäste sind zu allen Veranstaltungen herzlich eingeladen.

  • Prof. Klaus Adam, Ph.D. zum Dekan der Fakultät für Rechts­wissenschaft und Volkswirtschafts­lehre gewählt

    Der Fakultäts­rat der Fakultät für Rechts­wissenschaft und Volkswirtschafts­lehre hat auf seiner Sitzung am 14. September Prof. Klaus Adam, Ph.D. zum neuen Dekan der Fakultät gewählt. Seine Stellvertreterin ist die bisherige Dekanin, Prof. Dr. Nadine Klass, LL.M. Komplettiert wird der neue Fakultäts­vorstand durch den Prodekan als Studien­dekan, Prof. Dr. Mark Makowsky, sowie den weiteren Prodekan, Prof. Ulrich J. Wagner, Ph.D.

    Prof. Klaus Adam, Ph.D. ist bereits seit 1. August zugleich neuer Sprecher der Abteilung Volkswirtschafts­lehre.

  • Dr. Andreas Gerster erhält Deutschen Wirtschafts­preis für Nachwuchs­wissenschaft­ler der Joachim Herz Stiftung

    Für seine Arbeit „Energy Tax Exemptions and Industrial Production“ wurde Dr. Andreas Gerster, Vertretungs­professor am Lehr­stuhl für Quantitative Ökonomik der Universität Mannheim, mit dem ersten Platz des Deutschen Wirtschafts­preises in der Kategorie „Beste Beiträge von Nachwuchs­wissenschaft­lern“ ausgezeichnet. Der Preis wird alle zwei Jahre von der Joachim Herz Stiftung ausgelobt und ist mit 25.000 Euro dotiert.

    Gemeinsam mit Co-Autor Stefan Lamp, Ph.D., Postdoktorand an der Universidad Carlos III de Madrid, untersucht Dr. Andreas Gerster, welche Effekte es hat, wenn stromintensive Betriebe im verarbeitenden Gewerbe von der EEG-Umlage befreit werden. Dabei richten sie ihren Fokus auf zwei Hauptaspekte: den Stromverbrauch der Unternehmen sowie deren Wettbewerbs­fähigkeit. Bezüglich des Stromverbrauchs beobachten die Wissenschaft­ler einen nachteiligen Effekt, da die von der Energiesteuer befreiten Unternehmen ihren Verbrauch deutlich erhöhen. Außerdem vergleichen Gerster und Lamp zwei Ausgestaltungen der Regelung: Wenn Unternehmen Anreize dafür geboten werden, einen Schwellenwert zu erreichen, der sie zur Befreiung berechtigt, verbrauchen sie bewusst mehr Strom, als wenn keine solchen Anreize geboten werden. Die Wettbewerbs­fähigkeit wurde anhand der Faktoren Beschäftigung, Umsatz und Export gemessen – hier weisen Gerster und Lamp keine signifikanten Effekte nach. Da eine Verbesserung der Wettbewerbs­fähigkeit das Ziel der Energiesteuerbefreiung ist, zweifeln die Forscher deren Notwendigkeit in ihrer bisherigen Form an.

    Die Joachim Herz Stiftung würdigt das Projekt als einen wichtigen Beitrag, die Befreiung von der EEG-Umlage umwelt­gerecht auszugestalten. Alle zwei Jahre zeichnet sie herausragende interdisziplinäre Forschungs­beiträge in den Wirtschafts­wissenschaften mit dem Deutschen Wirtschafts­preis aus. Er wird in den Kategorien „Bestes Forschungs­werk eines etablierten Wissenschaft­lers“ sowie „Beste Beiträge von Nachwuchs­wissenschaft­lern“ vergeben und ist der höchstdotierte Preis für Wirtschafts­wissenschaften in Deutschland. „Das ist eine tolle Anerkennung für unsere Arbeit. Es ermutigt uns, mit der Forschung weiterzumachen – auch wenn es manchmal anstrengend war“, freut sich Dr. Gerster über den Preis.

    Weitere Informationen sind verfügbar unter: https://www.joachim-herz-stiftung.de/was-wir-tun/wirtschaft-verstehen-gestalten/wirtschaftswissenschaften-querdenken/wirtschaftspreis/

     

    Kontakt:
    Dr. Andreas Gerster
    Lehr­stuhl­vertreter
    Universität Mannheim
    Abteilung Volkswirtschafts­lehre
    Lehr­stuhl für VWL, Quantitative Ökonomik
    E-Mail: gerster uni-mannheim.de
    Telefon: 0621 181–1791

  • Neue Studie: Die Aufnahme von Flüchtlingen nach dem 2. Weltkrieg erhöhte das deutsche Pro-Kopf-Einkommen und die Löhne

    Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Millionen von Flüchtlingen nach Westdeutschland vertrieben. Zu dieser Zeit war Deutschland in vier alliierte Besatzungs­zonen aufgeteilt. Da die französische Besatzungs­zone den Zugang von Heimatvertriebenen beschränkte, ließen sich die meisten in der britischen, amerikanischen und sowjetischen Besatzungs­zone nieder.

    Die Folgen sind deutlich zu sehen, wenn man die Gemeinden an der ehemaligen Grenze zwischen der französischen und der amerikanischen Besatzungs­zone im heutigen Bundes­land Baden-Württemberg vergleicht. Im Jahr 1950 gab es in den Gemeinden auf der ehemaligen amerikanischen Seite der Grenze viel mehr Flüchtlinge und eine um 20 Prozent höhere Bevölkerungs­dichte. Vor der Ankunft der Heimatvertriebenen hatte es dagegen keine Unterschiede in der Bevölkerungs­dichte gegeben. Auch in anderen sozioökonomischen Merkmalen unterschieden sich die Gemeinden auf der gegenüberliegenden Seite der Grenze nicht.

    Welche wirtschaft­lichen Folgen hatte der Zuzug von Heimatvertriebenen auf lange Sicht? Eine neue Studie vergleicht die wirtschaft­liche Entwicklung von Gemeinden auf gegenüberliegenden Seiten der ehemaligen Grenze in den 75 Jahren seit der Ankunft der Flüchtlinge.

    Die Studie der Wirtschafts­wissenschaft­ler Prof. Dr. Antonio Ciccone (Universität Mannheim) und Prof. Dr. Jan Sebastian Nimczik (ESMT Berlin) konzentriert sich auf die Auswirkungen der historischen Flüchtlingsaufnahme auf die heutige Produktivität, Löhne, Einkommen, Mieten und Bevölkerungs­dichte. Sie dokumentiert, dass die Bevölkerungs­dichte in den Gemeinden auf der ehemaligen US-Seite auch im Jahr 2020 noch höher ist. Gleichzeitig haben die Gemeinden auf der ehemaligen US-Seite heute ein höheres Pro-Kopf-Einkommen, eine höhere Produktivität und höhere Löhne, bei gleichzeitig höheren Mieten.

    Mit der Ankunft der Heimatvertriebenen auf der US-Seite der ehemaligen Grenze stiegen das Pro-Kopf-Einkommen und die Produktivität langfristig um etwa 13 Prozent und die Löhne um etwa 10 Prozent. Es dauerte jedoch mehrere Jahrzehnte, bis sich der wirtschaft­liche Vorteil der Gemeinden auf der US-Seite der ehemaligen Grenze herauskristallisierte.

    Prof. Nimczik erläutert: „Kriege, landes­interne Konflikte, wirtschaft­licher Zusammenbruch und der Klimawandel verursachen auch heute noch massive Flüchtlingsbewegungen. Natürlich müssen humanitäre Erwägungen die Hauptmotivation für die Maßnahmen zur Unterstützung von Flüchtlingen sein. Aber auch die wirtschaft­lichen Kosten und Nutzen haben schon immer eine Rolle gespielt. Die öffentliche Debatte in den potenziellen Aufnahmeländern konzentriert sich meist auf die kurz- und mittelfristige Perspektive. Der Fall der Heimatvertriebenen in Deutschland zeigt, dass auch der längerfristige, wirtschaft­liche Nutzen beträchtlich sein kann.“

    Prof. Ciccone ergänzt: „Die Heimatvertriebenen wurden in Westdeutschland nicht überall willkommen geheißen oder als Gleichberechtigte behandelt. Es dauerte Jahrzehnte, bis sie allgemein akzeptiert und integriert wurden. Die wirtschaft­lichen Vorteile, die Gemeinden heute durch die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen haben, haben sich erst nach und nach eingestellt. Sie wären zum Zeitpunkt der Aufnahme der Flüchtlinge oder in den ersten Jahrzehnten nach ihrer Ankunft nicht erkennbar gewesen. Letztendlich scheinen die wirtschaft­lichen Auswirkungen jedoch erheblich gewesen zu sein. Die für unsere Studie erforderlichen Daten sind erst seit kurzem nutzbar, dank der Open-Data-Strategie der Statistischen Ämter. Es bleibt zu hoffen, dass die Daten zur längerfristigen Bewertung anderer Flüchtlingsbewegungen in jüngerer Zeit in Zukunft ebenfalls zur Verfügung gestellt werden.“

    Link zur Publikation
     

    Kontakt:
    Prof. Dr. Antonio Ciccone
    Universität Mannheim
    Abteilung Volkswirtschafts­lehre
    L7, 3–5
    68161 Mannheim

    E-Mail: antonio.ciccone uni-mannheim.de

  • Ringvorlesung im Frühjahrssemester 2022 beginnt am 15. März

    Am Mittwoch, dem 15. März, beginnt die von der Fach­schaft VWL organisierte Ringvorlesung des Frühjahrssemesters 2022. Sie steht in diesem Semester unter dem Motto „Economics, Politics, and the Media“. Die Vorträge finden vor Ort oder über Zoom statt. Studierende aller Fakultäten sowie externe Gäste sind zu allen Veranstaltungen herzlich eingeladen.

  • Prof. Ulrich Wagner, Ph.D. übernimmt das Amt des Stellvertretenden Abteilungs­sprechers sowie des Studien­dekans

    Am 1. Februar 2022 hat Prof. Ulrich Wagner, Ph.D. von seinem Vorgänger Prof. Dr. Markus Frölich das Amt des Stellvertretenden Abteilungs­sprechers sowie das Amt des Studien­dekans für das Bachelor­studium und das Master­studium in den Studien­richtungen Economics sowie Competition and Regulation Economics übernommen. Darüber hinaus ist er neuer Vorsitzender des Prüfungs­ausschusses für den Master­studien­gang, und er übernimmt die Funktion des Auslands­beauftragten sowie auf Fakultäts­ebene das Amt des Prodekans, der Studiedekan ist.

     

  • Prof. Michèle Tertilt, Ph.D. unter den 100 einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft 2021

    Das Manager Magazin zeichnet die Mannheimer Ökonomin in der Kategorie „Wegbereiterinnen“ aus.

      
    Ob als Managerinnen, Unternehmerinnen oder Beraterinnen – einmal im Jahr ehren die Boston Consulting Group und das Manager Magazin die 100 einflussreichsten Frauen, die sich im Vorjahr um die deutsche Wirtschaft verdient gemacht haben. In 2021 gehört dazu die Mannheimer Wirtschafts­wissenschaft­lerin Prof. Michèle Tertilt, Ph.D.

    „Die Professorin an der Universität Mannheim und Trägerin höchster wissenschaft­licher Auszeichnungen erforscht so klug wie beharrlich die Auswirkungen von Geschlechterrollen und Familienstrukturen auf Wirtschafts­wachstum, Investitionen in Humankapital und wirtschaft­liche Entwicklung. Das Ehegattensplitting will sie abschaffen, bei Frauenquoten bleibt sie skeptisch“, begründet die Jury.

    Seit 2015 präsentiert das Manager Magazin die Top 100 der Frauen in seiner jeweils ersten Jahresausgabe. Dabei werden die Kandidatinnen unterschiedlicher Branchen nicht aufgrund formaler Ämter, sondern anhand ihres realen Einflusses ausgewählt. Neben Unternehmerinnen gehören dazu unter anderem Managerinnen, Aufsichtsrätinnen, Expatriates (deutsche Managerinnen im Ausland) und Influencerinnen.

    In ihrer Forschung beschäftigt sich Michèle Tertilt mit Makro- und Entwicklungs­ökonomie sowie Familienökonomie und Themen der Finanz­wissenschaft. Seit 2010 ist sie VWL-Professorin an der Universität Mannheim. 2019 wurde sie für ihre herausragenden Beiträge zur Forschung mit dem renommierten Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ausgezeichnet.


    Kontakt:
    Prof. Michèle Tertilt, Ph.D.
    Universität Mannheim
    Tel. +49-621-181-1902
    E-Mail: tertilt uni-mannheim.de

  • Dr. Cornelius Schneider erhält Förderung des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD)

    Der Mannheimer VWL-Postdoktorand hat sich erfolgreich für das prestigeträchtige „Postdoctoral Researchers International Mobility Experience“ (PRIME)-Programm des DAAD beworben.


    In seiner Forschung beschäftigt sich Schneider, der Mitarbeiter von Prof. Dr. Wladislaw Mill ist, mit Fragen der optimalen Besteuerung und der öffentlichen Finanzen, insbesondere unter Verwendung von Methoden der experimentellen und Verhaltensökonomie. Die Förderung des DAAD erhält Schneider für sein aktuelles Forschungs­projekt, in dem er die potenziell positiven Auswirkungen von Steuerhinterziehungs­möglichkeiten untersucht.

    Derzeit absolviert Schneider den für das PRIME-Programm obligatorischen Auslands­aufenthalt am Norwegian Centre for Taxation (NoCeT) der Norwegian School of Economics (NHH), einer ENGAGE.EU-Partner­universität der Universität Mannheim.

    Schneider ist einer von 11 Fellows, der in der Kategorie Sozial- und Geistes­wissenschaften vom DAAD gefördert wird. Eine Liste aller aktuell Geförderten finden Sie unter https://www.daad.de/de/studieren-und-forschen-in-deutschland/stipendien-finden/prime/prime-fellows-202021/

      
    Über das PRIME-Programm:

    Seit 2014 unterstützt der DAAD mit dem Förder­programm „Postdoctoral Researchers International Mobility Experience“ (PRIME) die internationale Mobilität in der Postdoktoranden­phase durch befristete Stellen an deutschen Hochschulen anstelle traditioneller Stipendien. Die Förderung umfasst eine 12-monatige Auslands­phase und eine sechsmonatige Integrations­phase an einer deutschen Hochschule, an der die Geförderten über den gesamten Förderzeitraum als Postdoktoranden angestellt sind. Finanziert wird PRIME mit Mitteln des Bundes­ministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Europäischen Union (FP7/Marie Curie Actions/COFUND).

News aus dem Jahr 2021

  • SFB/Transregio „Ökonomische Perspektiven auf gesellschaft­liche Herausforderungen“ um eine weitere Förderperiode verlängert

    Die Funktion der Sprecher­universität für die nächsten vier Jahre übernimmt die Universität Mannheim.

      
    Der 2018 eingerichtete Sonderforschungs­bereich/Transregio 224 „Ökonomische Perspektiven auf Gesellschaft­liche Herausforderungen“ ist eine Kooperation der Universität Bonn und der Universität Mannheim. In verschiedenen Projektfeldern beschäftigen sich die Forschenden mit drei zentralen gesellschaft­lichen Herausforderungen: Wie kann Chancengleichheit gefördert werden? Wie können Märkte angesichts der Internationalisierung und Digitalisierung der Wirtschaft reguliert werden? Und wie kann die Stabilität des Finanzsystems gesichert werden? Die Wissenschaft­lerinnen und Wissenschaft­ler betrachten diese Herausforderungen als inhärent miteinander verbunden. Ziel des SFB/TR ist es, sie zu analysieren und politische Vorschläge zu ihrer Bewältigung zu unterbreiten.

    Das Forschungs­programm des SFB/TR wird in der zweiten Förderperiode durch zwei neue Projekte zu den Themen „Verhaltensbedingte Determinanten von Ungleichheiten auf dem Arbeits­markt“ und „Heterogenität, finanzielle Friktionen und makroökonomische Stabilisierung“ ergänzt. Der SFB/TR integriert somit zum einen eine neue Arbeits­markt­perspektive und verbreitert zum anderen die makroökonomische Ausrichtung seines Forschungs­programms. Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Projektfelder des SFB werden in der zweiten Förderperiode Teil der Forschungs­aktivitäten bleiben.

    „In seinen ersten vier Jahren hat der Sonderforschungs­bereich nicht nur wissenschaft­liche Beiträge auf höchstem internationalen Niveau geliefert, sondern auch innovative und leistungs­starke Strukturen in der Nachwuchs­förderung und der Wissenschafts­kommunikation aufgebaut“, sagt der Ökonom Prof. Dr. Sven Rady von der Universität Bonn. „Als Sprecher der ersten Förderperiode bin ich sehr stolz auf das Erreichte und freue mich auf die weitere Entwicklung unseres Forschungs­verbunds unter der Leitung meines Mannheimer Kollegen Volker Nocke.“

    „Die Universitäten in Bonn und Mannheim haben schon seit vielen Jahren ein in Deutschland einmaliges Umfeld für ökonomische Spitzenforschung geschaffen. Die Entscheidung der DFG, den Sonderforschungs­bereich weiter und in noch größerem Umfang als bisher zu fördern, ist das wohlverdiente Ergebnis dieser Bemühungen, vor allem aber ein Riesenerfolg der beteiligten Forscher“, betont Prof. Volker Nocke, Ph.D. von der Mannheimer Abteilung Volkswirtschafts­lehre, der dem Verbund in den kommenden vier Jahren als Sprecher vorstehen wird.

     

    Fördersumme für die neue Förderperiode: 11 Millionen Euro
    Sprecher: Prof. Volker Nocke, Ph.D., Abteilung Volkswirtschafts­lehre der Universität Mannheim
    Co-Sprecher: Prof. Dr. Sven Rady, Universität Bonn (Sprecher der ersten Förderperiode)

     

    Zur Pressemitteilung der DFG: www.dfg.de/service/presse/pressemitteilungen/2021/pressemitteilung_nr_48/index.html

     

    Kontakt:
    Prof. Volker Nocke, Ph.D.
    Lehr­stuhl für Volkswirtschafts­lehre, Mikroökonomik
    Universität Mannheim
    Tel.: +49 621 181–3505
    E-Mail: volker.nocke gmail.com

  • THE Ranking by Subject: Mannheim erneut deutschland­weit auf Platz 1 in den Wirtschafts­wissenschaften

    Zum wiederholten Mal in Folge führt die Universität Mannheim auch im aktuellen 2022 Times Higher Education World University Rankings by subject: business and economics das Feld der in Deutschland beheimateten Universitäten an. Unter allen europäischen Universitäten platz­iert sie sich auf Position 13, global auf Rang 42.

    Das THE World University Ranking ist das weltweit einzige Ranking, das forschungs­intensive Universitäten in ihren Kernaufgaben Lehre, Forschung, Forschungs­einfluss, Wissenstransfer und Internationalisierung insgesamt bewertet. Für die aktuelle Ausgabe des Rankings wurden 1.900 Universitäten weltweit untersucht, davon 52 aus Deutschland. Die Ergebnisse beruhen auf Befragungen von Wissenschaft­lern sowie Zitationen aus wissenschaft­lichen Veröffentlichungen und statistischen Erhebungen, die von den Hochschulen zur Verfügung gestellt werden. Es gehört seit Jahren zu den international anerkanntesten Rankings im Hochschul­bereich.

    zu den Rankingergebnissen

  • Prof. Volker Nocke, Ph.D. zum Fellow der Econometric Society gewählt / Volker Nocke elected Fellow of the Econometric Society

    Prof. Volker Nocke, Ph.D., Professor für Mikroökonomie an der Mannheimer Abteilung Volkswirtschafts­lehre seit 2009, zählt zu den international renommiertesten Wissenschaft­lern auf seinem Fach­gebiet. Nun wurde er in Anerkennung seiner wichtigen Beiträge zur Wirtschafts­wissenschaft zum Fellow der Econometric Society gewählt.

    Die 1930 gegründete Econometric Society ist eine internationale wissenschaft­liche Gesellschaft, die Forscherinnen und Forscher vereinigt, um die Wirtschafts­theorie als Teildisziplin der VWL in ihrer Verbindung zur Statistik und Mathematik voranzutreiben. Die Econometric Society gibt die Zeitschrift Econometrica heraus, eine der renommierten „Top 5“-Zeitschriften in den Wirtschafts­wissenschaften, sowie zwei weitere hoch angesehene Journale. Die Fellows repräsentieren die höchste Autorität der Society. Derzeit gibt es weltweit mehr als 700 gewählte Fellows, dar­unter viele Nobelpreisträger. Nur 14 Fellows (7 davon emeritierte Professoren) sind in Deutschland ansässig. Zwei Fellows der Econometric Society forschen derzeit an der Universität Mannheim: Michèle Tertilt und Volker Nocke.

    Vor seinem Wechsel an die Universität Mannheim war Volker Nocke an der University of California, Los Angeles (UCLA), sowie an den Universitäten von Oxford und Pennsylvania tätig. Seine breit gefächerten Forschungs­interessen liegen in den Bereichen Industrieökonomik und Internationaler Handel. Ein Großteil seiner jüngsten Arbeiten befasst sich mit horizontalen und vertikalen Fusionen, der Oligopoltheorie und der Wettbewerbspolitik. Er hat in führenden akademischen Fach­zeitschriften wie Econometrica, American Economic Review, Journal of Political Economy und Review of Economic Studies veröffentlicht. Er hat an der London School of Economics promoviert und an der Universität Bonn einen Abschluss als Diplom-Volkswirt erworben.


    Kontakt:
    Prof. Volker Nocke
    Professur für VWL, Mikroökonomie
    Universität Mannheim
    Tel. +49-621-181-1836
    E-Mail: nocke uni-mannheim.de

     

    Prof. Volker Nocke, Ph.D., Professor of Microeconomics at the Mannheim Department of Economics since 2009, is one of the most internationally renowned scholars in his field. In recognition of his important contributions to economics, he has now been elected a Fellow of the Econometric Society.

    Founded in 1930, the Econometric Society is an International Society for the Advancement of Economic Theory in its Relation to Statistics and Mathematics. The Econometric Society publishes Econometrica, one of the coveted „top 5“ journals in economics, as well as two other highly regarded journals. Fellows represent the highest authority of the Society. There are currently more than 700 elected Fellows worldwide, including many Nobel Prize winners. Only 14 Fellows (out of which 7 are emeritus professors) are based in Germany. There are now two Fellows of the Econometric Society engaged in research at the University of Mannheim: Michèle Tertilt and Volker Nocke.

    Prior to joining the University of Mannheim, Volker Nocke has held full-time faculty positions at the University of California, Los Angeles (UCLA), and the Universities of Oxford and Pennsylvania. He has broad research interests within the fields of Industrial Organization and International Trade. Much of his recent work has been concerned with horizontal and vertical mergers, oligopoly theory, and competition policy. He has published in the leading academic journals such as Econometrica, the American Economic Review, the Journal of Political Economy, and the Review of Economic Studies. He holds a Ph.D. from the London School of Economics and an undergraduate degree (Diplom-Volkswirt) from the University of Bonn.

     

  • Mannheimer Juniorprofessor Nicolas Bonneton für die erste REStud-Nordamerika-Tour ausgewählt / Mannheim Assistant Professor Nicolas Bonneton Selected for Inaugural REStud North American Tour

    Seit mehr als 30 Jahren lädt die Review of Economic Studies (REStud), eine der renommierten „Top 5“-Zeitschriften auf dem Gebiet der Volkswirtschafts­lehre, die besten US-amerikanischen Kandidaten auf dem akademischen Nachwuchs­markt ein, ihre Forschungs­ergebnisse an einigen ausgewählten europäischen Wirtschafts­fakultäten vorzustellen. Zum ersten Mal veranstaltet die Zeitschrift in diesem Jahr auch eine reziproke Tournee durch nordamerikanische Einrichtungen, mit dem Ziel, herausragende Kandidaten von europäischen Einrichtungen zu präsentieren. Nicolas Bonneton, der seit August als Juniorprofessor für Mikroökonomik die Mannheimer Abteilung Volkswirtschafts­lehre verstärkt, nachdem er seinen Doktorgrad an der Toulouse School of Economics erworben hatte, wurde als einer von vier jungen Wissenschaft­lern für diese erste REStud North American Tour (https://www.restud.com/restudtour/) ausgewählt.

     

    For more than 30 years, the Review of Economic Studies (REStud) – one of the prestigious “top 5” economics journals – has invited the best US-based candidates in the junior academic job market to present their research at a few selected European economics departments. For the first time this year, the journal is also hosting a tour of North American institutions, with the aim of showcasing excellent job market candidates from European institutions. Nicolas Bonneton – who recently joined Mannheim as an assistant professor with a PhD from the Toulouse School of Economics – has been selected as one of four young scholars for this inaugural REStud North American Tour (https://www.restud.com/restudtour/).

      

  • Ringvorlesung im Herbstsemester beginnt am 6. Oktober

    Am Mittwoch, dem 6. Oktober, beginnt die von der Fach­schaft VWL organisierte Ringvorlesung des Herbstsemesters 2021. Sie steht in diesem Semester unter dem Motto „Economics of Crime“. Die Vorträge finden live im Hörsaal oder über Zoom statt. Studierende aller Fakultäten sowie externe Gäste sind zu allen Veranstaltungen herzlich eingeladen.

  • Gutachten zur Zukunft der Rente unter Mitwirkung von Prof. Dr. Eckhard Janeba vorgelegt

    Der Wissenschaft­liche Beirat beim Bundes­ministerium für Wirtschaft und Energie hat in einem Gutachten einen Umbau der gesetzlichen Renten­versicherung vorgeschlagen. Prof. Dr. Eckhard Janeba war als Mitglied dieses Beirats an der Erstellung des Gutachtens beteiligt.

    Am 7. Juni legte der Wissenschaft­liche Beirat dem Bundes­wirtschafts­minister sein Gutachten unter dem Titel „Vorschläge für eine Reform der gesetzlichen Renten­versicherung“ vor. Darin heißt es, die Renten­versicherung steuere auf einen „Finanzierungs­schock“ zu. Die Pandemie habe dazu geführt, dass der Schock früher einsetzen und stärker ausgeprägt sein werde.

    Das Gutachten wurde von einer fünfköpfigen Arbeits­gruppe des Beirats erarbeitet, der auch Prof. Dr. Eckhard Janeba angehört. Der international renommierte Wirtschafts­wissenschaft­ler war verstärkt eingebunden in die Fragestellung, ob die derzeitige Rentenpolitik ohne Abschaffung der Haltelinien der Regierung durch steigende Bundes­zuschüsse aufrecht erhalten werden könne. Die sogenannten Haltelinien legen fest, dass das Rentenniveau nicht unter 48 Prozent sinkt und die Beiträge nicht über 22 Prozent steigen.

    „2019 flossen knapp 26 Prozent des Bundes­haushalts in die Renten­versicherung. Wenn der Beitragssatz unter 22 Prozent und das Sicherungs­niveau über 48 Prozent gehalten werden sollen, müsste dieser Anteil auf über 44% und bis 2060 sogar auf über 55% ansteigen“, erklärt Janeba. „Das ist selbst mit massiven Steuererhöhungen wohl nicht zu finanzieren und müsste daher zu Lasten anderer Ausgaben gehen.“

    Im Auftrag des Bundes­ministeriums behandelte Janeba zudem Potentiale der Einkommensbesteuerung für die Sicherung der Finanzierung des Rentensystems und war darüber hinaus eingebunden beim Themenkomplex politische Ökonomie von Rentenreformen.

     

    Zur Person

    Prof. Dr. Eckhard Janeba ist seit 2004 Professor für Volkswirtschafts­lehre an der Universität Mannheim. Seine bevorzugten Forschungs­gebiete sind Finanz­wissenschaft und Außen­handel. Insbesondere interessiert er sich für die Auswirkungen der Globalisierung auf staatliches Handeln. Er hat grundlegende Arbeiten zur Theorie des Steuerwettbewerbs geschrieben und beschäftigt sich aktuell mit Fiskalregeln wie beispielsweise der Schuldenbremse und dem europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt.

     

    Zum Wissenschaft­lichen Beirat

    Der Wissenschaft­liche Beirat beim Bundes­ministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) berät den zuständigen Bundes­minister unabhängig in allen Fragen der Wirtschafts­politik. Die 39 Wissenschaft­lerinnen und Wissenschaft­ler tagen fünf Mal im Jahr, beraten sich zu selbstgewählten Themen und veröffentlichen ihre Ergebnisse anschließend in Form von Gutachten.

     

    Zur Pressemitteilung des Bundes­ministeriums für Wirtschaft und Energie

  • QS-Ranking: Mannheimer VWL und Ökonometrie zum dritten Mal in Folge die Nummer 1 in Deutschland

    Im aktuellen „QS World University Ranking by Subject 2021“ schneidet die Abteilung Volkswirtschafts­lehre in ihrem Fach­gebiet „Economics & Econometrics“ nach 2019 und 2020 zum dritten Mal in Folge mit Abstand als beste unter allen deutschen Universitäten ab. Im weltweiten Vergleich wird nunmehr ein hervorragender 40. Platz belegt – eine Verbesserung um fünf Rangplätze gegenüber dem Vorjahr.

    Das QS World University Ranking by Subject bewertet die Universität Mannheim in der Kategorie Social Sciences and Management in fünf Teil­bereichen: Unter allen deutschen Universitäten belegt sie erneut Platz 1 in den Bereichen „Accounting and Finance“, „Business and Management“ sowie „Economics and Econometrics“. Sie ist damit die am besten bewertete deutsche Universität in den Wirtschafts­wissenschaften. In Politik­wissenschaft erreichte sie zudem ein weiteres Mal Rang 2, in Soziologie Rang 3. Im Fach Psychologie – das im QS-Ranking der Kategorie „Life Sciences and Medicine“ zugeordnet wird – belegt die Universität Mannheim erneut Rang 4 deutschland­weit.

    Das „QS World University Ranking by Subject“ wird jährlich veröffentlicht und untersucht über 4.275 Hochschulen weltweit in Bezug auf ihre Forschungs­reputation, die Anzahl und Qualität ihrer Publikationen sowie das Ansehen der Absolventinnen und Absolventen bei Arbeitgebern.