DE / EN

News der Abteilung Volkswirtschafts­lehre

    News aus dem Jahr 2021

  • SFB/Transregio „Ökonomische Perspektiven auf gesellschaft­liche Herausforderungen“ um eine weitere Förderperiode verlängert

    Die Funktion der Sprecher­universität für die nächsten vier Jahre übernimmt die Universität Mannheim.

      
    Der 2018 eingerichtete Sonderforschungs­bereich/Transregio 224 „Ökonomische Perspektiven auf Gesellschaft­liche Herausforderungen“ ist eine Kooperation der Universität Bonn und der Universität Mannheim. In verschiedenen Projektfeldern beschäftigen sich die Forschenden mit drei zentralen gesellschaft­lichen Herausforderungen: Wie kann Chancengleichheit gefördert werden? Wie können Märkte angesichts der Internationalisierung und Digitalisierung der Wirtschaft reguliert werden? Und wie kann die Stabilität des Finanzsystems gesichert werden? Die Wissenschaft­lerinnen und Wissenschaft­ler betrachten diese Herausforderungen als inhärent miteinander verbunden. Ziel des SFB/TR ist es, sie zu analysieren und politische Vorschläge zu ihrer Bewältigung zu unterbreiten.

    Das Forschungs­programm des SFB/TR wird in der zweiten Förderperiode durch zwei neue Projekte zu den Themen „Verhaltensbedingte Determinanten von Ungleichheiten auf dem Arbeits­markt“ und „Heterogenität, finanzielle Friktionen und makroökonomische Stabilisierung“ ergänzt. Der SFB/TR integriert somit zum einen eine neue Arbeits­markt­perspektive und verbreitert zum anderen die makroökonomische Ausrichtung seines Forschungs­programms. Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Projektfelder des SFB werden in der zweiten Förderperiode Teil der Forschungs­aktivitäten bleiben.

    „In seinen ersten vier Jahren hat der Sonderforschungs­bereich nicht nur wissenschaft­liche Beiträge auf höchstem internationalen Niveau geliefert, sondern auch innovative und leistungs­starke Strukturen in der Nachwuchs­förderung und der Wissenschafts­kommunikation aufgebaut“, sagt der Ökonom Prof. Dr. Sven Rady von der Universität Bonn. „Als Sprecher der ersten Förderperiode bin ich sehr stolz auf das Erreichte und freue mich auf die weitere Entwicklung unseres Forschungs­verbunds unter der Leitung meines Mannheimer Kollegen Volker Nocke.“

    „Die Universitäten in Bonn und Mannheim haben schon seit vielen Jahren ein in Deutschland einmaliges Umfeld für ökonomische Spitzenforschung geschaffen. Die Entscheidung der DFG, den Sonderforschungs­bereich weiter und in noch größerem Umfang als bisher zu fördern, ist das wohlverdiente Ergebnis dieser Bemühungen, vor allem aber ein Riesenerfolg der beteiligten Forscher“, betont Prof. Volker Nocke, Ph.D. von der Mannheimer Abteilung Volkswirtschafts­lehre, der dem Verbund in den kommenden vier Jahren als Sprecher vorstehen wird.

     

    Fördersumme für die neue Förderperiode: 11 Millionen Euro
    Sprecher: Prof. Volker Nocke, Ph.D., Abteilung Volkswirtschafts­lehre der Universität Mannheim
    Co-Sprecher: Prof. Dr. Sven Rady, Universität Bonn (Sprecher der ersten Förderperiode)

     

    Zur Pressemitteilung der DFG: www.dfg.de/service/presse/pressemitteilungen/2021/pressemitteilung_nr_48/index.html

     

    Kontakt:
    Prof. Volker Nocke, Ph.D.
    Lehr­stuhl für Volkswirtschafts­lehre, Mikroökonomik
    Universität Mannheim
    Tel.: +49 621 181–3505
    E-Mail: volker.nocke gmail.com

  • THE Ranking by Subject: Mannheim erneut deutschland­weit auf Platz 1 in den Wirtschafts­wissenschaften

    Zum wiederholten Mal in Folge führt die Universität Mannheim auch im aktuellen 2022 Times Higher Education World University Rankings by subject: business and economics das Feld der in Deutschland beheimateten Universitäten an. Unter allen europäischen Universitäten platz­iert sie sich auf Position 13, global auf Rang 42.

    Das THE World University Ranking ist das weltweit einzige Ranking, das forschungs­intensive Universitäten in ihren Kernaufgaben Lehre, Forschung, Forschungs­einfluss, Wissenstransfer und Internationalisierung insgesamt bewertet. Für die aktuelle Ausgabe des Rankings wurden 1.900 Universitäten weltweit untersucht, davon 52 aus Deutschland. Die Ergebnisse beruhen auf Befragungen von Wissenschaft­lern sowie Zitationen aus wissenschaft­lichen Veröffentlichungen und statistischen Erhebungen, die von den Hochschulen zur Verfügung gestellt werden. Es gehört seit Jahren zu den international anerkanntesten Rankings im Hochschul­bereich.

    zu den Rankingergebnissen

  • Prof. Volker Nocke, Ph.D. zum Fellow der Econometric Society gewählt / Volker Nocke elected Fellow of the Econometric Society

    Prof. Volker Nocke, Ph.D., Professor für Mikroökonomie an der Mannheimer Abteilung Volkswirtschafts­lehre seit 2009, zählt zu den international renommiertesten Wissenschaft­lern auf seinem Fach­gebiet. Nun wurde er in Anerkennung seiner wichtigen Beiträge zur Wirtschafts­wissenschaft zum Fellow der Econometric Society gewählt.

    Die 1930 gegründete Econometric Society ist eine internationale wissenschaft­liche Gesellschaft, die Forscherinnen und Forscher vereinigt, um die Wirtschafts­theorie als Teildisziplin der VWL in ihrer Verbindung zur Statistik und Mathematik voranzutreiben. Die Econometric Society gibt die Zeitschrift Econometrica heraus, eine der renommierten „Top 5“-Zeitschriften in den Wirtschafts­wissenschaften, sowie zwei weitere hoch angesehene Journale. Die Fellows repräsentieren die höchste Autorität der Society. Derzeit gibt es weltweit mehr als 700 gewählte Fellows, dar­unter viele Nobelpreisträger. Nur 14 Fellows (7 davon emeritierte Professoren) sind in Deutschland ansässig. Zwei Fellows der Econometric Society forschen derzeit an der Universität Mannheim: Michèle Tertilt und Volker Nocke.

    Vor seinem Wechsel an die Universität Mannheim war Volker Nocke an der University of California, Los Angeles (UCLA), sowie an den Universitäten von Oxford und Pennsylvania tätig. Seine breit gefächerten Forschungs­interessen liegen in den Bereichen Industrieökonomik und Internationaler Handel. Ein Großteil seiner jüngsten Arbeiten befasst sich mit horizontalen und vertikalen Fusionen, der Oligopoltheorie und der Wettbewerbspolitik. Er hat in führenden akademischen Fach­zeitschriften wie Econometrica, American Economic Review, Journal of Political Economy und Review of Economic Studies veröffentlicht. Er hat an der London School of Economics promoviert und an der Universität Bonn einen Abschluss als Diplom-Volkswirt erworben.


    Kontakt:
    Prof. Volker Nocke
    Professur für VWL, Mikroökonomie
    Universität Mannheim
    Tel. +49-621-181-1836
    E-Mail: nocke uni-mannheim.de

     

    Prof. Volker Nocke, Ph.D., Professor of Microeconomics at the Mannheim Department of Economics since 2009, is one of the most internationally renowned scholars in his field. In recognition of his important contributions to economics, he has now been elected a Fellow of the Econometric Society.

    Founded in 1930, the Econometric Society is an International Society for the Advancement of Economic Theory in its Relation to Statistics and Mathematics. The Econometric Society publishes Econometrica, one of the coveted „top 5“ journals in economics, as well as two other highly regarded journals. Fellows represent the highest authority of the Society. There are currently more than 700 elected Fellows worldwide, including many Nobel Prize winners. Only 14 Fellows (out of which 7 are emeritus professors) are based in Germany. There are now two Fellows of the Econometric Society engaged in research at the University of Mannheim: Michèle Tertilt and Volker Nocke.

    Prior to joining the University of Mannheim, Volker Nocke has held full-time faculty positions at the University of California, Los Angeles (UCLA), and the Universities of Oxford and Pennsylvania. He has broad research interests within the fields of Industrial Organization and International Trade. Much of his recent work has been concerned with horizontal and vertical mergers, oligopoly theory, and competition policy. He has published in the leading academic journals such as Econometrica, the American Economic Review, the Journal of Political Economy, and the Review of Economic Studies. He holds a Ph.D. from the London School of Economics and an undergraduate degree (Diplom-Volkswirt) from the University of Bonn.

     

  • Mannheimer Juniorprofessor Nicolas Bonneton für die erste REStud-Nordamerika-Tour ausgewählt / Mannheim Assistant Professor Nicolas Bonneton Selected for Inaugural REStud North American Tour

    Seit mehr als 30 Jahren lädt die Review of Economic Studies (REStud), eine der renommierten „Top 5“-Zeitschriften auf dem Gebiet der Volkswirtschafts­lehre, die besten US-amerikanischen Kandidaten auf dem akademischen Nachwuchs­markt ein, ihre Forschungs­ergebnisse an einigen ausgewählten europäischen Wirtschafts­fakultäten vorzustellen. Zum ersten Mal veranstaltet die Zeitschrift in diesem Jahr auch eine reziproke Tournee durch nordamerikanische Einrichtungen, mit dem Ziel, herausragende Kandidaten von europäischen Einrichtungen zu präsentieren. Nicolas Bonneton, der seit August als Juniorprofessor für Mikroökonomik die Mannheimer Abteilung Volkswirtschafts­lehre verstärkt, nachdem er seinen Doktorgrad an der Toulouse School of Economics erworben hatte, wurde als einer von vier jungen Wissenschaft­lern für diese erste REStud North American Tour (https://www.restud.com/restudtour/) ausgewählt.

     

    For more than 30 years, the Review of Economic Studies (REStud) – one of the prestigious “top 5” economics journals – has invited the best US-based candidates in the junior academic job market to present their research at a few selected European economics departments. For the first time this year, the journal is also hosting a tour of North American institutions, with the aim of showcasing excellent job market candidates from European institutions. Nicolas Bonneton – who recently joined Mannheim as an assistant professor with a PhD from the Toulouse School of Economics – has been selected as one of four young scholars for this inaugural REStud North American Tour (https://www.restud.com/restudtour/).

      

  • Ringvorlesung im Herbstsemester beginnt am 6. Oktober

    Am Mittwoch, dem 6. Oktober, beginnt die von der Fach­schaft VWL organisierte Ringvorlesung des Herbstsemesters 2021. Sie steht in diesem Semester unter dem Motto „Economics of Crime“. Die Vorträge finden live im Hörsaal oder über Zoom statt. Studierende aller Fakultäten sowie externe Gäste sind zu allen Veranstaltungen herzlich eingeladen.

  • Gutachten zur Zukunft der Rente unter Mitwirkung von Prof. Dr. Eckhard Janeba vorgelegt

    Der Wissenschaft­liche Beirat beim Bundes­ministerium für Wirtschaft und Energie hat in einem Gutachten einen Umbau der gesetzlichen Renten­versicherung vorgeschlagen. Prof. Dr. Eckhard Janeba war als Mitglied dieses Beirats an der Erstellung des Gutachtens beteiligt.

    Am 7. Juni legte der Wissenschaft­liche Beirat dem Bundes­wirtschafts­minister sein Gutachten unter dem Titel „Vorschläge für eine Reform der gesetzlichen Renten­versicherung“ vor. Darin heißt es, die Renten­versicherung steuere auf einen „Finanzierungs­schock“ zu. Die Pandemie habe dazu geführt, dass der Schock früher einsetzen und stärker ausgeprägt sein werde.

    Das Gutachten wurde von einer fünfköpfigen Arbeits­gruppe des Beirats erarbeitet, der auch Prof. Dr. Eckhard Janeba angehört. Der international renommierte Wirtschafts­wissenschaft­ler war verstärkt eingebunden in die Fragestellung, ob die derzeitige Rentenpolitik ohne Abschaffung der Haltelinien der Regierung durch steigende Bundes­zuschüsse aufrecht erhalten werden könne. Die sogenannten Haltelinien legen fest, dass das Rentenniveau nicht unter 48 Prozent sinkt und die Beiträge nicht über 22 Prozent steigen.

    „2019 flossen knapp 26 Prozent des Bundes­haushalts in die Renten­versicherung. Wenn der Beitragssatz unter 22 Prozent und das Sicherungs­niveau über 48 Prozent gehalten werden sollen, müsste dieser Anteil auf über 44% und bis 2060 sogar auf über 55% ansteigen“, erklärt Janeba. „Das ist selbst mit massiven Steuererhöhungen wohl nicht zu finanzieren und müsste daher zu Lasten anderer Ausgaben gehen.“

    Im Auftrag des Bundes­ministeriums behandelte Janeba zudem Potentiale der Einkommensbesteuerung für die Sicherung der Finanzierung des Rentensystems und war darüber hinaus eingebunden beim Themenkomplex politische Ökonomie von Rentenreformen.

     

    Zur Person

    Prof. Dr. Eckhard Janeba ist seit 2004 Professor für Volkswirtschafts­lehre an der Universität Mannheim. Seine bevorzugten Forschungs­gebiete sind Finanz­wissenschaft und Außen­handel. Insbesondere interessiert er sich für die Auswirkungen der Globalisierung auf staatliches Handeln. Er hat grundlegende Arbeiten zur Theorie des Steuerwettbewerbs geschrieben und beschäftigt sich aktuell mit Fiskalregeln wie beispielsweise der Schuldenbremse und dem europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt.

     

    Zum Wissenschaft­lichen Beirat

    Der Wissenschaft­liche Beirat beim Bundes­ministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) berät den zuständigen Bundes­minister unabhängig in allen Fragen der Wirtschafts­politik. Die 39 Wissenschaft­lerinnen und Wissenschaft­ler tagen fünf Mal im Jahr, beraten sich zu selbstgewählten Themen und veröffentlichen ihre Ergebnisse anschließend in Form von Gutachten.

     

    Zur Pressemitteilung des Bundes­ministeriums für Wirtschaft und Energie

  • QS-Ranking: Mannheimer VWL und Ökonometrie zum dritten Mal in Folge die Nummer 1 in Deutschland

    Im aktuellen „QS World University Ranking by Subject 2021“ schneidet die Abteilung Volkswirtschafts­lehre in ihrem Fach­gebiet „Economics & Econometrics“ nach 2019 und 2020 zum dritten Mal in Folge mit Abstand als beste unter allen deutschen Universitäten ab. Im weltweiten Vergleich wird nunmehr ein hervorragender 40. Platz belegt – eine Verbesserung um fünf Rangplätze gegenüber dem Vorjahr.

    Das QS World University Ranking by Subject bewertet die Universität Mannheim in der Kategorie Social Sciences and Management in fünf Teil­bereichen: Unter allen deutschen Universitäten belegt sie erneut Platz 1 in den Bereichen „Accounting and Finance“, „Business and Management“ sowie „Economics and Econometrics“. Sie ist damit die am besten bewertete deutsche Universität in den Wirtschafts­wissenschaften. In Politik­wissenschaft erreichte sie zudem ein weiteres Mal Rang 2, in Soziologie Rang 3. Im Fach Psychologie – das im QS-Ranking der Kategorie „Life Sciences and Medicine“ zugeordnet wird – belegt die Universität Mannheim erneut Rang 4 deutschland­weit.

    Das „QS World University Ranking by Subject“ wird jährlich veröffentlicht und untersucht über 4.275 Hochschulen weltweit in Bezug auf ihre Forschungs­reputation, die Anzahl und Qualität ihrer Publikationen sowie das Ansehen der Absolventinnen und Absolventen bei Arbeitgebern.

  • Ringvorlesung im Frühjahrssemester beginnt am 10. März

    Am Mittwoch, dem 10. März, beginnt die von der Fach­schaft VWL organisierte Ringvorlesung des Frühjahrssemesters 2021. Sie steht in diesem Semester unter dem Motto „Economics, Love, and Sexuality“. Die Vorträge finden über Zoom statt. Studierende aller Fakultäten sowie externe Gäste sind zu allen Veranstaltungen herzlich eingeladen.

    News aus dem Jahr 2020

  • THE Ranking by Subject: Mannheim wiederholt deutschland­weit auf Platz 1 in den Wirtschafts­wissenschaften

    Wie in den vergangenen Jahren führt die Universität Mannheim auch im 2021 Times Higher Education World University Rankings by subject: business and economics das Feld der in Deutschland beheimateten Universitäten an. Unter allen europäischen Universitäten platz­iert sie sich erneut auf Position 11, weltweit nun auf Rang 39, um zwei Plätze verbessert gegenüber dem Vorjahr.

    Das THE World University Ranking ist das weltweit einzige Ranking, das forschungs­intensive Universitäten in ihren Kernaufgaben Lehre, Forschung, Forschungs­einfluss, Wissenstransfer und Internationalisierung insgesamt bewertet. Für die aktuelle Ausgabe des Rankings wurden 1.400 Universitäten weltweit untersucht, davon 48 aus Deutschland. Die Ergebnisse beruhen auf Befragungen von Wissenschaft­lern sowie Zitationen aus wissenschaft­lichen Veröffentlichungen und statistischen Erhebungen, die von den Hochschulen zur Verfügung gestellt werden. Es gehört seit Jahren zu den international anerkanntesten Rankings im Hochschul­bereich.

    zu den Rankingergebnissen

  • ERC Starting Grant für Prof. Dr. Sebastian Siegloch

    Urbanisierung und Gentrifizierung führen zu rapide steigenden Immobilienpreisen und sich verändernden Bevölkerungs­strukturen in deutschen und europäischen Städten. Während die Ungleichheit innerhalb von Vierteln abnimmt, steigt sie zwischen einzelnen Stadtteilen. Warum kommt es zu solch markanten Verschiebungen und welche politischen Maßnahmen können diese Ungleichheiten abfedern? Zur Erforschung dieser Fragen erhält Sebastian Siegloch, Professor an der Abteilung Volkswirtschafts­lehre und Forschungs­bereichs­leiter „Soziale Sicherung und Verteilung“ am ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschafts­forschung, einen prestigereichen Starting Grant vom Europäischen Forschungs­rat (European Research Council, ERC) in Höhe von 1,5 Millionen Euro über fünf Jahre. Die Gelder fließen aus dem Programm Horizon 2020 der Europäischen Union.

    „Der Preisdruck auf dem Immobilien­markt ist ein hochrelevantes Thema für viele Menschen. Er beeinflusst die Wahl ihres Lebensmittelpunkts. Wir müssen besser verstehen, wie Immobilienmärkte funktionieren und welche Wirkungen staatliche Eingriffe wie Immobiliensteuern auf Preise und Bevölkerungs­struktur haben“, erklärt Siegloch.

    Mit seiner Bewerbung um den ERC Starting Grant konnte sich der 37-jährige Ökonom gegen starke internationale Konkurrenz durchsetzen. Der Rektor der Universität Mannheim, Prof. Dr. Thomas Puhl, gratulierte Prof. Dr. Sebastian Siegloch zu seinem Erfolg: „ERC Starting Grants zählen zu den höchstdotierten und prestigereichsten wissenschaft­lichen Förderungen in Europa. Wir sind stolz darauf, dass ein weiterer Wissenschaft­ler unserer Universität mit der renommierten Förderung ausgezeichnet wurde. In den vergangenen neun Jahren hat die Mannheimer VWL insgesamt sieben ERC-Grants erhalten. Dies bestätigt unsere Position als Spitzen­universität in den Wirtschafts­wissenschaften.“

    Im Rahmen des Forschungs­projekts geht Siegloch der Frage nach, wie sich unterschiedliche Maßnahmen der Wohnungs­politik auf lokale Wohnungs­märkte auswirken und die regionale Ungleichheit beeinflussen. Die Analyse der Auswirkungen verschiedener Instrumente bietet einen umfassenden Überblick über verfügbare politische Optionen. Dabei werden modernste theoretische Modelle mit sauberen empirischen Analysen kombiniert, um Effizienzkosten und Verteilungs­effekte unterschiedlicher Politikmaßnahmen abzuleiten. Die Ergebnisse bieten politischen Entscheidungs­trägern eine Orientierungs­hilfe bei der Bewältigung der Herausforderungen, die durch die aktuellen Trends auf dem Immobilien­markt hervorgerufen werden. „Auch die Metropolregion Rhein-Neckar wird von den Veränderungen auf dem Immobilien­markt betroffen sein – umso mehr freue ich mich, hier am Standort Mannheim eine neue internationale Forschungs­gruppe aufzubauen und diesen wichtigen Fragen auf den Grund zu gehen“, ergänzt Siegloch.

    Mehr zu Sebastian Sieglochs Forschung und seinem bisherigen Werdegang
    unter https://www.vwl.uni-mannheim.de/siegloch
    sowie https://www.zew.de/team/ssi

    Der Europäische Forschungs­rat ist eine von der Europäischen Kommission eingerichtete Institution zur Finanzierung von grundlagen­orientierter Forschung. Die ERC Starting Grants sind Teil des Forschungs- und Innovations­programms der EU, Horizont 2020 und fördern vielversprechende Nachwuchs­wissenschaft­ler/innen bei ihren Forschungs­vorhaben und dem Aufbau von Forschungs­gruppen. Mit den Starting Grants bietet der ERC exzellenten Nachwuchs­wissenschaft­lern in Europa die Möglichkeit, Grundlagenforschung zu betreiben und ein eigenes Forschungs­team auszubauen. Dabei fördert der ERC bahnbrechende und visionäre Forschung, bei der die Grenzen zwischen Grundlagen- und angewandter Forschung, zwischen klassischen Disziplinen und zwischen Forschung und Technologie aufgehoben werden.
     

    Kontakt:
    Prof. Dr. Sebastian Siegloch
    Universität Mannheim
    68131 Mannheim
    Tel. +49 621 1235–140
    E-Mail: siegloch uni-mannheim.de

  • Neuer Abteilungs­vorstand im Amt

    Am 1. August hat Prof. Volker Nocke, Ph.D. das Amt des Abteilungs­sprechers übernommen. Stellvertretender Abteilungs­sprecher bleibt weiterhin Prof. Dr. Markus Frölich, der zugleich Studien­dekan für den Bachelor­studien­gang sowie den Master­studien­gang in den Studien­richtungen Economics und Competition and Regulation Economics ist. Der Abteilungs­vorstand wird komplettiert durch Prof. Antonio Ciccone, Ph.D., der zugleich Studien­dekan für den Master­studien­gang in der Studien­richtung Economic Research sowie für den Promotions­studien­gang ist.

    Auf Fakultäts­ebene ist seit 1. August Prof. Volker Nocke, Ph.D. neuer Prodekan als Stellvertreter des Dekans und Prof. Dr. Markus Frölich neuer Prodekan und Studien­dekan.

  • CHE-Ranking 2020: Mannheimer Abteilung Volkswirtschafts­lehre schneidet bundes­weit am besten ab

    VWL zählt bekanntermaßen zu den spannendsten Studien­fächern. Aber wo ist der beste Ort für ein VWL-Studium in Deutschland? Geht es nach der neuen Print-Ausgabe des ZEIT-Studien­führers und den darin wiedergegebenen Ergebnissen des CHE-Rankings 2020 liegt eine Antwort nahe: Mannheim!

    Denn im aktuellen Ranking des Centrums für Hochschul­entwicklung (CHE) ist die Abteilung Volkswirtschafts­lehre nach 2017 erneut überaus erfolgreich: In den 19 Kategorien des Rankings erzielt sie häufiger den Spitzenplatz als jede andere Fakultät in Deutschland. Dabei sticht sie in Forschung und Lehre gleichermaßen heraus, unter anderem in den Kategorien „Forschungs­reputation“, „Forschungs­gelder pro Wissenschaft­ler“, „allgemeine Studien­situation“, „Lehr­angebot“, „Unterstützung am Studien­anfang“ und „Angebote zur Berufs­orientierung“.

    In den vom CHE begleitend durchgeführten anonymen Studierenden­befragungen haben nach Angaben des CHE 91,7 % der Studierenden die Möglichkeiten der individuellen Schwerpunktsetzung im Studium mit gut oder sehr gut bewertet, 93,3 % die internationale Ausrichtung des Lehr­angebots, 95,4 % die Informationen über Auslands­aufenthalte sowie die Verfügbarkeit benötigter Literatur in der Uni-Bibliothek, 95,9 % die Qualität der Studien­organisation und 97,5 % der Studierenden haben den Zugang zu den Lehr­veranstaltungen (keine Wartezeiten auf Plätze) mit gut oder sehr gut bewertet.

    Das CHE-Ranking ist das umfassendste und detaillierteste Ranking im deutschsprachigen Raum. Jedes Jahr wird ein Drittel der Fächer neu untersucht. 2020 sind dies die Fächer BWL, Jura, Soziale Arbeit, VWL, Wirtschafts­informatik, Wirtschafts­ingenieurwesen, Wirtschafts­recht und Wirtschafts­wissenschaften. Neben Fakten zu Studium, Lehre, Ausstattung und Forschung umfasst das Ranking Urteile von Studierenden zu den Studien­bedingungen an ihrer Hochschule sowie Urteile von Professoren über die Forschungs­reputation der Fakultäten. Die Ergebnisse sind im Internet unter https://ranking.zeit.de verfügbar sowie nachzulesen in der aktuellen Print-Ausgabe des ZEIT-Studien­führers.

  • QS-Ranking: Mannheimer VWL und Ökonometrie ist erneut die Nummer 1 in Deutschland

    Im aktuellen „QS World University Ranking by Subject 2020“ schneidet die Abteilung Volkswirtschafts­lehre in ihrem Fach­gebiet „Economics & Econometrics“ nach 2019 erneut mit Abstand als beste unter allen deutschen Universitäten ab. Im weltweiten Vergleich wird ein hervorragender 45. Platz belegt.

    Das QS World University Ranking by Subject hat die Universität Mannheim in der Kategorie Social Sciences and Management in sieben Teil­bereichen bewertet: Besonders erfolgreich ist sie in den Fach­gebieten Accounting & Finance, Business & Management Studies sowie Economics & Econometrics, in denen sie jeweils Rang 1 in Deutschland belegt. In Politics & International Studies erreichte die Universität Mannheim außerdem Rang 2, in Sociology Rang 3. Im Fach Psychologie – das im QS-Ranking der Kategorie Life Sciences & Medicine zugeordnet wird – schaffte es die Universität Mannheim erneut auf Rang 4 deutschland­weit.

    Das „QS World University Rankings by Subject“ wird jährlich veröffentlicht und untersucht über 1.300 Hochschulen weltweit in Bezug auf ihre Forschungs­reputation, die Anzahl und Qualität ihrer Publikationen sowie das Ansehen der Absolventinnen und Absolventen bei Arbeitgebern.

  • Mannheimer VWL-Absolventin Isabel Schnabel in das Direktorium der EZB berufen

    Die Bonner Professorin Isabel Schnabel ist als Nachfolgerin von Sabine Lautenschläger in das Direktorium der Europäischen Zentralbank berufen worden. Schnabel hat an der Universität Mannheim Volkswirtschafts­lehre studiert und bei Martin Hellwig mit einer Arbeit über Makroökonomische Risiken und Finanzkrisen promoviert. Nach Stationen an der Harvard University und der Universität Mainz ist sie seit 2015 Professorin für Finanz­markt­ökonomie an der Universität Bonn.

    Der Sprecher der Mannheimer Abteilung Volkswirtschafts­lehre, Prof. Dr. Hans Peter Grüner, gratuliert: „Wir freuen uns sehr, dass mit Isabel Schnabel eine Mannheimer Absolventin, Diplom und Promotion, für diese wichtige Aufgabe nominiert wurde – herzlichen Glückwunsch! Isabel Schnabel verbindet größte Sach­kenntnis mit einem sicheren Urteilsvermögen. Ihre Aufgabe wird nicht leicht, wir wünschen ihr alles Gute.“

    Die 48-jährige Expertin für Banken und Finanzmärkte und Mutter von drei Kindern ist seit 2014 eine der Wirtschafts­weisen (Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaft­lichen Entwicklung) der Bundes­regierung. Zu ihren Forschungs­schwerpunkten zählen die Bankenregulierung und Finanzkrisen.

  • ERC Consolidator Grant für Prof. Ulrich J. Wagner, Ph.D.

    Prof. Ulrich J. Wagner, Ph.D., Inhaber des Lehr­stuhls für VWL, Quantitative Ökonomik, ist vom Europäischen Forschungs­rat (European Research Council – ERC) mit einem Consolidator Grant ausgezeichnet worden. Zur Intensivierung seiner Forschung über die ökonomischen Auswirkungen der Luftverschmutzung wird Wagner über die nächsten fünf Jahre insgesamt 1,4 Millionen Euro erhalten. Dabei geht er unter anderem der Frage nach, welche ökonomischen Schäden Luftschadstoffe wie Stickoxide und Feinstaub als Folge des europäischen CO2-Zertifikatehandels verursachen.

    Der Handel mit CO2-Zertifikaten wurde 2005 eingeführt und zielt darauf ab, CO2-Emissionen kosteneffizient zu reduzieren: Die Last der Vermeidungs­anstrengungen von Unternehmen soll dabei so aufgeteilt werden, dass die Gesamtkosten der Vermeidung insgesamt minimiert werden. Die Umverteilung der CO2-Emissionen innerhalb Europas ist damit eine durchaus beabsichtigte Folge des Zertifikathandels. Noch nicht ausreichend erforscht ist jedoch, inwiefern neben dem Treibhausgas CO2 auch Luftschadstoffe wie Stickoxide oder Schwefeldioxid innerhalb Europas umverteilt werden.

    „Ich möchte herausfinden, ob durch die Einführung des Zertifikatehandels mehr oder weniger Menschen in Europa schädlicher Luftverschmutzung ausgesetzt sind, und welchen ökonomischen Schaden oder Nutzen dies verursacht hat“, erläutert Wagner. Zu diesem Zweck berechnet er mit Hilfe statistischer Methoden, wie hoch der Einfluss des CO2-Handels auf den Ausstoß von Luftschadstoffen ist, und analysiert deren räumliche Verbreitung mit Methoden aus der Atmosphärenchemie. „Mein interdisziplinär angelegtes Projekt soll glaubwürdige Evidenz zum möglichen Nutzen der Klimapolitik beitragen – damit die Klimapolitik der EU nicht im Blindflug, sondern clever ausgestaltet wird“, so der 43-jährige Umweltökonom.

    In der Vergangenheit war der Mannheimer Wirtschafts­experte bereits für verschiedene politische Institutionen beratend tätig, dar­unter für den von der Bundes­regierung gegründeten „Arbeits­kreis Emissionshandel“, sowie auch für internationale Organisationen wie die OECD und die Weltbank. Bevor er 2015 nach Mannheim kam, lehrte Wagner an der Universität Carlos III in Madrid. Seine Doktorarbeit verfasste er an der US-amerikanischen Elite­universität Yale. Mehr zu Ulrich Wagners Forschung und seinem bisherigem Werdegang unter https://www.vwl.uni-mannheim.de/wagner/

     

    Die Förderung grundlagen­orientierter Pionierforschung ist eines der Kernanliegen der Europäischen Union. Dafür wurde im Jahr 2007 der Europäische Forschungs­rat geschaffen. ERC Consolidator Grants sollen exzellente Wissenschaft­ler und Wissenschaft­lerinnen in einem noch relativ frühen Stadium ihrer Karriere darin unterstützen, ihre Position als eigenständige Forschende zu festigen. Grundlage für die Entscheidung des ERC bei der Vergabe der Grants ist die wissenschaft­liche Exzellenz der Antragsteller sowie des beantragten Projekts. Im Bereich Wirtschaft wurden 2019 europaweit lediglich sieben Consolidator Grants vergeben.

     

    Kontakt:
    Prof. Ulrich J. Wagner, Ph.D.
    Professur für VWL, Quantitative Ökonomik
    Universität Mannheim
    Tel. +49 621 181–1796
    E-Mail: ulrich.wagner uni-mannheim.de