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News der Abteilung Volkswirtschaftslehre

News aus dem Jahr 2022

  • Neue Studie: Die Aufnahme von Flüchtlingen nach dem 2. Weltkrieg erhöhte das deutsche Pro-Kopf-Einkommen und die Löhne

    Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Millionen von Flüchtlingen nach Westdeutschland vertrieben. Zu dieser Zeit war Deutschland in vier alliierte Besatzungszonen aufgeteilt. Da die französische Besatzungszone den Zugang von Heimatvertriebenen beschränkte, ließen sich die meisten in der britischen, amerikanischen und sowjetischen Besatzungszone nieder.

    Die Folgen sind deutlich zu sehen, wenn man die Gemeinden an der ehemaligen Grenze zwischen der französischen und der amerikanischen Besatzungszone im heutigen Bundesland Baden-Württemberg vergleicht. Im Jahr 1950 gab es in den Gemeinden auf der ehemaligen amerikanischen Seite der Grenze viel mehr Flüchtlinge und eine um 20 Prozent höhere Bevölkerungsdichte. Vor der Ankunft der Heimatvertriebenen hatte es dagegen keine Unterschiede in der Bevölkerungsdichte gegeben. Auch in anderen sozioökonomischen Merkmalen unterschieden sich die Gemeinden auf der gegenüberliegenden Seite der Grenze nicht.

    Welche wirtschaftlichen Folgen hatte der Zuzug von Heimatvertriebenen auf lange Sicht? Eine neue Studie vergleicht die wirtschaftliche Entwicklung von Gemeinden auf gegenüberliegenden Seiten der ehemaligen Grenze in den 75 Jahren seit der Ankunft der Flüchtlinge.

    Die Studie der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Antonio Ciccone (Universität Mannheim) und Prof. Dr. Jan Sebastian Nimczik (ESMT Berlin) konzentriert sich auf die Auswirkungen der historischen Flüchtlingsaufnahme auf die heutige Produktivität, Löhne, Einkommen, Mieten und Bevölkerungsdichte. Sie dokumentiert, dass die Bevölkerungsdichte in den Gemeinden auf der ehemaligen US-Seite auch im Jahr 2020 noch höher ist. Gleichzeitig haben die Gemeinden auf der ehemaligen US-Seite heute ein höheres Pro-Kopf-Einkommen, eine höhere Produktivität und höhere Löhne, bei gleichzeitig höheren Mieten.

    Mit der Ankunft der Heimatvertriebenen auf der US-Seite der ehemaligen Grenze stiegen das Pro-Kopf-Einkommen und die Produktivität langfristig um etwa 13 Prozent und die Löhne um etwa 10 Prozent. Es dauerte jedoch mehrere Jahrzehnte, bis sich der wirtschaftliche Vorteil der Gemeinden auf der US-Seite der ehemaligen Grenze herauskristallisierte.

    Prof. Nimczik erläutert: „Kriege, landesinterne Konflikte, wirtschaftlicher Zusammenbruch und der Klimawandel verursachen auch heute noch massive Flüchtlingsbewegungen. Natürlich müssen humanitäre Erwägungen die Hauptmotivation für die Maßnahmen zur Unterstützung von Flüchtlingen sein. Aber auch die wirtschaftlichen Kosten und Nutzen haben schon immer eine Rolle gespielt. Die öffentliche Debatte in den potenziellen Aufnahmeländern konzentriert sich meist auf die kurz- und mittelfristige Perspektive. Der Fall der Heimatvertriebenen in Deutschland zeigt, dass auch der längerfristige, wirtschaftliche Nutzen beträchtlich sein kann.“

    Prof. Ciccone ergänzt: „Die Heimatvertriebenen wurden in Westdeutschland nicht überall willkommen geheißen oder als Gleichberechtigte behandelt. Es dauerte Jahrzehnte, bis sie allgemein akzeptiert und integriert wurden. Die wirtschaftlichen Vorteile, die Gemeinden heute durch die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen haben, haben sich erst nach und nach eingestellt. Sie wären zum Zeitpunkt der Aufnahme der Flüchtlinge oder in den ersten Jahrzehnten nach ihrer Ankunft nicht erkennbar gewesen. Letztendlich scheinen die wirtschaftlichen Auswirkungen jedoch erheblich gewesen zu sein. Die für unsere Studie erforderlichen Daten sind erst seit kurzem nutzbar, dank der Open-Data-Strategie der Statistischen Ämter. Es bleibt zu hoffen, dass die Daten zur längerfristigen Bewertung anderer Flüchtlingsbewegungen in jüngerer Zeit in Zukunft ebenfalls zur Verfügung gestellt werden.“

    Link zur Publikation
     

    Kontakt:
    Prof. Dr. Antonio Ciccone
    Universität Mannheim
    Abteilung Volkswirtschafts­lehre
    L7, 3–5
    68161 Mannheim

    E-Mail: antonio.ciccone uni-mannheim.de

  • Ringvorlesung im Frühjahrssemester 2022 beginnt am 15. März

    Am Mittwoch, dem 15. März, beginnt die von der Fachschaft VWL organisierte Ringvorlesung des Frühjahrssemesters 2022. Sie steht in diesem Semester unter dem Motto „Economics, Politics, and the Media“. Die Vorträge finden vor Ort oder über Zoom statt. Studierende aller Fakultäten sowie externe Gäste sind zu allen Veranstaltungen herzlich eingeladen.

  • Prof. Ulrich Wagner, Ph.D. übernimmt das Amt des Stellvertretenden Abteilungssprechers sowie des Studiendekans

    Am 1. Februar 2022 hat Prof. Ulrich Wagner, Ph.D. von seinem Vorgänger Prof. Dr. Markus Frölich das Amt des Stellvertretenden Abteilungssprechers sowie das Amt des Studiendekans für das Bachelorstudium und das Masterstudium in den Studienrichtungen Economics sowie Competition and Regulation Economics übernommen. Darüber hinaus ist er neuer Vorsitzender des Prüfungsausschusses für den Masterstudiengang, und er übernimmt die Funktion des Auslandsbeauftragten sowie auf Fakultätsebene das Amt des Prodekans, der Studiedekan ist.

     

  • Prof. Michèle Tertilt, Ph.D. unter den 100 einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft 2021

    Das Manager Magazin zeichnet die Mannheimer Ökonomin in der Kategorie „Wegbereiterinnen“ aus.

      
    Ob als Managerinnen, Unternehmerinnen oder Beraterinnen – einmal im Jahr ehren die Boston Consulting Group und das Manager Magazin die 100 einflussreichsten Frauen, die sich im Vorjahr um die deutsche Wirtschaft verdient gemacht haben. In 2021 Jahr gehört dazu die Mannheimer Wirtschaftswissenschaftlerin Prof. Michèle Tertilt, Ph.D.

    „Die Professorin an der Universität Mannheim und Trägerin höchster wissenschaftlicher Auszeichnungen erforscht so klug wie beharrlich die Auswirkungen von Geschlechterrollen und Familienstrukturen auf Wirtschaftswachstum, Investitionen in Humankapital und wirtschaftliche Entwicklung. Das Ehegattensplitting will sie abschaffen, bei Frauenquoten bleibt sie skeptisch“, begründet die Jury.

    Seit 2015 präsentiert das Manager Magazin die Top 100 der Frauen in seiner jeweils ersten Jahresausgabe. Dabei werden die Kandidatinnen unterschiedlicher Branchen nicht aufgrund formaler Ämter, sondern anhand ihres realen Einflusses ausgewählt. Neben Unternehmerinnen gehören dazu unter anderem Managerinnen, Aufsichtsrätinnen, Expatriates (deutsche Managerinnen im Ausland) und Influencerinnen.

    In ihrer Forschung beschäftigt sich Michèle Tertilt mit Makro- und Entwicklungsökonomie sowie Familienökonomie und Themen der Finanzwissenschaft. Seit 2010 ist sie VWL-Professorin an der Universität Mannheim. 2019 wurde sie für ihre herausragenden Beiträge zur Forschung mit dem renommierten Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ausgezeichnet.


    Kontakt:
    Prof. Michèle Tertilt, Ph.D.
    Universität Mannheim
    Tel. +49-621-181-1902
    E-Mail: tertilt uni-mannheim.de

  • Dr. Cornelius Schneider erhält Förderung des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD)

    Der Mannheimer VWL-Postdoktorand hat sich erfolgreich für das prestigeträchtige „Postdoctoral Researchers International Mobility Experience“ (PRIME)-Programm des DAAD beworben.


    In seiner Forschung beschäftigt sich Schneider, der Mitarbeiter von Prof. Dr. Wladislaw Mill ist, mit Fragen der optimalen Besteuerung und der öffentlichen Finanzen, insbesondere unter Verwendung von Methoden der experimentellen und Verhaltensökonomie. Die Förderung des DAAD erhält Schneider für sein aktuelles Forschungsprojekt, in dem er die potenziell positiven Auswirkungen von Steuerhinterziehungsmöglichkeiten untersucht.

    Derzeit absolviert Schneider den für das PRIME-Programm obligatorischen Auslandsaufenthalt am Norwegian Centre for Taxation (NoCeT) der Norwegian School of Economics (NHH), einer ENGAGE.EU-Partneruniversität der Universität Mannheim.

    Schneider ist einer von 11 Fellows, der in der Kategorie Sozial- und Geisteswissenschaften vom DAAD gefördert wird. Eine Liste aller aktuell Geförderten finden Sie unter https://www.daad.de/de/studieren-und-forschen-in-deutschland/stipendien-finden/prime/prime-fellows-202021/

      
    Über das PRIME-Programm:

    Seit 2014 unterstützt der DAAD mit dem Förderprogramm „Postdoctoral Researchers International Mobility Experience“ (PRIME) die internationale Mobilität in der Postdoktorandenphase durch befristete Stellen an deutschen Hochschulen anstelle traditioneller Stipendien. Die Förderung umfasst eine 12-monatige Auslandsphase und eine sechsmonatige Integrationsphase an einer deutschen Hochschule, an der die Geförderten über den gesamten Förderzeitraum als Postdoktoranden angestellt sind. Finanziert wird PRIME mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Europäischen Union (FP7/Marie Curie Actions/COFUND).

News aus dem Jahr 2021

  • SFB/Transregio „Ökonomische Perspektiven auf gesellschaftliche Herausforderungen“ um eine weitere Förderperiode verlängert

    Die Funktion der Sprecheruniversität für die nächsten vier Jahre übernimmt die Universität Mannheim.

      
    Der 2018 eingerichtete Sonderforschungsbereich/Transregio 224 „Ökonomische Perspektiven auf Gesellschaftliche Herausforderungen“ ist eine Kooperation der Universität Bonn und der Universität Mannheim. In verschiedenen Projektfeldern beschäftigen sich die Forschenden mit drei zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen: Wie kann Chancengleichheit gefördert werden? Wie können Märkte angesichts der Internationalisierung und Digitalisierung der Wirtschaft reguliert werden? Und wie kann die Stabilität des Finanzsystems gesichert werden? Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler betrachten diese Herausforderungen als inhärent miteinander verbunden. Ziel des SFB/TR ist es, sie zu analysieren und politische Vorschläge zu ihrer Bewältigung zu unterbreiten.

    Das Forschungsprogramm des SFB/TR wird in der zweiten Förderperiode durch zwei neue Projekte zu den Themen „Verhaltensbedingte Determinanten von Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt“ und „Heterogenität, finanzielle Friktionen und makroökonomische Stabilisierung“ ergänzt. Der SFB/TR integriert somit zum einen eine neue Arbeitsmarktperspektive und verbreitert zum anderen die makroökonomische Ausrichtung seines Forschungsprogramms. Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Projektfelder des SFB werden in der zweiten Förderperiode Teil der Forschungsaktivitäten bleiben.

    „In seinen ersten vier Jahren hat der Sonderforschungsbereich nicht nur wissenschaftliche Beiträge auf höchstem internationalen Niveau geliefert, sondern auch innovative und leistungsstarke Strukturen in der Nachwuchsförderung und der Wissenschaftskommunikation aufgebaut“, sagt der Ökonom Prof. Dr. Sven Rady von der Universität Bonn. „Als Sprecher der ersten Förderperiode bin ich sehr stolz auf das Erreichte und freue mich auf die weitere Entwicklung unseres Forschungsverbunds unter der Leitung meines Mannheimer Kollegen Volker Nocke.“

    „Die Universitäten in Bonn und Mannheim haben schon seit vielen Jahren ein in Deutschland einmaliges Umfeld für ökonomische Spitzenforschung geschaffen. Die Entscheidung der DFG, den Sonderforschungsbereich weiter und in noch größerem Umfang als bisher zu fördern, ist das wohlverdiente Ergebnis dieser Bemühungen, vor allem aber ein Riesenerfolg der beteiligten Forscher“, betont Prof. Volker Nocke, Ph.D. von der Mannheimer Abteilung Volkswirtschaftslehre, der dem Verbund in den kommenden vier Jahren als Sprecher vorstehen wird.

     

    Fördersumme für die neue Förderperiode: 11 Millionen Euro
    Sprecher: Prof. Volker Nocke, Ph.D., Abteilung Volkswirtschaftslehre der Universität Mannheim
    Co-Sprecher: Prof. Dr. Sven Rady, Universität Bonn (Sprecher der ersten Förderperiode)

     

    Zur Pressemitteilung der DFG: www.dfg.de/service/presse/pressemitteilungen/2021/pressemitteilung_nr_48/index.html

     

    Kontakt:
    Prof. Volker Nocke, Ph.D.
    Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, Mikroökonomik
    Universität Mannheim
    Tel.: +49 621 181–3505
    E-Mail: volker.nocke gmail.com

  • THE Ranking by Subject: Mannheim erneut deutschlandweit auf Platz 1 in den Wirtschaftswissenschaften

    Zum wiederholten Mal in Folge führt die Universität Mannheim auch im aktuellen 2022 Times Higher Education World University Rankings by subject: business and economics das Feld der in Deutschland beheimateten Universitäten an. Unter allen europäischen Universitäten platziert sie sich auf Position 13, global auf Rang 42.

    Das THE World University Ranking ist das weltweit einzige Ranking, das forschungsintensive Universitäten in ihren Kernaufgaben Lehre, Forschung, Forschungseinfluss, Wissenstransfer und Internationalisierung insgesamt bewertet. Für die aktuelle Ausgabe des Rankings wurden 1.900 Universitäten weltweit untersucht, davon 52 aus Deutschland. Die Ergebnisse beruhen auf Befragungen von Wissenschaftlern sowie Zitationen aus wissenschaftlichen Veröffentlichungen und statistischen Erhebungen, die von den Hochschulen zur Verfügung gestellt werden. Es gehört seit Jahren zu den international anerkanntesten Rankings im Hochschulbereich.

    zu den Rankingergebnissen

  • Prof. Volker Nocke, Ph.D. zum Fellow der Econometric Society gewählt / Volker Nocke elected Fellow of the Econometric Society

    Prof. Volker Nocke, Ph.D., Professor für Mikroökonomie an der Mannheimer Abteilung Volkswirtschaftslehre seit 2009, zählt zu den international renommiertesten Wissenschaftlern auf seinem Fachgebiet. Nun wurde er in Anerkennung seiner wichtigen Beiträge zur Wirtschaftswissenschaft zum Fellow der Econometric Society gewählt.

    Die 1930 gegründete Econometric Society ist eine internationale wissenschaftliche Gesellschaft, die Forscherinnen und Forscher vereinigt, um die Wirtschaftstheorie als Teildisziplin der VWL in ihrer Verbindung zur Statistik und Mathematik voranzutreiben. Die Econometric Society gibt die Zeitschrift Econometrica heraus, eine der renommierten “Top 5”-Zeitschriften in den Wirtschaftswissenschaften, sowie zwei weitere hoch angesehene Journale. Die Fellows repräsentieren die höchste Autorität der Society. Derzeit gibt es weltweit mehr als 700 gewählte Fellows, darunter viele Nobelpreisträger. Nur 14 Fellows (7 davon emeritierte Professoren) sind in Deutschland ansässig. Zwei Fellows der Econometric Society forschen derzeit an der Universität Mannheim: Michèle Tertilt und Volker Nocke.

    Vor seinem Wechsel an die Universität Mannheim war Volker Nocke an der University of California, Los Angeles (UCLA), sowie an den Universitäten von Oxford und Pennsylvania tätig. Seine breit gefächerten Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Industrieökonomik und Internationaler Handel. Ein Großteil seiner jüngsten Arbeiten befasst sich mit horizontalen und vertikalen Fusionen, der Oligopoltheorie und der Wettbewerbspolitik. Er hat in führenden akademischen Fachzeitschriften wie Econometrica, American Economic Review, Journal of Political Economy und Review of Economic Studies veröffentlicht. Er hat an der London School of Economics promoviert und an der Universität Bonn einen Abschluss als Diplom-Volkswirt erworben.


    Kontakt:
    Prof. Volker Nocke
    Professur für VWL, Mikroökonomie
    Universität Mannheim
    Tel. +49-621-181-1836
    E-Mail: nocke uni-mannheim.de

     

    Prof. Volker Nocke, Ph.D., Professor of Microeconomics at the Mannheim Department of Economics since 2009, is one of the most internationally renowned scholars in his field. In recognition of his important contributions to economics, he has now been elected a Fellow of the Econometric Society.

    Founded in 1930, the Econometric Society is an International Society for the Advancement of Economic Theory in its Relation to Statistics and Mathematics. The Econometric Society publishes Econometrica, one of the coveted “top 5” journals in economics, as well as two other highly regarded journals. Fellows represent the highest authority of the Society. There are currently more than 700 elected Fellows worldwide, including many Nobel Prize winners. Only 14 Fellows (out of which 7 are emeritus professors) are based in Germany. There are now two Fellows of the Econometric Society engaged in research at the University of Mannheim: Michèle Tertilt and Volker Nocke.

    Prior to joining the University of Mannheim, Volker Nocke has held full-time faculty positions at the University of California, Los Angeles (UCLA), and the Universities of Oxford and Pennsylvania. He has broad research interests within the fields of Industrial Organization and International Trade. Much of his recent work has been concerned with horizontal and vertical mergers, oligopoly theory, and competition policy. He has published in the leading academic journals such as Econometrica, the American Economic Review, the Journal of Political Economy, and the Review of Economic Studies. He holds a Ph.D. from the London School of Economics and an undergraduate degree (Diplom-Volkswirt) from the University of Bonn.

     

  • Mannheimer Juniorprofessor Nicolas Bonneton für die erste REStud-Nordamerika-Tour ausgewählt / Mannheim Assistant Professor Nicolas Bonneton Selected for Inaugural REStud North American Tour

    Seit mehr als 30 Jahren lädt die Review of Economic Studies (REStud), eine der renommierten “Top 5”-Zeitschriften auf dem Gebiet der Volkswirtschaftslehre, die besten US-amerikanischen Kandidaten auf dem akademischen Nachwuchsmarkt ein, ihre Forschungsergebnisse an einigen ausgewählten europäischen Wirtschaftsfakultäten vorzustellen. Zum ersten Mal veranstaltet die Zeitschrift in diesem Jahr auch eine reziproke Tournee durch nordamerikanische Einrichtungen, mit dem Ziel, herausragende Kandidaten von europäischen Einrichtungen zu präsentieren. Nicolas Bonneton, der seit August als Juniorprofessor für Mikroökonomik die Mannheimer Abteilung Volkswirtschaftslehre verstärkt, nachdem er seinen Doktorgrad an der Toulouse School of Economics erworben hatte, wurde als einer von vier jungen Wissenschaftlern für diese erste REStud North American Tour (https://www.restud.com/restudtour/) ausgewählt.

     

    For more than 30 years, the Review of Economic Studies (REStud) – one of the prestigious “top 5” economics journals – has invited the best US-based candidates in the junior academic job market to present their research at a few selected European economics departments. For the first time this year, the journal is also hosting a tour of North American institutions, with the aim of showcasing excellent job market candidates from European institutions. Nicolas Bonneton – who recently joined Mannheim as an assistant professor with a PhD from the Toulouse School of Economics – has been selected as one of four young scholars for this inaugural REStud North American Tour (https://www.restud.com/restudtour/).

      

  • Ringvorlesung im Herbstsemester beginnt am 6. Oktober

    Am Mittwoch, dem 6. Oktober, beginnt die von der Fachschaft VWL organisierte Ringvorlesung des Herbstsemesters 2021. Sie steht in diesem Semester unter dem Motto „Economics of Crime“. Die Vorträge finden live im Hörsaal oder über Zoom statt. Studierende aller Fakultäten sowie externe Gäste sind zu allen Veranstaltungen herzlich eingeladen.

  • Gutachten zur Zukunft der Rente unter Mitwirkung von Prof. Dr. Eckhard Janeba vorgelegt

    Der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat in einem Gutachten einen Umbau der gesetzlichen Rentenversicherung vorgeschlagen. Prof. Dr. Eckhard Janeba war als Mitglied dieses Beirats an der Erstellung des Gutachtens beteiligt.

    Am 7. Juni legte der Wissenschaftliche Beirat dem Bundeswirtschaftsminister sein Gutachten unter dem Titel „Vorschläge für eine Reform der gesetzlichen Rentenversicherung“ vor. Darin heißt es, die Rentenversicherung steuere auf einen „Finanzierungsschock“ zu. Die Pandemie habe dazu geführt, dass der Schock früher einsetzen und stärker ausgeprägt sein werde.

    Das Gutachten wurde von einer fünfköpfigen Arbeitsgruppe des Beirats erarbeitet, der auch Prof. Dr. Eckhard Janeba angehört. Der international renommierte Wirtschaftswissenschaftler war verstärkt eingebunden in die Fragestellung, ob die derzeitige Rentenpolitik ohne Abschaffung der Haltelinien der Regierung durch steigende Bundeszuschüsse aufrecht erhalten werden könne. Die sogenannten Haltelinien legen fest, dass das Rentenniveau nicht unter 48 Prozent sinkt und die Beiträge nicht über 22 Prozent steigen.

    „2019 flossen knapp 26 Prozent des Bundeshaushalts in die Rentenversicherung. Wenn der Beitragssatz unter 22 Prozent und das Sicherungsniveau über 48 Prozent gehalten werden sollen, müsste dieser Anteil auf über 44% und bis 2060 sogar auf über 55% ansteigen“, erklärt Janeba. „Das ist selbst mit massiven Steuererhöhungen wohl nicht zu finanzieren und müsste daher zu Lasten anderer Ausgaben gehen.“

    Im Auftrag des Bundesministeriums behandelte Janeba zudem Potentiale der Einkommensbesteuerung für die Sicherung der Finanzierung des Rentensystems und war darüber hinaus eingebunden beim Themenkomplex politische Ökonomie von Rentenreformen.

     

    Zur Person

    Prof. Dr. Eckhard Janeba ist seit 2004 Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim. Seine bevorzugten Forschungsgebiete sind Finanzwissenschaft und Außenhandel. Insbesondere interessiert er sich für die Auswirkungen der Globalisierung auf staatliches Handeln. Er hat grundlegende Arbeiten zur Theorie des Steuerwettbewerbs geschrieben und beschäftigt sich aktuell mit Fiskalregeln wie beispielsweise der Schuldenbremse und dem europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt.

     

    Zum Wissenschaftlichen Beirat

    Der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) berät den zuständigen Bundesminister unabhängig in allen Fragen der Wirtschaftspolitik. Die 39 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tagen fünf Mal im Jahr, beraten sich zu selbstgewählten Themen und veröffentlichen ihre Ergebnisse anschließend in Form von Gutachten.

     

    Zur Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

  • QS-Ranking: Mannheimer VWL und Ökonometrie zum dritten Mal in Folge die Nummer 1 in Deutschland

    Im aktuellen „QS World University Ranking by Subject 2021“ schneidet die Abteilung Volkswirtschaftslehre in ihrem Fachgebiet „Economics & Econometrics“ nach 2019 und 2020 zum dritten Mal in Folge mit Abstand als beste unter allen deutschen Universitäten ab. Im weltweiten Vergleich wird nunmehr ein hervorragender 40. Platz belegt – eine Verbesserung um fünf Rangplätze gegenüber dem Vorjahr.

    Das QS World University Ranking by Subject bewertet die Universität Mannheim in der Kategorie Social Sciences and Management in fünf Teilbereichen: Unter allen deutschen Universitäten belegt sie erneut Platz 1 in den Bereichen „Accounting and Finance“, „Business and Management“ sowie „Economics and Econometrics“. Sie ist damit die am besten bewertete deutsche Universität in den Wirtschaftswissenschaften. In Politikwissenschaft erreichte sie zudem ein weiteres Mal Rang 2, in Soziologie Rang 3. Im Fach Psychologie – das im QS-Ranking der Kategorie „Life Sciences and Medicine“ zugeordnet wird – belegt die Universität Mannheim erneut Rang 4 deutschlandweit.

    Das „QS World University Ranking by Subject“ wird jährlich veröffentlicht und untersucht über 4.275 Hochschulen weltweit in Bezug auf ihre Forschungs­reputation, die Anzahl und Qualität ihrer Publikationen sowie das Ansehen der Absolventinnen und Absolventen bei Arbeitgebern.

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